… und noch frech dazu! ist ein 1959 entstandener deutscher Spielfilm von Rolf von Sydow über Jugendrivalitäten mit einer Reihe von Jungschauspielern, die später zu Berühmtheit gelangten.
Handlung In einer bundesdeutschen Großstadt der ausgehenden 1950er Jahre. Der Spielsalon „Dorado“ ist Treffpunkt einer jugendlichen Motorradgang, die von dem brutalen Halbstarken „Bulle“ angeführt wird. Sie glauben, sich alles herausnehmen zu können, und legen sich auch gern mal mit anderen jungen Leuten an, die ihnen nicht in den Kram passen. Dazu zählen die Jazzmusikfreunde „Westend Vier plus Drei“ mit dem jungenhaft-blonden Fred, dem Bandleader, an der Spitze und sieben weiteren Musikern samt deren Freundinnen. Die Jungmusiker glauben, hier endlich eine Location gefunden zu haben, wo sie ihren Jazzkeller, den sie einfach nur „Schuppen“ nennen wollen, aufmachen können. Bulle und seine Kumpels haben erwartungsgemäß etwas dagegen und machen derart Rabatz, dass die Eröffnung des Jazzkellers zum Fiasko wird. Es kommt zum Handgemenge, das in eine handfesten Rauferei ausartet, und alle müssen auf die Polizeiwache.
Die Eltern der musikbegeisterten Jugendlichen sind entsetzt, wohin das Faible für Jazz führen kann, zumal sie diese Art von Musik sowieso für mehr als nur anrüchig erachten. Die Liebe zu ihren Jam-Sessions wollen sich Fred und seine Freunde aber nicht verbieten lassen, und so suchen sie sich eine andere Örtlichkeit, wo sie ein Jazzkonzert auf die Beine stellen können. Doch auch hier kommen ihnen „Bulle“ und seine Schlägertypen in die Quere, doch diesmal nicht, um erneut zu zeigen, wer hier das Sagen hat, sondern mit einem geplanten Verbrechen. Vor der Konzerthalle auf dem Parkplatz will Bulle einen Raubzug starten. Als Bulles Kumpel Rockie dies verhindern will, schlägt er ihn hart zu Boden. Die Polizei greift ein und nimmt Bulle fest. Allmählich begreift auch er, dass sein Leben so nicht weitergehen kann. Als sich die Wogen geglättet haben, können die Jazzfreunde endlich ihre Session starten.
Produktionsnotizen … und noch frech dazu!, dessen Arbeitstitel Lange Hosen – kurze Haare lautete, entstand im Herbst 1959 und wurde am 6. Januar 1960 im Ufa-Palast in Essen uraufgeführt. Die österreichische Erstaufführung fand am 25. März 1960 statt. In Dänemark lief der Film im Februar 1961 unter dem Titel Fart, jazz og piger an. Der englische Titel lautete: And Saucy at That. Der Film entstand infolge diverser Halbstarken-Filme, die mit dem gleichnamigen Streifen von Georg Tressler 1956 ihren bundesrepublikanischen Anfang fanden.
Für die Bauten zeichneten Hanns H. Kuhnert und Wilhelm Vorwerg verantwortlich, die Kostüme entwarf Helmut Holger. Hans Joachim Wieland war Produktionsleiter.
Kritiken
Weblinks
… und noch frech dazu! Bilder aus dem Film bei virtual-history.com … und noch frech dazu! Illustrierte Film-Bühne Nr. 05120 (Titelbild mittig: Helga Schlack, Klaus Löwitsch) … und noch frech dazu! Filmplakat
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1960 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Jazzfilm Kategorie:Rolf von Sydow