miniatur|hochkant=1.2|Juan Barazi (links) 2009 in Le Mans miniatur|hochkant=1.2|Der Zytek 07S/2 von Juan Barazi, Michael Vergers und Fernando Rees beim 1000-km-Rennen von Silverstone 2008 Juan Barazi (* 22. Januar 1968 in Kopenhagen) ist ein dänischer Jurist, Unternehmer, Rennstallbesitzer und ehemaliger Autorennfahrer.

Familie, Ausbildung und Unternehmertum Juan Barazi entstammt einer weit verzweigten kurdisch-syrischen Familie. Einer seiner Verwandten war Muhsin al-Barazi, in den 1940er-Jahren Ministerpräsident der Syrischen Republik. Al-Barazi wurde 1949 nach einem misslungenen Staatsstreich hingerichtetÜber die Familie von Juan Barazi. Juan Barazi studierte mit Abschlüssen Rechtswissenschaft in der Schweiz und arbeitete als Investor im afrikanischen Minengeschäft. Er lebt in der angolanischen Hauptstadt Luanda.

Karriere als Rennfahrer Nach Anfängen im Kartsport begann Barazi seine Monopostokarriere in der britischen Formel-Ford-Meisterschaft, die er 1999 als Gesamtzweiter beendete. Bekannt wurde Barazi allerdings als GT- und Sportwagenpilot. 2005 bestritt er seine erste komplette Saison in der European Le Mans Series und gab sein Debüt beim 12-Stunden-Rennen von Sebring und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Seinen ersten großen Erfolg feierte er 2006, als er gemeinsam mit Michael Vergers und Jean-Philippe Belloc im Courage C65 hinter Emmanuel Collard und Jean-Christophe Boullion im Pescarolo C60 Gesamtzweiter beim 1000-km-Rennen von Istanbul wurde.1000-km-Rennen von Istanbul 2006 Ende des Jahres gewann er mit Partner Vergers die LMP2-Gesamtwertung der Le Mans Series.Le Mans Series 2006

2007 beendete er die LMP2-Gesamtwertung dieser Rennserie als Dritter.Le Mans Series 2007 Barazi war in seiner Karriere sechsmal in Le Mans am Start. Zum letzten Mal trat er 2010 zu dem 24-Stunden-Rennen in Westfrankreich an. Gemeinsam mit Darren Turner und Sam Hancock fuhr er einen Lola-Aston Martin LMP1. In der letzten Rennstunde fiel der Wagen, an der vierten Stelle der Gesamtwertung liegend, mit Motorschaden aus. Am Ende des Jahres beendete er seine Karriere als Fahrer.

Barazi-Epsilon 2000 gründete Barazi ein eigenes Rennteam, aus dem 2005 Barazi-Epsilon wurde. Michel Lecomte hatte Epsilon Euskadi verlassen und kam in diesem Jahr als Partner zu Barazi. Das Team war bis 2010 in unterschiedlichen Rennserien wie der European Le Mans Series, der britischen Formel-3-Meisterschaft und der Superleague Formula aktiv.

Automobilsammlung

Juan Barazi besitzt einige historische Rennfahrzeuge. Zur Sammlung gehören ein Aston Martin DB3S, ein Aston Martin DB4 GT Zagato, ein Ferrari 250LM, ein Porsche 917 und ein Jaguar E-Type Lightweight.

Statistik

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 2005 Intersport Racing Courage C65 Bastien Brière Sergei Zlobin Ausfall Aufhängung 2006 Barazi-Epsilon Courage C65 Michael Vergers Neil Cunningham Rang 21 2007 Barazi-Epsilon Zytek 07S/2 Michael Vergers Karim Ojjeh Ausfall Unfall 2008 Barazi-Epsilon Zytek 07S/2 Michael Vergers Stuart Moseley Rang 29 2009 Barazi-Epsilon Zytek 07S/2 Phil Bennett Stuart Moseley Rang 28 2010 Aston Martin Racing Lola-Aston Martin LMP1 Darren Turner Sam Hancock Ausfall Motorschaden

Sebring-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkolleg Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 2005 IN2 Racing Porsche 996 GT3-RSR Michael Vergers Andrew Thompson Rang 16 2006 Barazi Epsilon Courage C65 Michael Vergers Elton Julian Rang 15 2008 Barazi Epsilon Zytek 07S Michael Vergers Jean-Christophe Ravier Ausfall Unfall

Weblinks

Juan Barazi bei der Driver Database Juan Barazi bei Racing Sports Cars

Einzelnachweise

Kategorie:Rennfahrer (Dänemark) Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Kategorie:Rennfahrer des 12-Stunden-Rennens von Sebring Kategorie:Unternehmer (Dänemark) Kategorie:Däne Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Mann