mini|Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer in Pfaffstätt mini|Luftbild der Pfarrkirche
Die römisch-katholische Pfarrkirche Pfaffstätt steht in der Gemeinde Pfaffstätt im Bezirk Braunau in Oberösterreich. Die auf den heiligen Johannes der Täufer geweihte Kirche gehört zum Dekanat Mattighofen in der Diözese Linz. Die Kirche und der Friedhof stehen unter Denkmalschutz ().
Geschichte Die erste Kirche war vermutlich die dem Hl. Vitus geweihte Kapelle direkt beim damaligen Schloss. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt von 1342.R. Weidl: Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer in Pfaffstätt (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 286). Verlag St. Peter, Salzburg 1996, S. 5.
Die heutige spätgotische Pfarrkirche wurde bald nach Errichtung des neuen Wasserschlosses um 1509 erbaut.R. Weidl: Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer in Pfaffstätt (= Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 286). Verlag St. Peter, Salzburg 1996, S. 6.
Architektur An das einschiffige dreijochige breiträumige Langhaus mit eingezogenen Strebepfeilern schließt ein eingezogener einjochiger Chor mit einem Fünfachtelschluss an. Der niedrige Westturm hat einen achtseitigen Spitzhelm. Die Sakristei hat ein Sterngewölbe. Im Gewölbe des Langhauses und Chores wurden die gotischen Rippen entfernt und 1736 mit Stuck mit reichem Gitter- und Bandwerk von Johann Michael Vierthaler versehen. Die Fresken mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers schuf Franz Wenger aus Braunau (1826).
Einrichtung Der Hochaltar aus 1693 zeigt das Altarbild Enthauptung des Johannes, trägt bemerkenswerte Statuen der Heiligen Christoph und Georg wohl aus dem Umkreis des Thomas Schwanthaler und trägt einen Tabernakel mit einem figuralen Gnadenstuhl wohl aus der Bauzeit des Altares. Es gibt Wechselbilder von Johannes Evangelist Clemens della Croce der Jüngere (1799). Die Seitenaltäre aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden unter Verwendung von barocken Ornamentteilen und Statuen um 1760/1770. Der linke Seitenaltar trägt eine gotische Muttergottesstatue aus Holz um 1470, wohl vom selben Künstler, der die Figur hl. Kunigunde in Auerbach schuf. An der nördlichen Langhauswand steht der Altar hl. Sebastian um 1760/1770 mit einem Stuckmarmoraufbau und guten Statuen, auf diesem Altar steht eine vorzüglich geschnitzte Vitrine mit einer figuralen Darstellung der Dreifaltigkeit und der Evangelisten. Im Schrein ist ein wächsernes bekleidetes Jesuskind aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Über dem Altar ist ein figurales Holzkruzifix aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Rokoko-Kanzel entstand um 1770 mit der Oratoriumsbrüstung. Die Kirchenstühle entstanden um 1730/1740.
Literatur Pfaffstätt. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Oberösterreich. Band III: Innviertel. Verlag Berger, Horn/Wien 2020, ISBN 978-3-85028-770-8, S. 705–709.
Weblinks
Einzelnachweise
Pfaffstatt Pfaffstatt Pfaffstatt
Pfaffstatt Kategorie:Pfaffstätt
Kategorie:Baudenkmal (Oberösterreich) Pfaffstatt Kategorie:Gotisches Bauwerk in Oberösterreich Pfaffstatt Kategorie:Bauwerk im Bezirk Braunau Pfaffstatt