mini|Katharina Copony (2018) Katharina Copony (* 26. Dezember 1972 in Graz; † 9. November 2024 in Wien) war eine österreichische Filmemacherin.

Leben und Schaffen Katharina Copony wuchs in der Südsteiermark und in Graz auf. Sie studierte zuerst Kunstgeschichte in Graz und absolvierte anschließend ein Studium der visuellen Mediengestaltung bei Peter Weibel an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der Universität der Künste in Berlin.

In den 1990er Jahren nahm sie mit ihren Videoarbeiten an Ausstellungen bildender Kunst teil, realisierte Multimedia-Projekte und war im Rahmen des Arcus Project in Japan Artist in Residence. Es folgten Aufenthalte in Rom, London und Sarajevo.

Als Script/Continuity und Regieassistenz wirkte Katharina Copony an zahlreichen Spielfilmen mit (unter anderen von Barbara Albert, Valeska Grisebach, Isabelle Stever, Jessica Hausner). Ihr erster Film gemeinsam mit ihrer Cousine Emily Artmann widmete sich in einem Gespräch ihrem Onkel H. C. Artmann.Stefan Grissemann: Der Wackelatlas – sammeln und jagen mit H. C. Artmann

Ihre dokumentarischen Filme setzen sich mit ephemeren Räumen sowie gesellschaftlichen und topografischen Übergangszonen auseinander. Diese Bereiche erfahren auch eine formale und konzeptuelle Parallelführung. Stimmen, die durch ihre Filme hindurch sprechen, haben eine besondere Bedeutung für Coponys Werk.

Ihre Filme werden auf internationalen Festivals sowie im Fernsehen gezeigt und vom österreichischen Filmverleih Sixpackfilm vertrieben.

Im Dezember 2019 veranstaltete das Filmarchiv Austria eine Werkschau ihres bisherigen filmischen Schaffens.

Copony starb am 9. November 2024 nach schwerer Krankheit im Alter von 51 Jahren in Wien.Bert Rebhandl: Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Notizen zum Werk von Katharina Copony (1972-2024). In: Cargo 64/2024.Erinnerungen an Katharina Copony. 5 Miniaturen. In: film kolik 43/2025.

Filmografie 2001: der wackelatlas – sammeln und jagen mit H.C. Artmann (Buch und Regie) 2004: Kanegra (Buch und Regie) 2006: Il Palazzo (Buch und Regie, Produktion) 2009: Oceanul Mare (Buch und Regie, Produktion) 2014: Spieler (Buch und Regie) 2016: Moghen Paris (Buch und Regie, Produktion) 2019: In der Kaserne (Buch und Regie) 2026: Mit Ästen bis zum Himmel (Buch und Regie; postume UA bei der Diagonale Graz 2026)

Auszeichnungen 2001: Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung für der wackelatlas – sammeln und jagen mit H. C. Artmann 2006: ARTE-Dokumentarfilmpreis der Duisburger Filmwoche für Il Palazzo 2009: 3sat-Dokumentarfilmpreis der Duisburger Filmwoche für Oceanul MareJurybegründung der 33. Duisburger Filmwoche: 2012: Outstanding Artist Award für Dokumentarfilm 2016: Erste Bank MehrWERT-Filmpreis Viennale ’16 für Moghen paris – und sie ziehen mitJurybegründung: 2017: Best Film beim International Intangible Heritage Festival (IIFF), Jeonju / Korea

Weblinks

Filmografie auf dok.at Filme bei Sixpackfilm Spieler bei NGF (Geyerhalterfilm)

Eine Prise Misstrauen bleibt immer im Spiel – Interview 3sat Zu Oceanul Mare – von Michael Sennhauser Vienna Boy's Choir (1994–1995) von Katharina Copony aus der Sammlung Neue Galerie Graz ausgew. von Günther Holler-Schuster und veröffentlicht von der Slaught Foundation (Philadelphia 2009) ISBN 978-0-9815409-7-9

Einzelnachweise

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