miniatur|hochkant|Louise-Cathérine Breslau: Fernand Ochsé (1898, signiert) miniatur|hochkant|Fernand Ochsé: Arthur Honegger (Zeichnung ohne Jahr. Fotografische Reproduktion) Fernand Ochsé (geboren 11. Januar 1879 in Paris; gestorben im August 1944 im KZ Auschwitz) war ein französischer Künstler.
Leben Fernand Ochsé stammte aus einer wohlhabenden Familie. Sein älterer Bruder Julien Ochsé (1876–1936) war Lyriker. Sie lebten in einer großen Villa in Neuilly-sur-Seine. Julien Ochsé heiratete 1906 die belgische Bildhauerin Louise Mayer. Nach seinem Tod heiratete Fernand die Witwe.
Fernand Ochsé studierte am Pariser KonservatoriumRubén Gallo: Proust's Latin Americans. Baltimore, Md. : Johns Hopkins Univ. Press, 2014, ISBN 1-4214-1345-0, S. 29 und lernte dort Arthur Honegger, Maurice Ravel und Reynaldo Hahn kennen, mit denen er befreundet blieb. Honegger widmete ihm 1918 die Ballettmusik Le Dit des Jeux du Monde und 1930 die Operette Les aventures du Roi Pausole. Er komponierte Kunstlieder.
Ochsé arbeitete mit seinem Bruder zusammen und organisierte für ihn Lesungen. In ihrer Villa hatten sie literarische Salons, die sich den künstlerischen Moden widmeten. Er führte Aufträge für Bühnengestaltungen aus. 1923 war er für die Ausstattung der Premiere von Hahns Operette Ciboulette verantwortlich. Reynaldo Hahn, Kurzbiografie, bei musimem 1928 entwarf er die Kostüme im Film La chute de la maison Usher.Jacek Klinowski; Adam Garbicz; Sergiusz Wasilewski: Feature Cinema in the 20th Century. A Comprehensive Guide. 1934 gestaltete er den Umschlag für die Ausgabe von Chansons des Komponisten Pierre Octave Ferroud.Pierre Octave Ferroud: Trois Chansons de Jules Supervielle. Paris : Durand, 1934 Er gehörte zu den Illustratoren der Zeitschrift La Revue musicale.
Louise und Fernand Ochsé flohen nach der deutschen Eroberung Frankreichs 1940 in die italienisch besetzte Zone.Yannick Simon: Composer sous Vichy, Lyon : Symétrie, 2009, ISBN 978-2-914373-57-9 Sie wurden im Juli 1944 in Cannes festgenommen und in Nizza und dann im Sammellager Drancy inhaftiert. Honegger konnte sie dort nicht rettenLeslie A. Sprout: The musical legacy of wartime France, Berkeley : University of California Press, 2013, ISBN 0-520-95527-7, Fn. 113, S. 219, und sie wurden mit dem „Konvoy 77“, bei convoi77 am 31. Juli 1944 in das KZ Auschwitz deportiert, wo sie umgebracht wurden.Louise Ochse, Fernand Ochse, bei lesmortsdanslescamps
Werke (Auswahl) La poésie dans l'opérette, in: Conferencia. Revue mensuelle des Lettres, 15. Juli 1938 C'était hier (valse chantée). Text Gustave Nadaud. Orchester Marcel Cariven. Schallplattenaufnahme 1940 Chansons mit Klavier Odelettes. Komposition. Text Henri de Régnier. Paris : Heugel, ohne Jahr Le Parc. Poèmes des "Fêtes galantes" de Paul Verlaine. Komposition. Berlin : Adolph Fürstner, 1913Le Parc, Text und Interpreten bei lieder.net Ce que je préfère. Text und Komposition. Paris : Choudens, 1933. Ménage moderne. Komposition. Paris : Coda, 1934 Réponse à Balzac. Komposition. Text Paul Dublin. Paris : éditions Coda, 1934. Me v'là ! Komposition. Text Paul Dublin. Paris : éditions Coda, 1934. Sur les toits. Komposition. Text P.-G. Dublin. Paris : S. Fox, 1935. Réponse à Balzac. Komposition. Text Paul Dublin. Paris : éditions Coda, 1934. Vite et doucement. Komposition. Text Paul Dublin. Paris : éditions Coda, 1934. L'Arithmétique. Komposition. Text P. G. Dublin. Paris : S. Fox, 1935.
Literatur Patrick Besnier: Henri de Régnier : de Mallarmé à l’Art déco. Paris : Fayard, 2015, ISBN 978-2-213-63177-6
Weblinks Fernand Ochsé, bei BNF
Einzelnachweise
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