Die Scheckendrossel (Turdus cardis) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae). Sie gehört nicht zu den gefährdeten Arten.
Beschreibung Der dunkelgraue männliche Vogel hat einen gelben Schnabel, einen gelben Irisring und helles, geschecktes Brustgefieder. Das Weibchen ist eher unauffälliger und besitzt bräunliches Gefieder, ist aber ebenfalls gescheckt. Die Scheckendrossel ist im Vergleich zu den anderen Vertretern der Gattung Echte Drosseln etwas kleiner und erreicht eine Körperlänge von 22 cm.
Lebensraum Neben Japan (Zentralhonshū), China, Nordkorea, Südkorea, Laos zählt noch Thailand und Vietnam zum Verbreitungsgebiet. Sie lebt in dichten Laubwäldern.
Unterarten Turdus cardis , 1831Coenraad Jacob Temminck (1831), Tafel 358 und Text. wird von der International Ornithological Union als monotypisch betrachtet.
Die von Erwin Stresemann 1929 beschriebene Unterart Turdus cardis merulinus wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet.Erwin Stresemann (1929), S. 140. Ebenso werden die von Haruo Fushihara 1959 Turdus cardis yessoensisHaruo Fushihara (1959), S. 66. sowie die von John Eliot Thayer und Outram Bangs Turdus cardis lateusJohn Eliot Thayer u. a. (1909), S. 140. beschriebenen Unterarten als Synonym betrachtet.
Ernährung Die Scheckendrossel ernährt sich hauptsächlich von Früchten, und Beeren, aber auch von Würmern und Insekten.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Scheckendrossel erfolgte 1831 durch Coenraad Jacob Temminck unter dem wissenschaftlichen Namen Turdus cardis. Das Typusexemplars wurde von Philipp Franz von Siebold in Japan gesammelt. Die Publikationsgeschichte von Nouveau recueil de planches coloriées zog sich über einen Zeitraum von 1820 bis 1839. Turdus cardis wurde als Teil der Lieferung 87 im Jahr 1831 publiziert.Edward Clive Dickinson (2001), S. 38. Schon 1758 führte Carl von Linné die Gattung Turdus ein.Carl von Linné, S. 168. »Turdus« ist der lateinische Name für »Drossel«.James A. Jobling, S. 393. Der Artname »cardis« könnte sich von auf die Markierungen der Spielkarte Pik auf der Unterseite der Scheckendrossel beziehen.James A. Jobling, S. 91. »Merulinus« bezieht sich auf das lateinische Wort »merula« für »Amsel«.James A. Jobling, S. 251. »Yessoensis« bezieht sich auf Yezo. »Lateus« leitet sich vom lateinischen »latere« für »verborgen sein« ab und bedeutet somit »mysterisch, versteckt«.James A. Jobling, S. 219.
Galerie
Literatur Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1993, ISBN 3-423-05970-2.
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Einzelnachweise
Kategorie:Drosseln