mini|Familienwappen Joseph Anton von Kageneck (* 2. Januar 1701 in Bleichheim; † 22. Oktober 1747 in Mannheim) war ein kurpfälzischer Kammerherr, Burgmann zu Friedberg und Inhaber diverser Ortsherrschaften.
Leben und Wirken Er entstammte dem Freiherrengeschlecht von Kageneck. Sein Großvater Johann Friedrich von Kageneck (1633–1705) amtierte als Vizestatthalter von Vorderösterreich, seine Eltern waren Philipp Ludwig von KageneckZeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band 27, 1912, S. 382; (Ausschnittscan zum Vater)Genealogische Webseite zum Vater und Maria Anna geb. von Baden zu Liel.
1726 vermählte er sich mit Luzia Josepha von Sickingen (1703–1751), Tochter des kurpfälzischen Konferentialministers und Obristkämmerers Johann Ferdinand von Sickingen († 1719).Genealogische Seite zum Paar Deren Bruder Joseph Karl Ferdinand Friedrich Franz Anton von Sickingen (1708–1787) heiratete Maria Charlotte Amalia von Hacke, Tochter des kurpfälzischen Oberstforst- bzw. Oberstjägermeisters Ludwig Anton von Hacke (1682–1752).Heraldische Webseite zu den Brüdern Carl Anton Joseph Johann Damian von Sickingen (1702–1785), ein weiterer Bruder, ehelichte Maria Antonia Charlotte, Gräfin von Seinsheim (1711–1747),Genealogische Seite zum Paar die Schwester des Würzburger Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim. Maximilian Johannes Jakob von Sickingen (1714–1795), ein anderer Bruder der Ehefrau, amtierte als Domkapitular in Würzburg und seine Grabplatte ist im dortigen Domkreuzgang erhalten.Genealogische Webseite zu den Geschwistern von Sickingen mini|Allianzwappen Kageneck und Sickingen am Schloss Stegen-Weiler mini|Überlieferte Epitaphinschrift aus dem Thesaurus Palatinus Joseph Anton von Kageneck wurde durch Erbfolge Ortsherr der Gemeinden Bleichheim, Munzingen, Merdingen, Weiler und Hipsheim/Elsass. Schloss Stegen-Weiler ließ er im Barockstil umbauen, wovon noch das über der Hauptpforte befindliche Allianzwappen Kageneck und Sickingen herrührt.
Laut Epitaphinschrift bekleidete der Freiherr außerdem die Stellungen eines kurpfälzischen Kammerherrn, eines kaiserlichen Burgmannes auf Burg Friedberg und eines Assessors der vorderösterreichischen Ritterschaft.
Kageneck hatte keine eigenen Kinder, scheint jedoch sehr fromm, wohltätig und bei seinen Untertanen beliebt gewesen zu sein. Als er 1747 starb, ließ man ihn in der Mannheimer Pfarrkirche St. Sebastian beisetzen, wo er ein Epitaph erhielt, das heute nicht mehr existiert. Die anrührende Inschrift wird jedoch im Thesaurus Palatinus des Landeshistorikers Johann Franz Capellini von Wickenburg († 1752) überliefert. Dort heißt es u. a.:
Literatur Jakob Baroggio: Die Geschichte Mannheims von dessen Entstehung bis 1861, Mannheim 1861, S. 499; books.google.de Johann Franz Capellini von Wickenburg: Thesaurus Palatinus. Heidelberg 1752, Band 1, S. 351 u. 352; ub.uni-heidelberg.de
Weblinks Genealogische Webseite zur Person Genealogische Webseite zu Eltern und Geschwistern Hinweis zu einem Grundstückskauf durch Joseph Anton von Kageneck, 1746; in: Die Ortenau: Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden, 34. Heft, 1954, S. 195; (Digitalscan) Urkundenregest zu Joseph Anton von Kageneck bzw. seiner Witwe Einzelnachweise
Kategorie:Freiherr Kategorie:Person (Kurpfalz) Kategorie:Person (Herbolzheim) Kategorie:Person (Mannheim) Joseph Anton Kategorie:Geboren 1701 Kategorie:Gestorben 1747 Kategorie:Mann