Reziproke Immanenz ( „gegenseitiges In-Sein“) beschreibt nach Aussagen vor allem der johanneischen Theologie das innertrinitarische Verhältnis von Gott Vater und Gott Sohn, sowie die Beziehung des Menschen zu Gott durch Jesus Christus (vgl. und ).
Jesus Christus lebe und existiere nach Johannes ausschließlich in und aus Gott. Dieses Vater-Sohn-Verhältnis überträgt der Evangelist wiederum auf die Beziehung zwischen dem auferstandenen Jesus und seinen Jüngern.Klaus Scholtissek: „Er kam in sein Eigentum - und die Eigenen nahmen ihn nicht auf“ (Joh 1,11) Geist und Leben. Zeitschrift für christliche Spiritualität 72. Heft 6 1999, S. 436–451 (PDF; 0,3 MB)
Johannes nennt außerdem Gott Vater nie als direkten Empfänger der Liebe der Glaubenden. Die Liebe zu Gott ist demnach nur durch die Liebe zu Jesus möglich, die im Evangelium nach Johannes das entscheidende Kennzeichen der Jüngerschaft ist.Margareta Gruber OSF: Freundschaft als Lebensform. Johanneische Grundlegung für eine diakonische Kirche. Liebe bewegt und verändert die Welt, Bonifatius Verlag, Paderborn, 2008, S. 420–435 (PDF; 0,1 MB) Aber auch in den Evangelien von Matthäus und Lukas finden sich Beschreibungen reziproker Immanenz (vgl. und ).
Siehe auch Perichorese Transzendenz
Literatur
Romano Guardini: Vorschule des Betens Benziger Verlag, Einsiedeln, 1943, ISBN 978-3-7867-2911-2
Einzelnachweise
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