Jossypiwka (; ) ist ein Dorf in der westukrainischen Oblast Lwiw mit etwa 240 Einwohnern.
Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neu gegründeten Stadtgemeinde RadechiwРозпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 718-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Львівської області im Rajon Tscherwonohrad, bis dahin gehörte es zusammen mit dem Dorf Polowe () zur Landratsgemeinde Polowe im Rajon Radechiw.
Geschichte mini|links|Jozefow auf der Franziszeischen Landesaufnahme um die Mitte des 19. Jahrhunderts Das Dorf entstand im Jahre 1783 im Zuge der Josephinischen Kolonisation auf dem Grund der Kammergüter von Radychiw und wurde nach hr. (Graf) Józef Mier genannt. Deutsche Kolonisten wurden dort angesiedelt.
Kurz nach der Gründung wurde kraft des Toleranzpatents eine helvetische Pfarrgemeinde gegründet, die der Evangelischen Superintendentur H. B. Galizien gehörte und umfasste andere deutsche Kolonien Hanunin, Romanówka, Sabinówka, Zboiska und Antonin, außerdem mehrheitlich ruthenische Stanin, Suszno, Zabawa, Wulka (Szuszańska, unmittelbar im Nordwesten), Chołojów, Busk und Różanka. Es gab einige Filialgemeinden, darunter in Mierów, Heinrichsdorf (bei Zboiska), Sobolówka (Bezirk Złoczów), Karolówka und Sapieżanka. Im Jahre 1846 wurde das evangelische gemauerte Bethaus erbaut. Im Jahre 1875 gab es in Jozefów 335 Protestanten und eine evangelische Schule mit 4 Klassen.
Im Jahre 1900 hatte die Gemeinde Józefów 52 Häuser mit 315 Einwohnern, davon waren 270 Deutschsprachige, 38 Polnischsprachige, 6 Ruthenischsprachige, 27 römisch-katholisch, 7 griechisch-katholisch, 281 anderen Glaubens.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie kam Józefów zu Polen.
Im Jahre 1921 hatte die Gemeinde Józefów 47 Häuser mit 281 Einwohnern, davon 288 Deutsche, 51 Polen, 2 Ruthenen, 8 Juden (Nationalität), 255 evangelisch, 21 römisch-katholisch, 2 griechisch-katholisch, 3 Juden (Religion).
Im Zweiten Weltkrieg gehörte es zuerst zur Sowjetunion und ab 1941 zum Generalgouvernement, ab 1945 wieder zur Sowjetunion, heute zur Ukraine.
Sehenswürdigkeiten Ehemalige evangelische Kirche (erbaut 1848)
Weblinks . Impressionen aus Josefów (Yosyvibka) Ukraine (PDF 426 kB) „Die Galiziendeutschen – Geschichte und Erinnerungskultur e. V.“ Publikation Februar 2018, aufgerufen am 29. Oktober 2022 Heimat Galizien – Teil einer privaten Webseite mit Einzelheiten zum Dorf Josefów
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Lwiw Kategorie:Rajon Scheptyzkyj Kategorie:Galiziendeutsche Kategorie:Gemeindegründung 1783