Meißner ist eine Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis in Hessen.

Geographie Lage Meißner liegt am Krösselberg zwischen dem Hohen Meißner und dem Tal der Werra im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land (Werratal.Meißner.Kaufunger Wald), etwa 40 km südöstlich von Kassel. Im Gemeindegebiet befindet sich der überregional bekannte Frau-Holle-Teich.

Nachbargemeinden Meißner grenzt im Norden an die Gemeinde Berkatal, im Osten an die Stadt Eschwege, im Süden an die Gemeinde Wehretal und die Stadt Waldkappel, sowie im Westen an die Stadt Hessisch Lichtenau (alle im Werra-Meißner-Kreis).

Gliederung Die Gemeinde besteht aus den sieben Ortsteilen Abterode (Sitz der Gemeindeverwaltung), Alberode, Germerode, Vockerode, Weidenhausen, Wellingerode und Wolfterode.

Geschichte Die Gemeinde Meißner entstand am 31. Dezember 1971 im Zuge der im Zuge der Gebietsreform in Hessen, durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Abterode, Alberode, Germerode, Vockerode, Weidenhausen und Wellingerode. Die Gemeinde Wolfterode kam am 1. Januar 1974 kraft Landesgesetz hinzu.

Politik Gemeindevertretung Für die Gemeindevertretung der Gemeinde Meißner erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2026

Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 48,8753,4856,51356,11350,01250,012 ÜWG Überparteiliche Wählergemeinschaft Meißner19,5323,3418,9420,5527,2624,55 19,2323,3324,6623,4522,8525,56 Big M Bürgerinitiative gerechtes Meißner12,52–––––––––– Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23 Wahlbeteiligung in % 70,5 68,0 67,0 67,9 69,5 72,8

Bürgermeister Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Meißner neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und fünf weitere Beigeordnete angehören.Gremien: Gemeindevorstand Bürgermeister ist seit dem 1. Januar 2003 Friedhelm Junghans (SPD), der bis dahin büroleitender Beamter der Gemeindeverwaltung war. Er wurde als Nachfolger von Adolf Fritz (SPD), der nach vier Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte, am 13. Oktober 2002 in einer Stichwahl bei 79,5 Prozent Wahlbeteiligung mit 55,9 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgten drei Wiederwahlen, jeweils ohne Gegenkandidaten, zuletzt, pandemiebedingt verschoben, im März 2021.Votemanager: Bürgermeisterwahl Gemeinde Meißner 2021 Durch die verschobene Wahl verschob sich der Beginn der vierten Amtszeit um vier Monate auf den 1. Mai 2021.

Amtszeiten der Bürgermeister; Hinweis: für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden 2003–2027 Friedhelm Junghans (SPD)Werra-Rundschau, 26. September 2020: Friedhelm Junghans wills wieder wissen: Vierte Kandidatur zum Bürgermeister; „Die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Meißner findet zusammen mit den Kommunalwahlen am 14. März 2021 statt. Ursprünglich hätte die Wahl für das Oberhaupt der Gemeinde Meißner schon in diesem Monat stattfinden sollen.“ - HNA, 14. Januar 2023: Seit 20 Jahren ist Friedhelm Junghans Bürgermeister: „Seit 2003 Bürgermeister“ - Telefonische Auskunft der Gemeindeverwaltung: Beginn der vierten Amtszeit verschob sich pandemiebedingt um vier Monate auf den 1. Mai 2021 1979–2002 Adolf Fritz (SPD)Telefonische Auskunft der Gemeindeverwaltung: erste Amtszeit begann 1979

Wappen Die Verwendung des derzeitigen Gemeindewappens hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Meißner am 3. November 1997 beschlossen. Das Wappen wurde in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg erarbeitet und hat folgende Bedeutung:

Da alle Ortsteile von Meißner einst zur Grafschaft Bilstein gehörten und das von den Grafen von Bilstein gestiftete Prämonstratenserinnenkloster Germerode dort über reichen Besitz verfügte, wurde ein Wappenentwurf gewählt, der diesen historischen Tatsachen Rechnung trägt. Das Wappen der Grafen von Bilstein ist durch Siegel aus dem 13. Jahrhundert bekannt. Es zeigt drei aufgerichtete Beile 2:1, wobei die beiden oberen Beile voneinander abgekehrt sind. Die Wappenfarben sind nicht überliefert. Ein Wappen des Prämonstratenserinnenklosters Germerode konnte nicht ermittelt werden. Da die Siegel des Klosters im 13. und 14. Jahrhundert stets die Heilige Jungfrau Maria als Schutzpatronin zeigen, wurde dieses heraldisch durch eine Lilie als Zeichen der Jungfräulichkeit mit einer Krone darüber als Symbol der Himmelskönigin wiedergegeben. Als Anspielung auf den Berg Meißner, der der Kommune auch den Namen gegeben hat, wurde in den Schildfuß des Wappens ein Dreiberg aufgenommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Freizeitangeboten für Familien zählt der Bergwildpark Meißner.

Regelmäßige Veranstaltungen Jährlich am Wochenende nach Fronleichnam findet ein Country-Festival in dem Ortsteil Abterode statt. Am ersten Advent findet jedes Jahr um die Kirche herum der Weihnachtsmarkt statt.

Sport Im Ortsteil Weidenhausen ist der SV Adler Weidenhausen beheimatet. Dessen Fußballmannschaft spielte bis Saison 2025/2026 mehrere Jahre in der fünftklassigen Hessenliga und trägt die Heimspiele auf dem Sportplatz Charlottenloh aus. Beim Hessenpokal 2008 stieß die Mannschaft bis ins Halbfinale vor.

Literatur Erich Hildebrand (Bearb.): Land an Werra und Meißner – Ein Heimatbuch. Bing-Verlag, Korbach 1983, mit Aufsätzen von 40 Autoren, 384 S., zahlr. Abb. Udo Bernhardt, Dagmar Kluthe: Menschen zwischen Werra und Meißner [großformatiger Bild- und Textband, 110 S.]. Eschwege 1997

Weblinks

Internetauftritt der Gemeinde Meißner

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Werra-Meißner-Kreis Kategorie:Gemeindegründung 1971