Die Bahnstrecke Ilo–Toquepala–Cuajone ist eine normalspurige, eingleisige Eisenbahnstrecke im Süden Perus.

Geografische Lage Die Strecke verbindet im Hinterland gelegene Kupferbergwerke mit der am Pazifik gelegenen Hafenstadt Ilo. Für die ersten Kilometer führte die Trasse bis Desvio parallel zu der zur Bauzeit der Strecke noch betriebenen Bahnstrecke Ilo–Moquegua.Whetham, S. 82, 84.

Geschichte Nachdem ab 1956 bei Toquepala sehr ergiebige Kupfervorkommen erschlossen wurden, entstand zum Abtransport des Erzes ab 1958 eine 187 km lange Bahnstrecke nach Ilo.Whetham, S. 84.

Ende der 1960er Jahre wurden weitere ergiebige Kupfervorkommen bei Cuajone entdeckt und diese mit einer Zweigstrecke erschlossen, die im Bahnhof El Sargento von der Hauptstrecke abzweigt. Der Bau dieser Strecke begann 1970. Sie ging 1975 in Betrieb, ist 30 km lang und verläuft zu 90 % in Tunneln.Whetham, S. 84. Tunnel Nr. 4 ist mit 14.724 m noch vor dem Mount-Macdonald-Tunnel der längste Eisenbahntunnel Amerikas.

Bei dem Erdbeben vor Peru 2001 wurde die Strecke beschädigt.Curtis Edwards, Mark Yashinsky, William Byers: Highways and Railroads. In: Earthquake Spectra, Bd. 19, S1, vom 1. Januar 2003, S. 97–114.

Betreiber Die Strecke wird von der Southern Copper Corporation betrieben und dient ausschließlich deren Güterverkehr zwischen den Tagebauen Toquepala und Cuajone und Ilo, wo sich die Kupferhütte befindet.

Infrastruktur

Die Streckenlänge beträgt 214 km, die Gesamtlänge der Gleise 257,8 km. Die 30 km lange Zweigstrecke von El Sargento nach Cuajone verläuft zu 90 % in Tunneln. Die Infrastruktur umfasst insgesamt 27 km Tunnel. Die Eisenbahninfrastruktur wird von Mitarbeitern des Unternehmens gewartet, das für den Unterhalt der Fahrzeuge ein Bahnbetriebswerk unterhält.Form 10-K 2006, S. A17.

Fahrzeuge Der Betrieb wird mit Lokomotiven der Baureihen EMD SD70, EMD GP22ECO und GE U23B abgewickelt. Es gibt 490 Güterwagen verschiedener Typen und Kapazitäten, darunter die Fahrzeuge, mit denen das Erzkonzentrat befördert wird.Form 10-K 2006, S. A17.

Betrieb Die jährlich beförderte Tonnage beträgt etwa 5,5 Millionen Tonnen.Form 10-K 2006, S. A17.

Literatur Robert D. Whetham: Railways of Peru. Volume 2: The Central and Southern Lines. Trackside Publications, Bristol 2008. ISBN 978-1-900095-37-2

Weblinks

Form 10-K 2006 der Southern Copper Corporation

Einzelnachweise

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