mini|hochkant|Nalini Malani Nalini Malani (* 1946 in Karatschi, heute Pakistan) ist eine indische Malerin und Videokünstlerin. Sie lebt in Mumbai.Institute of Contemporary Art Boston Nalini Malani: In Search of Vanished Blood
Leben und Werk Nalini Malani wurde 1946 geboren und zog mit ihrer Familie aufgrund der Teilung Indiens als Flüchtling nach Kalkutta. 1958 ließ sich ihre Familie in Bombay nieder. Malani studierte freie Kunst und erlangte 1969 das Diplom an der Sir Jamsetjee Jeejebhoy School of Art. In dieser Zeit hatte sie ein Studio im Bhulabhai Memorial Institute, wo sie Kontakt zu anderen Künstlern, Musikern, Tänzern und Theaterleuten knüpfte. Ein Stipendium ermöglichte ihr den Aufenthalt in Paris. Von 1984 bis 1989 erhielt sie ein weiteres Stipendium. Aufenthalte in Indien, den USA, Japan und Italien schlossen sich an.Saffron art Nalini Malani, abgerufen am 13. August 2016 (englisch). Die 1986 geborene Filmemacherin Payal Kapadia ist ihre Tochter.Bhavya Dore: Payal Kapadia: Over the Clouds, Open Media Network Pvt. Ltd., 7. Juni 2017, abgerufen am 17. Februar 2024.
Als Malerin und Zeichnerin widmet sich Malani der traditionellen Glasmalerei, der Wandmalerei und Ölmalerei. Mit Theater und Videokunst erweitert sie ihr politisch motiviertes Werk. In ihren Multimedia Installationen verwendet sie häufig ihre eigenen Zeichnungen, um sie als projizierte Animationen zu zeigen. Nalini Malini prägt dafür den Begriff Video/Schattenspiel. Sie ist mit den Texten von Bertolt Brecht, Heiner Müller und Christa Wolf vertraut, die in ihre Auseinandersetzung mit Macht, Gender und Feminismus einfließen.Caroline Schilling, 3. Mai 2012 Kunstlexikon, Nalini Malani abgerufen am 13. August 2016.
Nalini Malani arbeitete mit Bhupen Khakhar, Vivan Sundaram, Fiona Hall, Anuradha Kapur und Alaknanda Samarth zusammen.Nalini Malani Biografie, abgerufen am 13. August 2016 (englisch).
Ausstellungen (Auswahl) Ihr Werk wurde unter anderem in Indien, Japan, Australien, England, Kuba und Südafrika ausgestellt. 2000: Century City Tate Modern, London 2001: Unpacking Europe Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam 2007: mit dem 14-teiligen Tafelbild Splitting the Other auf der Biennale di Venezia 2012 dOCUMENTA (13), Kassel. 2002/3: Hamletmachine New Museum of Contemporary Art, New York City (Einzelausstellung) 2014: You can't keep Acid in a Paper Bag Kiran Nadar Museum of Art, New Delhi (Retrospektive)
Auszeichnungen 2013: Fukuoka Preis 2019: Joan-Miró-Preis 2023: Kyoto-Preis
Literatur Nalini Malani-Splitting the Other, Hatje Cantz (englisch, französisch), 2010, ISBN 978-3-7757-2580-4.
Weblinks
Website Nalini Malani
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Indien) Kategorie:Maler der Moderne Kategorie:Videokünstler (Indien) Kategorie:Installationskünstler (Indien) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Inder Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Frau