mini|hochkant|Turm der Stiftsbasilika St. Martin (sog. Martinsturm), der höchste Backsteinturm der Welt
Die Liste von Sakralbauten in Landshut nennt Kirchengebäude und sonstigen Sakralbauten in der kreisfreien Stadt Landshut, Bayern.
Eingeschlossen sind die eingemeindeten Stadtteile. Der Übersicht halber sind die Kirchen alphabetisch sortiert und mit einem Hinweis auf den Stadtteil versehen. Bei der alphabetischen Sortierung ist der Weihe-Name (bei katholischen Kirchen) relevant und nicht der Beiname.
Katholische Kirchen In der römisch-katholischen Kirche gibt es die Besonderheit, dass die Stadt Landshut zwischen zwei Diözesen aufgeteilt ist. Die Stadtteile rechts (südlich) der Isar gehören zum Erzbistum München und Freising, die Stadtteile links (nördlich) der Isar werden zum Bistum Regensburg gezählt. Diese Grenzziehung wurde bereits im Jahr 1157 festgeschrieben. Die einzige Ausnahme auf dem Stadtgebiet von Landshut bildet die Pfarrei St. Vinzenz von Paul in Auloh mit den Filialkirchen Mariä Heimsuchung in Frauenberg und St. Michael in Schweinbach, welche zwar rechts der Isar liegt, aber trotzdem dem Bistum Regensburg zugerechnet wird. Da die Landshuter Altstadt rechts der Isar bzw. auf der Insel zwischen Kleiner und Großer Isar liegt, gehören die meisten historischen bedeutenden Kirchenbauten zum Erzbistum München und Freising.
Afrakapelle, Nikola Die zum Kloster Seligenthal gehörende Afrakapelle (ehemals Johanniskapelle) ist älter als die Abteikirche Mariä Himmelfahrt. Vor deren Fertigstellung wurden die Messen der klösterlichen Gemeinschaft wohl in der Afrakapelle gefeiert. Diese muss zügig nach der Klostergründung 1232 erbaut worden sein, da bereits 1240 die Klosterstifterin Ludmilla von Böhmen hier beerdigt wurde. In der Afrakapelle befindet sich ein Spätrenaissance-Altar aus dem Jahr 1613, der gotische Figuren von Maria mit dem Jesuskind, Johannes’ des Täufers und des Evangelisten Johannes enthält.
Bistum: Regensburg
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Ehem. Dominikanerkirche St. Blasius, Altstadt mini|Hauptfassade der Dominikanerkirche Die sogenannte Dominikanerkirche, heute eine Nebenkirche der Pfarrei St. Jodok, wurde im 14. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt sie bei einer Umgestaltung im Stile des Rokoko durch Johann Baptist Zimmermann von 1747 bis 1749. Die Westfassade wurde im Jahr 1805 klassizistisch umgestaltet. Seit der Säkularisation des Dominikanerklosters im Jahr 1802 befindet sich die Kirche in staatlichem Besitz. Besonders sehenswert ist das kunstvolle barocke Chorgestühl. Neben dem wöchentlichen Sonntagsgottesdienst ziehen besonders die Orgelkonzerte und der Landshuter Krippenweg in der Advents- und Weihnachtszeit viele Besucher an.
Bistum: München und Freising
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Heilig Blut, Berg mini|Pfarrkirche Heilig Blut im Stadtteil Berg ob Landshut Die Pfarrkirche Heilig Blut ist geistlicher Mittelpunkt des 1928 eingemeindeten Stadtteils Berg ob Landshut. Der gotische Bau aus dem 15. Jahrhundert ist vor allem durch seine in Altbayern einzigartigen Rundtürme bekannt. Rund um die Kirche befindet sich noch ein alter Dorffriedhof.
Bistum: München und Freising
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Heilig Geist, Altstadt mini|Heilig-Geist-Kirche Die Heilig-Geist-Kirche ist neben St. Martin und St. Jodok die dritte große Vertreterin der Landshuter Backsteingotik. Die Kirche wurde in der Zeit von 1407 bis 1461 errichtet. Bis zu seinem Tod 1432 fungierte der berühmte Hans von Burghausen, Begründer der Landshuter Bauhütte, als Baumeister. Der durch hohe Fenster beleuchtete Kirchenraum ist innen ungewöhnlich hell und zählt mit seinem Chorumgang zu den bemerkenswertesten Raumschöpfungen der Spätgotik in Altbayern. Die Kirche wird heute vorwiegend als Ausstellungsraum der Museen der Stadt Landshut genutzt. In der Nebenkirche der Pfarrei St. Martin findet jährlich nur noch der Patroziniumsgottesdienst am Pfingstmontag statt.
Bistum: München und Freising
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Ehem. Jesuitenkirche St. Ignatius, Altstadt Die sogenannte Jesuitenkirche am oberen Ende des Straßenzuges Neustadt ist ein eindrucksvolles Kirchengebäude, das stilistisch zwischen Renaissance und Barock anzusiedeln ist. Das turmlose Gotteshaus wurde von 1629 bis 1641 in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges erbaut. Der üppige Stuck im Innenraum wurde zwischen 1640 und 1647 von dem Wessobrunner Meister Mathias Schmuzer geschaffen. Die Jesuitenkirche gehört heute zur Pfarrei St. Martin und wird als Hauptkirche der Marianischen Männerkongregation für Landshut und Umgebung angesehen. Seit 2007 dauern umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in der Kirche an, deren Ende vorläufig noch nicht absehbar ist (Stand: August 2016).
Bistum: München und Freising
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St. Jodok, Altstadt mini|St. Jodok Die Jodokskirche bildet den Mittelpunkt des 1338 gegründeten Stadtteils Freyung. Der Mitte des 14. Jahrhunderts errichtete gotische Basilika wurde im Jahre 1369 nach St. Martin zur zweiten Pfarrkirche Landshuts. Nach einem verheerenden Brand im Jahre 1403 wurde das ursprüngliche Konzept des Baus maßgeblich weiterentwickelt. Der Kirchturm ist mit rund 80 Metern Höhe nach dem Martinsturm der zweithöchste der Stadt.
Bistum: München und Freising
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Ehem. Ursulinenkirche St. Joseph, Altstadt mini|Ehem. Ursulinenkirche St. Joseph Die Kirche St. Joseph war die Klosterkirche des 2016 aufgelösten gleichnamigen Ursulinenklosters in der Landshuter Neustadt. Die barocke Kirche wurde 1679 geweiht und war vor allem im 18. Jahrhundert Ziel einer beliebten Wallfahrt. Das dabei verehrte Gnadenbild Unsere Liebe Frau mit dem geneigten Haupte wurde 1680 von einem Kanoniker des Kollegiatstifts St. Martin gestiftet und war ab 1699 am Hochaltar der Kirche ausgestellt.
Bistum: München und Freising
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St. Konrad, Nikola mini|Pfarrkirche St. Konrad Die Pfarrkirche St. Konrad ist ein modernes Kirchengebäude, das in den Jahren 1950 und 1951 nach den Plänen des Münchner Architekten Friedrich Ferdinand Haindl errichtet wurde. Bereits im Februar 1952 wurde St. Konrad zur Pfarrkirche erhoben. Das damals stark wachsende Gebiet des sogenannten Schlachthofviertels wurde hiermit von der Pfarrei St. Nikola abgespalten.
Bistum: Regensburg
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St. Maria, Altstadt Direkt neben der Martinskirche wurde Mitte des 15. Jahrhunderts die der heiligen Maria geweihte, sogenannte Frauenkapelle (auch Engelkapelle genannt) errichtet. Sie wurde im Jahr 1706 durch Stadtmaurermeister Wolfgang Ehehamb barock umgebaut und durch den Wessobrunner Johann Georg Bader stuckiert. Am Rokoko-Altar befindet sich eine gotische Marienfigur aus der Zeit um 1480, flankiert von Figuren des heiligen Joachim und der heiligen Anna von dem Landshuter Bildschnitzer Christian Jorhan d. Ä. Seit 2015 feiert hier die melkitische griechisch-katholische Kirche ihre Gottesdienste in arabischer Sprache.
Bistum: München und Freising
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Wallfahrtskirche Maria Bründl, Berg mini|Wallfahrtskirchlein Maria Bründl im Stadtteil Berg ob Landshut Die Wallfahrtskirche Maria Bründl im ehemals eigenständigen Stadtteil Berg ob Landshut wurde im Jahr 1719 im barocken Stil errichtet. Der Ursprung der Wallfahrt geht auf 1661 wiederentdeckte Quelle zurück, welche zuvor jahrelang versiegt war. Der Landshuter Riemer Thomas Amplatz fasste die Quelle ein und errichtete zunächst eine hölzerne Kapelle. Er betreute die Wallfahrer bis zu seinem Tod im Jahr 1674. Sogar der bayerische Kurfürst Ferdinand Maria reihte sich 1663 in die Schar der Pilger ein. Das Kirchlein liegt am südlichen Stadtrand von Landshut und ist nur fußläufig zu erreichen. Der von mächtigen Kastanien schattige Rastplatz neben der Kirche bietet einen herrlichen Blick über die Felder und Wiesen des sogenannten Salzdorfer Tals.
Bistum: München und Freising
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Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, Frauenberg Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, eine Filialkirche der Pfarrei St. Vinzenz von Paul in Auloh, befindet sich in dem erst 1974 eingemeindeten Stadtteil Frauenberg – dem östlichsten Stadtteil Landshuts, der seine dörfliche Struktur bis heute erhalten hat. Die weithin sichtbare Kirche ist eine spätgotische Hallenkirche, die Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut und später barockisiert wurde. Der Turmunterbau stammt wahrscheinlich noch von einer romanischen Vorgängerkirche. Vom Kirchhof bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf das Isartal.
Bistum: Regensburg
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Abteikirche Mariä Himmelfahrt, Nikola mini|Abteikirche Mariä Himmelfahrt Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist die Abteikirche der Zisterzienserabtei Seligenthal am Bismarckplatz. Die im Kern romanische Kirche, ein Zentralbau mit kreuzförmigem Grundriss, wurde 1259 geweiht. Eine tiefgreifende Veränderung erfuhr das Gotteshaus in den Jahren 1732 bis 1734, als der Landshuter Hofmaurermeister Johann Georg Hirschstötter, sein Münchner Kollege Johann Baptist Gunetzrhainer sowie der Wessobrunner Maler und Stuckateur Johann Baptist Zimmermann einen Umbau im Stile des frühen Rokoko durchführten. Die damaligen Veränderungen prägen die Klosterkirche bis heute.
Bistum: Regensburg
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Alt-St. Margaret, Achdorf mini|Innenraum der alten St.-Margaret-Kirche Alt-St. Margaret ist die alte Pfarrkirche des 1928 eingemeindeten Stadtteils Achdorf. Die spätgotische Kirche wurde um 1440 im Stil der berühmten Landshuter Bauhütte errichtet und in der Barockzeit teilweise umgestaltet. Die Hochaltarfiguren der Heiligen Maria, Barbara und Katharina sowie eine Alabasterfigur der heiligen Margareta stammen jedoch noch aus der Erbauungszeit der Kirche. Da sich rund um die Kirche einst der Dorffriedhof von Achdorf befand, findet man dort heute noch alte schmiedeeiserne Grabkreuze. Auch die spätgotische Friedhofskapelle und die alte Friedhofsmauer sind noch erhalten.
Bistum: München und Freising
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Neu-St. Margaret, Achdorf mini|Pfarrkirche Neu-St. Margaret im Stadtteil Achdorf Durch das starke Wachstum des Stadtteils Achdorf war Anfang des 20. Jahrhunderts ein Kirchenneubau dringend notwendig. Dieser wurde in den Jahren 1909 bis 1911 etwa 150 Meter östlich der alten Pfarrkirche ausgeführt. Die Innenausbau, der aus finanziellen Gründen nie vollendet wurde, zog bis 1922 hin. Im selben Jahr wurde die Kirche durch Kardinal Faulhaber geweiht. Architekt der neobarocken Pfarrkirche Neu-St. Margaret war Heinrich Hauberrisser.
Bistum: München und Freising
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St. Martin, Altstadt mini|Stiftsbasilika St. Martin, das bedeutendste Kirchengebäude der Stadt Landshut Die sogenannte Martinskirche ist die Hauptkirche Landshuts und mit ihrem 130,1 Meter hohen Turm, dem höchsten Backsteinturm der Welt, das Wahrzeichen der Stadt. Die von etwa 1385 bis 1500 auf den Resten eines romanischen Vorgängerbaus errichtete Hallenkirche gehört zu den bedeutendsten gotischen Kirchen Süddeutschlands. Aus der Entstehungszeit der Kirche stammen die Bauskulptur an den Portalen, der Hochaltar und die Kanzel. Im Jahr 1598 wurde das Kollegiatstift St. Kastulus von Moosburg nach St. Martin verlegt. Nach einer Unterbrechung ab 1803 wurde das Kollegiatstift im Jahr 1937 auf die Bitte von Kardinal Faulhaber durch Papst Pius XI. wieder eingerichtet. Im Jahr 2001 erfolgte die Erhebung zur Basilica minor.
Bistum: München und Freising
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St. Michael, Schweinbach Die Kirche St. Michael im östlichen Stadtteil Schweinbach ist eigentlich eine Filialkirche der Pfarrei St. Vinzenz von Paul in Auloh (Bistum Regensburg), wird aber seit Jahren von der Pfarrei St. Peter und Paul in der Landshuter Kernstadt (Erzbistum München und Freising) betreut. Das Barockkirchlein im Wiesengrund des wildromantischen Schweinbachtals, das Platz für etwa 60 Gläubige bietet, dürfte um 1775 entstanden sein.
Bistum: Regensburg; seelsorgliche Zuordnung vertraglich an die Pfarrei St. Peter und Paul (München und Freising) übertragen
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Alt-St. Nikola, Nikola