miniatur|Fensterreinigungsroboter Winbot W930 Fensterreinigungsroboter, auch Fensterputzroboter und Fensterroboter, sind Haushaltsroboter, die selbstständig Glasflächen wie Fenster oder Spiegel reinigen können.

Es gibt diese Form des Fensterreinigungsroboters seit Ende der 2000er-Jahre. Sie stellen eine Form des Serviceroboters im Alltag dar.

Kommerzielle Produkte Kommerzielle Fensterreinigungsroboter gibt es in quadratischer Form mit einer Kantenlänge von ca. 30 cm wie die Serie Ecovacs Winbot oder mit zwei nebeneinander angebrachten runden Wischern von ca. 10 cm Durchmesser von Sichler. Diese Roboter saugen sich an der Scheibe fest und haben meist ein Sicherungsseil, um einen Absturz zu vermeiden. Ebenfalls haben alle Geräte einen Akku dabei, um bei einer Stromunterbrechung nicht sofort von der Scheibe zu fallen.

Zum Gerät wird üblicherweise eine Fernbedienung geliefert, mit der man den Fensterreinigungsroboter auf der Scheibe bewegen kann. Dies ist sinnvoll, wenn der Roboter nach der Reinigung mitten auf der Scheibe anhält oder das Reinigungsprogramm nochmals gestartet werden soll. Zusätzlich kann die Reinigung damit manuell gesteuert werden.

Vor- und Nachteile Der signifikanteste Nutzen liegt in der Auslagerung des Putzvorgangs an den Roboter. Bis auf das Platzieren und Abnehmen des Geräts arbeitet ein Fensterreinigungsroboter autonom und es ergibt sich ein Mehrwert in puncto Zeitersparnis und Aufwand, wenn man nicht berechnet, dass man das Gerät überwachen sollte. Den signifikantesten Schwachpunkt markiert die noch nicht hundertprozentig ausgereifte Eckenreinigung.

Nutzen Auslagerung der Arbeit erspart Aufwand Keine körperliche Anstrengung beim Fensterputzen Prädestiniert für hohe Bereiche mit schlechter Erreichbarkeit Keine Gefahr durch die Benutzung von Leitern Gerät sichert sich meist über Seil und Notstrom-Akku Sensor erkennt meist Glasscheibe, Rahmen und Abgrund Punktuelle Reinigung durch manuelle Steuerung via Fernbedienung möglich

Schwachpunkte Anschaffungskosten Nacharbeiten in den Ecken nicht ausgeschlossen und bei Sprossen nötig Vorarbeiten bei stark verschmutzten Fenstern nötig Reinigen auch Glaswände, Kacheln und Spiegel Eingewöhnungsphase: Handhabung wie Umsetzen von Fenster zu Fenster muss geübt werden Lautstärke Reinigung erfolgt nicht so schnell wie durch Menschenhand

Nichtkommerzielle Systeme Neben kommerziellen Systemen kommt die Reinigung von Fensterscheiben auch als komplexes Anwendungsbeispiel für universelle Serviceroboter zum Einsatz. Dabei können verschiedene Technologien erforscht und kombiniert werden, wie beispielsweise die feinfühlige Interaktion mit der Umgebung,Alexander Dietrich: Whole-Body Impedance Control of Wheeled Humanoid Robots, ISBN 978-3-319-40556-8, Springer International Publishing, 2016. die Bilderkennung, die Trajektoriengenerierung oder die künstliche Intelligenz. Ein humanoides System, das bereits erfolgreich autonom Fenster reinigen kann, ist der Roboter Rollin’ Justin.

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