Die Langschwanznymphe (Thalurania watertonii) ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art ist endemisch in Brasilien.IOC World Bird List Hummingbirds Der Bestand wird von der IUCN als stark gefährdet (Endangered) eingeschätzt.

Merkmale Die männliche Langschwanznymphe erreicht eine Körperlänge von 13 cm, wobei Flügel 5,7 cm, der Schwanz 6 cm und der Schnabelrücken 2 cm ausmachen. Der Oberkopf und der Nacken sind dunkelgrün, der Vorderrücken dunkel violettblau. Der Hinterrücken ist dunkel blaugrün. Die Unterseite leuchtet grasgrün, die Flanken sind violettblau. Der Schwanz und die Unterschwanzdecken sind stahlblau. Dabei haben sie schwärzlich purpurne Flügel. Der Schnabel ist schwarz. Die weibliche Langschwanznymphe erreicht eine Körperlänge von 10,2 cm, wobei Flügel 5,9 cm, der Schwanz 3,7 cm und der Schnabelrücken 2 cm ausmachen. Sie sind vom Oberkopf bis zu Vorderrücken goldgrün, was am Hinterrücken und den mittleren Schwanzfedern in eine blaugrüne Färbung übergeht. Die Unterseite ist schmutzig weiß. Die seitlichen Steuerfedern sind grün mit einer breiten subterminalen stahlblauen Binde sowie weißen Spitzen. Der Schnabel ist ebenfalls schwarz.Rolf Grantsau, S. 90.

Verhalten Ihren Nektar holen sie sich von blühenden Reben, Kakteen, Epiphyten. Büschen und Bäumen, wie z. B. Passionsblumengewächsen, Kakteengewächsen, Bromeliengewächsen, Riemenblumengewächsen, Eisenkrautgewächsen, Rötegewächsen und Hülsenfrüchtler. Gelegentlich klammern sie sich an lange Blumenkronen, um an Nektar zu kommen. Insekten fangen sie im Flug. Vor allem die Männchen sind sehr territorial und verteidigen ihr Revier aggressiv gegen eindringende Artgenossen oder auch andere Arten.Karl-Ludwig Schuchmann u. a.

Fortpflanzung Ihre Eier wiegen 0,5 g bei einem Volumen von 14,5 × 9,3 mm. Die Brutzeit dauert von November bis Februar. Sie bauen ein kelchförmiges Nest aus Würzelchen und Moos, welches mit Spinnweben zusammen gehalten wird. Dieses bringen sie horizontal ca. 1,5 bis 2,5 m über der Erde in den Zweigen von Gebüsch oder kleineren Bäumen an und meist von überhängenden Blättern verdeckt wird. Ein Gelege beinhaltet zwei Eier, die vom Weibchen ausgebrütet werden. Die Nestlinge sind schwärzlich mit zwei weißlichen Streifen am Rücken. Nach ca. 20 Tage werden sie flügge. Ihren ersten Nachwuchs bekommen sie Anfang des zweiten Jahres.

Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet (grün) der Langschwanznymphe Meist findet man sie in den küstennahen Regenwäldern, geschlossen bis halboffenen Lichtungen, bei Plantagen und in Parks in Höhenlagen vom Meeresspiegel bis zu 500 Metern in den unteren bis mittleren Straten immer in der Nähe von Vegetation. Sie gelten als Standvogel mit kleinerem herumziehen ins Innenland in der Blütezeit. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich an den Küstengebieten der Bundesstaaten Ceará, Rio Grande do Norte, Paraíba, Pernambuco, Alagoas, Sergipe bis Bahia.

Etymologie und Forschungsgeschichte Jules Bourcier beschrieb die Langschwanznymphe unter dem Namen Trochilus Watertonii. Als Fundort nannte er Mibiri Creek 40 Meilen vom Essequibo-Fluss.Jules Bourcier, S. 44. Erst später wurde die Art der Gattung Thalurania zugeordnet, die John Gould 1848 für eine Unterart der Schwalbennymphe (Thalurania furcata viridipectus) einführte.John Gould (1848), S. 13. »Thalurania« leitet sich aus den griechischen Worten »thalos, « für »Kind, Nachkomme« und »ouranos, « für »Himmel« ab.James A. Jobling, S. 383 Das Artepitheton »watertonii« ist Charles Waterton (1782–1865) gewidmet, der das Typusexemplar 1844 George Loddiges zum Verkauf angeboten hatte.Étienne Mulsant u. a., S. 78.

Literatur

Weblinks

. Factsheet auf BirdLife International

Einzelnachweise

Kategorie:Kolibris Kategorie:Endemischer Vogel Brasiliens