Oxana Omelchuk (, Transkription Oksana Omeltschuk, auch Oxana, wiss. Transliteration ; * 1975 in Bjarosa, Sowjetunion, heute Belarus) ist eine belarussische Komponistin, die in Deutschland lebt.

Leben und Werk Oxana Omelchuk wurde in der damals zur Sowjetunion gehörenden Stadt Bjarosa geboren, die seit 1991 der neu gegründeten Republik Belarus angehört. Nach ihrer schulischen Ausbildung studierte sie an der Belarussischen Staatlichen Musikakademie bei Wiktor Wojtik (2000–2001), anschließend (2002–2007) an der Hochschule für Musik in Köln im Fach Komposition bei Johannes Fritsch und im Fach Elektronische Komposition bei Michael Beil. Omelchuk schloss ihr Studium mit dem Magister ab.Vgl. Eigenangaben auf der Homepage:

Sie erhielt Preise und Stipendien, wie ein DAAD-Stipendium 2003, das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln 2006, ein Aufenthalts-Stipendium im Künstlerdorf Schöppingen 2007, das Baldreit-Stipendium der Stadt Baden-Baden 2009, ein Stipendium des Kölnischen Kunstvereins 2011 und ein Aufenthalts-Stipendium in der Villa Aurora 2018.Villa Aurora-StipendiatInnen 2018, Villa Aurora, 14. Juli 2017, abgerufen am 15. Juli 2017.

Omelchuk ist vor allem im Bereich der Neuen Musik tätig. Uraufführungen ihrer Kompositionen gab es unter anderem bei Festivals Neuer Musik in Wuppertal, oft in Köln (Romanischer Sommer, junge biennale, Acht Brücken), in München bei der Münchener Biennale und der musica viva sowie bei den Donaueschinger Musiktagen. Omelchuk schuf mehrere Auftragskompositionen und erhielt dazu u. a. Aufträge vom Deutschen Musikrat (DMR), vom WDR, von der Kunststiftung NRW, vom SWR und von verschiedenen Kölner Festivals und Ensembles, mit denen sie eng zusammenarbeitet. Der Deutschlandfunk brachte am 12. September 2020 ein einstündiges Porträt-Radiofeature zu ihrem musikalischen Schaffen.Egbert Hiller: , musikalisches Doku-Porträt im Deutschlandfunk, 12. September 2020, abgerufen am 9. Februar 2026 Zu hören ist sie auch auf Simon Rummels Album Singinging (2023).

Charakteristisch für ihre Kompositionen ist nicht das Ziel, völlig Neues zur Welt zu bringen, vielmehr „Vorhandenes, von ihr Wiedergefundenes ins Heute zu transformieren“.

Seit Oktober 2025 lehrt Oxana Omelchuk als Gastprofessorin für Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. 2026 wurde sie mit dem Heidelberger Künstlerinnenpreis ausgezeichnet.

Oxana Omelchuk ist verheiratet, das Ehepaar lebt und arbeitet in Köln.

Werke Omelchuk schuf Kompositionen für Musiktheater, Chor, Orchester, Ensemble, Kammermusik und Soloinstrumente. Nachfolgend eine Auswahl ihrer Arbeiten aus dem Zeitraum 2004–2014:Vgl. auszugsweises Werkverzeichnis auf der Homepage von Oxana Omelchuk:

Musiktheater Gescheiterte Vorstellung (für 3 Darsteller und Tonband, 2006) Frühlingsrufe (für 3 Sängerinnen und Tonband, 2007) Prinzessin auf der Erbse (für einen Puppenspieler, Mandoline, Gitarre, Singende Säge und Schlagzeug, 2007) Gegrüßet seist du, Kö… (Performance für orgelspielende Sängerin, 2008) Chor Ubi Caritas (für Frauenchor, 2009) Gaunerlieder (für gemischten Chor, 2014) Orchester Tschastuschka (für Orchester, 2009) Der Mantel-Suite (für Orchester, 2009) Ensemble Quodlibet (für Flöte, Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello, Cembalo und Schlagzeug, 2006) Temps Dèchirès (für Ensemble: Flöte, Kontrabassklarinette, Flügelhorn, Triangel, Posaune, Harfe, Klavier, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass und 2 Schlagzeuger, 2008) Cereals (für Ensemble und Zuspiel, 2011) Staahaadler Affenstall (für Drumset, Ensemble und Samplepads, 2012) Befehl–Pferd–Pfeil (für 34 Blockflöten und Zuspiel, 2013) Kammermusik Sieben Intraden (für Klarinette, Trompete, Posaune, Bassposaune, Kontrabass, Orgel und Schlagzeug, 2004) Canti del Paradiso (für Sopran, Flöte, Trompete, Horn, Harmonium und Schlagzeug; auf Texte der Göttlichen Komödie von Dante, 2005) Saltando II (für 2 Gitarren und 2 Schlagzeuger, 2008) „Mon Chier Amy …“ (für Viola, Violoncello, Kontrabass und Zuspiel, 2012) Opus 56 (für Flöte, Klarinette, Trompete und Casio-DM-100-Orchester, 2013) Soloinstrumente Saltando I (für Gitarre solo, 2007) Sommernachtslieder (für akkordeonspielende Sängerin, 2008) Hommage an Clara Schumann (für Cello solo, 2009) Staahaadler Aff (für Schlagzeug und Samplepad, 2010) 5 Widmungen an die verborgenen Empfänger (für Akkordeon und Zuspiel, 2013)

Weblinks

Homepage von Oxana Omelchuk (deutsch, englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist klassischer Musik (21. Jahrhundert) Kategorie:Person (Neue Musik) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Komponist (Belarus) Kategorie:Musiker (Köln) Kategorie:Belarusse Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Frau