Rosenthal ist eine Stadt im Südosten des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Hessen, Deutschland.
Geografie Rosenthal liegt im Burgwald südöstlich von Frankenberg.
Nachbargemeinden Rosenthal grenzt im Norden an die Gemeinde Burgwald, im Osten an die Stadt Gemünden (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Südosten an die Gemeinde Wohratal, im Süden an die Städte Rauschenberg und Wetter, sowie im Westen an die Gemeinde Münchhausen (alle im Landkreis Marburg-Biedenkopf).
Stadtgliederung Rosenthal Roda Willershausen mini|hochkant=0.9|Die Kirche in Rosenthal mini|hochkant=0.9|Evangelisches Gemeindehaus aus dem Jahr 1914
Geschichte Der Kernort Rosenthal wurde um 1327 vom Mainzer Erzbischof Matthias von Buchegg als mainzischer Vorposten gegen die Landgrafschaft Hessen und die Grafschaft Ziegenhain gegründet, mit einer (um 1800 abgerissenen) Burg bewehrt und so zum Mittelpunkt des gleichnamigen Amtes ausgebaut. Das Gericht Bentreff wurde nach Rosenthal verlegt und bereits 1343 wurde Rosenthal erstmals als Stadt (Oppidum) erwähnt. Nach dem Ende der hessisch-mainzischen Auseinandersetzungen 1427 kam Rosenthal im Zuge der Mainzer Stiftsfehde 1464 zunächst als Pfandschaft zur Landgrafschaft Hessen. Nach dem Merlauer Vertrag wurde es 1583 schließlich vollständig an Hessen-Marburg abgetreten. Am 16. März 1595 brannte Rosenthal vollständig ab. Nach dem Aussterben der hessischen Nebenlinie zu Marburg gelangte Rosenthal 1604 in den Besitz der Landgrafschaft Hessen-Kassel, mit der es 1866 an Preußen fiel. Während des kurzlebigen Königreichs Westphalen (1806–1813) war Rosenthal Verwaltungssitz des Kantons Rosenthal. Bis 1932 bestand das Amtsgericht Rosenthal.Karl Trust: Stadt Rosenthal, Chronik / Historie
Fragwürdige Berühmtheit erlangte die Stadt im Jahre 1688 durch die letzten Hexenverbrennungen in Hessen.
Hessische Gebietsreform Im Rahmen der hessischen Gebietsreform wurden am 1. April 1972 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Roda und Willershausen nach Rosenthal eingemeindet.
Politik Stadtverordnetenversammlung Für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rosenthal erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 - 23° Election Manager: Rosenthal 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021
Stadtverordnetenversammlung – Kommunalwahlen 2026
Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 40,0 6 37,9 6 25,7 4 20,6 3 23,5 3 11,1 2 33,3 5 37,2 5 45,8 7 44,6 7 43,6 7 40,7 6 BLR Bürgerliste Roda 26,7 4 25,0 4 28,5 4 34,9 5 32,9 5 21,1 3 – – – – – – – – – – 27,1 4 Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15 Wahlbeteiligung in % 68,3 63,1 53,6 52,4 55,8 60,7 mini|hochkant=0.9|Rathaus mini|hochkant=0.9|Gerichtseiche am Galgenberg
Bürgermeister Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Rosenthal neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Stadtrat und vier weitere Stadträte angehören.Gremien: Magistrat der Stadt Bürgermeister ist seit dem 1. März 2022 Stefan Jakob (CDU), der in der Kommunalpolitik bis dahin Fraktionsvorsitzender seiner Partei war. Er wurde als Nachfolger von Hans Waßmuth (CDU), der nach drei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte, am 26. September 2021 im ersten Wahlgang ohne Gegenkandidaten bei 76,72 Prozent Wahlbeteiligung mit 82,02 Prozent der Stimmen gewählt.Votemanager: Bürgermeisterwahl Stadt Rosenthal 2021
Amtszeiten der Bürgermeister; Hinweis: für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden 2022–2028 Stefan Jakob (CDU)HNA, 8. Juni 2022: Rosenthals Bürgermeister Stefan Jakob: Bilanz nach 100 Tagen im Amt 2004–2022 Hans Waßmuth (CDU)HNA, 15. Februar 2022: Rosenthals Bürgermeister Waßmuth vor dem Ruhestand: So sieht er seine Amtszeit; „Nachfolger wird Stefan Jakob (CDU), der seinen Dienst am 1. März antritt.“ 1995–2004 Holger Straub 1989–1995 Werner A. BarthStadt Rosenthal: Nachruf Werner A. Barth, Bürgermeister a. D.
Wappen Am 17. Mai 1983 genehmigte der Hessische Minister des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:
Sehenswürdigkeiten Gerichtseiche am Galgenberg (eigentlich Gänseberg) mit einem Umfang von 7,39 m (2014).
Persönlichkeiten Georg Wilhelm Althaus (1799–1876), Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung Heinrich Hildebrand (1866–1940), deutscher Rechtsmediziner Ernst Kornemann (1868–1946), deutscher Althistoriker Fritz Kupfrian (1879–1953), Bürgermeister und Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau Georg Philipp Löber (1820–1876), Gutsbesitzer und Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung Karl Mengel (1900–1975), hessischer Politiker (CDU) Konrad Mengel (1929–2012), deutscher Hochschullehrer für Pflanzenernährung Adam Ludwig von Ochs (1759–1823), kurhessischer General und Diplomat
Literatur Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 753. Erich Keyser: Hessisches Städtebuch. Stuttgart 1957, S. 369–370. Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 150–151. Georg Wilhelm Sante (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 4: Hessen (= Kröners Taschenausgabe. Band 274). 3., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1976, ISBN 3-520-27403-5, S. 387 (Nachdruck 1993). Hans-Georg Hentschel/Karl Trust: Unsere Gemeinde Rosenthal. Hans-Georg Hentschel/Karl Trust: Unsere Kirchengemeinde Rosenthal. Fritz Himmelmann: Heimatbuch der Stadt Rosenthal. Marburg 1939.
Einzelnachweise
Weblinks
Rosenthal, Landkreis Waldeck-Frankenberg, im Historischen Ortslexikon Hessen
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Kategorie:Stadt in Hessen