mini|Albert Gliemann, Selbstporträt um 1845, Morgan Library & Museum Philipp Albert Gliemann (* 26. Dezember 1822 in Wolfenbüttel, Herzogtum Braunschweig; † 25. April 1871 in Dresden) war ein deutscher Historien-, Genre- und Porträtmaler.

Leben mini|Mittagsrast bei der Erntearbeit, 1852 Gliemann verbrachte seine Kindheit in Braunschweig, wo er seinen Vater, der als Maler bei der Lackwarenfabrik Stobwasser tätig war, unterstützen musste. Ab 1844 studierte er an der Dresdner Kunstakademie. Ab 1847 war er Atelierschüler von Julius Hübner, anschließend freischaffender Maler in Dresden. Gliemann unternahm Studienreisen nach Paris und Antwerpen. Nachdem er zunächst vorwiegend Historien- und Genrebilder gemalt hatte, wandte er sich ab etwa 1852 zunehmend der Porträtmalerei zu, in der es ihm gelang, kultivierte akademische Bildnisse zu schaffen, die die Gesamterscheinung und Physiognomie der Porträtierten in Stofflichkeit und Inkarnat detailliert wiedergeben. Gliemann, der in Dresden zu einem der gesuchtesten Porträtmaler avancierte, schuf auch Bildnisse für den Dresdner Hof.

Werke (Auswahl) mini|Blumenmädchen Mittagsrast bei der Erntearbeit, 1852 Porträt der Großherzogin von Toskana, Maria von Sachsen, 1852 Porträt der Augusta Sahrer von Sahr, 1855 Porträt König Johanns, 1862, Herrscherbildnis für den Senatssaal des Leipziger AugusteumsBirgit Finger: Das Haus Wettin im traditionellen Herrscherbild. In: Winfried Müller, Martina Schattkowsky (Hrsg.): Zwischen Tradition und Modernität. König Johann von Sachsen 1801–1873. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 3-936522-86-3, S. 302 (Google Books) Selbstporträt, Morgan Library & Museum, New York CityAlbert Gliemann: Self-Portrait, Webseite im Portal themorgan.org, abgerufen am 20. August 2016 Blumenmädchen Porträt des New Yorker Rechtsanwalts James Talmadge Van Rensselaer, Albany Institute of History and Art, Albany/New York Porträt des US-Militärs John L. Worden, U.S. Naval Academy Museum, Annapolis/Maryland

Literatur Carl Clauß: Gliemann, Philipp Albert. In: Allgemeine Deutsche Biographie. Band 9 (1879), S. 236 Allgemeines Künstlerlexikon: Bio-bibliographischer Index A–Z. Band 4: Gaci – Hodson, K. G. Saur Verlag, München 2000, ISBN 3-598-23914-9, S. 227

Weblinks

Albert Gliemann, Datenblatt im Portal rkd.nl (Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie) Albert Philipp Gliemann, Auktionsresultate im Portal artnet.de

Einzelnachweise

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