Johann Weiß (* 4. Januar 1738 in Rettenberg; † 31. Dezember 1776 in Kaufbeuren)Reinhard Weidl: Hopfgarten im Brixental. Pfarrkirche hll. Jakobus und Leonhard. Verlag St. Peter, Salzburg 2011 (online) war ein Allgäuer Freskenmaler, der hauptsächlich in der Erzdiözese Salzburg tätig war.
Leben Johann Weiß stammt aus einer Allgäuer Künstlerfamilie. Er wurde häufig als „Johann Weiß von Augsburg“ bezeichnet, was darauf hindeutet, dass er dort ausgebildet wurde. 1765/66 war er in Wien ansässig, 1767 an der Wiener Akademie eingeschrieben. Weiß schuf hauptsächlich Fresken für Kirchen in der Erzdiözese Salzburg. 1765 bewarb er sich um die Ausmalung der Pfarrkirche von Böckstein, in seinem Bewerbungsschreiben gab er unter anderem an, dass er in der Stiftskirche St. Peter in Salzburg Fresken gemalt habe. Deren Urheberschaft ist allerdings nicht völlig geklärt, ein Teil der Fresken wird Franz Xaver König zugeschrieben. Dieser wird in den Archiven von St. Peter als Maler genannt, hat aber möglicherweise den Auftrag an Weiß weitergegeben. Das Werk von Johann Weiß steht am Übergang vom Barock zum Rokoko und zeigt Einflüsse sowohl der Augsburger als auch der Wiener Schule, unter anderem von Paul Troger und Franz Anton Maulbertsch.
Werke mini|Deckenfresko Vertreibung aus dem Paradies, Pfarrkirche Hopfgarten i. Br. Deckenfresken, Stiftskirche St. Peter, Salzburg, 1764 Deckenfresken, Pfarrkirche Hopfgarten im Brixental, 1764 Deckenfresken, Pfarrkirche Itter, 1764 Deckenfresken, Pfarrkirche Böckstein, 1765 Seitenaltarblatt, Filialkirche hl. Nikolaus, Torren, 1759
Literatur Peter Stoll: Franz Xaver König, Johann Weiß und die Deckenfresken der Benediktinerstiftskirche St. Peter in Salzburg. Universität Augsburg, 2009,
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Einzelnachweise
Kategorie:Maler des Barock Kategorie:Maler des Rokoko Kategorie:Freskant Kategorie:Person (Allgäu) Kategorie:Geboren 1738 Kategorie:Gestorben 1776 Kategorie:Mann