Zu jung für die Liebe? ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1961 mit Loni von Friedl in der Hauptrolle eines ungewollt schwanger gewordenen Teenagers. Helmut Käutner, der Ehemann der Regisseurin Erica Balqué, wirkte in einer Nebenrolle mit.
Handlung Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Halbwüchsige, die 16-jährige Katja und der 17-jährige Oberschüler Klaus, Sohn begüteter Eltern. Beide hatten bereits Sex miteinander, und nun ist Katja, die unter Vormundschaft des Jugendamtes steht, schwanger. Klaus kümmert sich liebevoll um seine Freundin, beglückt sie im Bett nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit Sekt und Kaviar (was sein Vater, der Herr Generaldirektor Rennert, locker finanziert). Das minderjährige Paar will heiraten, will der kleinen werdenden Familie einen würdigen Rahmen geben. Doch die staatliche Gesetzgebung sieht dies ebenso wenig vor wie die Erwachsenen um sie herum bereit sind, diesen Schritt zu unterstützen. Man ist strikt dagegen und hat kein Ohr für Katjas und Klaus’ Wünsche und Träume.
Und so beschließen die beiden jungen Leute, nach Schottland durchzubrennen, denn sie haben gehört, dass man im kleinen Grenzort Gretna Green auch als Minderjährige heiraten kann. Das Einsehen der Erwachsenen kommt spät, jedoch nicht zu spät. Vater Rennert will nicht, dass sein Sohn in der Fremde unter die Räder kommt und schickt ihm als erstes gleich einmal 50 Pfund Sterling nach. Am Ende beweisen Katja und Klaus, dass sie eben nicht „zu jung für die Liebe“ sind, wie der Filmtitel fragend konstatiert, und sie erhalten dann doch noch den Segen von der Erwachsenenwelt. Das junge Ehepaar kehrt wieder heim und wird, unabhängig von der Meinung der anderen, seinen Weg gehen.
Produktionsnotizen Zu jung für die Liebe? entstand zwischen dem 1. Dezember 1960 und dem 15. Januar 1961 in den CCC-Filmstudios Artur Brauners in Berlin-Spandau. Die Außenaufnahmen wurden in Gretna Green hergestellt. Die Uraufführung des Films erfolgte am 24. März 1961 im Düsseldorfer Alhambra-Kino.
Helmut Nentwig und Albrecht Hennings waren für die Filmbauten zuständig, die Kostüme entwarf Anneliese Ludwig. Helga von Wangenheim lieferte die Idee zu diesem Filmstoff. Rolf Zacher gab hier mit einer winzigen Rolle sein Filmdebüt.
Kritiken
Paimann’s Filmlisten resümierte: „Verkehrte Halbstarken-Geschichte, in der die Eltern schlechter abschneiden, aber auch Übertreibungen in Konfliktstellung und Figuren nicht vermieden (werden).“
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Filmtitel 1961 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Schwarzweißfilm