Die Liste von Ballonunglücken nennt Unfälle, die beim Ballonfahren, Cluster Ballooning oder im Umgang mit großen Ballons geschahen.
Liste
18. Jahrhundert
Datum Tote Verletzte Beschreibung 15. Juni 1785 2 0 Jean-François Pilâtre de Rozier und sein Mitfahrer Pierre Romain starben beim Versuch, mit einer Rozière (einem Heißluft-Gas-Hybrid-Ballon) den Ärmelkanal zu überqueren. In 900 Metern Höhe entzündete sich das Füllgas Wasserstoff, die Ballonhülle wurde zerstört und die Gondel stürzte ab.
19. Jahrhundert
Datum Tote Verletzte Beschreibung 7. Juli 1819 1 0 mini|hochkant|Tod von Madame Blanchard (1819), (Druck, Paris, 1890er-Jahre) Sophie Blanchard, die erste professionelle Ballonfahrerin, wollte in 300 Metern Höhe ein Feuerwerk über dem Vergnügungspark Tivoli in Paris entzünden. Der Ballon stürzte brennend ab, nachdem ein Feuerwerkskörper zu früh explodiert war. 25. Mai 1824 1 1 mini|hochkant|Tod von Harris (1824), (Druck, Paris, 1890er-Jahre) Bei der Fahrt mit dem Wasserstoffballon Royal George ab Vauxhall, London, entwich aus dem Ballon allmählich der Wasserstoff. Der Ballon trieb nach Croydon, wo er mit einer Eiche im Beddington Park nahe Carshalton zusammenstieß. Dabei starb der englische Ballonfahrtpionier und Erfinder Thomas Harris, seine 18-jährige Verlobte Sophia Stocks wurde schwer verletzt.L. T. C. Rolt: The Balloonists. Sutton Publishing Ltd, 1966, ISBN 0-7509-4202-9, S. 115–116.Warwick William Wroth: Cremorne and the later London gardens. 1907, S. 57–58.Royal Aeronautical Society, The Aeronautical journal. Band 33 (1929): 1824 Death of Lieut. Thomas Harris at Beddington Park, Croydon. „Thomas Harris was the first English aeronaut killed during a flight in a balloon. His death was due to his own invention of a patent valve …“ 7. Oktober 1849 1 0 Francisque Arban verschwand bei einer Fahrt von Barcelona aus über das Mittelmeer. Er wurde nicht gefunden. Dezember 1853 1 0 Bei Nîmes wurde der Ballonfahrer M. Louis Deschamps aus seinem Ballon geschleudert.Inhalt aurelia.orleans.fr, Médiathèques d’Orléans, Inhalt nicht gefunden 13. November 2022.https://timesmachine.nytimes.com/timesmachine/1853/12/27/75361002.pdf 29. Juni 1856 1 0 Verschwinden des von Matias Perez gesteuerten Ballons Ville de Paris auf Kuba. 19. Oktober 1863 0 einige Absturz des Ballons von Félix Nadar im Lichtenmoor bei Nienburg mit zweistöckiger Gondel für ca. 80 Personen; es gab Verletzte, Nadar und seine Frau wurden schwer verletzt.NDR: 19. Oktober 1863: Ballon-Absturz im Lichtenmoor bei Nienburg 15. April 1875 2 1 Joseph Crocé-Spinelli, Théodore Sivel und Gaston Tissandier gerieten in etwa 8000 Meter Höhe. Der Sauerstoffmangel tötete zwei der drei Ballonfahrer. 14. Juli 1897 3 0 mini|Niedergang der Eagle, 1897 Andrées Polarexpedition von 1897. Probleme mit Vereisung führten zur Notlandung. Die drei Expeditionsteilnehmer kamen danach im Eis um.
20. Jahrhundert
Datum Tote Verletzte Beschreibung 1. Februar 1902 1 1 Zwijndrecht, Belgien: Hans Bartsch von Sigsfeld musste bei Sturm auf gefrorenem Boden landen und starb, sein Mitfahrer Franz Linke überlebte mit leichten Verletzungen. 14. August 1908 3 5 Auf der Ausstellung Franco-British Exhibition, London, UK explodierte ein Ballon. Der Pilot Lovelace und zwei weitere Personen starben (einer davon nach mehreren Tagen), fünf weitere Personen wurden verletzt. 20. April 1913 1 0 Der Ballonfahrer Franz Weyland stürzt im Kaufunger Wald bei Kassel, D wegen eines Gewitters ab und kommt ums Leben. 30. Januar 1934 3 0 mini|hochkant|Wasserstoffballon Osoaviahim-1 vor dem Aufstieg, 1934 Auf seiner Jungfernfahrt stürzte der sowjetische mit Wasserstoff gefüllte Ballon Osoaviahim-1 ab, nachdem er eine Höhe von 22.000 Meter (72.000 Fuß) erreicht hatte. Die Stratosphäre der Erde sollte wissenschaftlich untersucht werden. Die Fahrer verloren beim Niedergang die Kontrolle und die Gondel rotierte schnell, so dass die drei Fahrer Fedosenko, Vasenko und Usyskin nicht mit dem Fallschirm abspringen konnten, mit hoher Geschwindigkeit am Boden aufschlugen und sofort starben.David Shayler (2000): Disasters and accidents in manned spaceflight. Springer, ISBN 978-1-85233-225-9, S 20/21. 5. September 1934 ? ? Der sowjetische Ballon USSR-2 (300.000 m³ Volumen) brannte beim Start ab. 18. Juli 1938 4 0 Der sowjetische Experimentalballon VVA-1 fuhr von Zvenigorod nach Donetsk, heute Ukraine, geriet dort in eine Stromleitung und explodierte. 6. Juni 1968 3 0 Ein Gasballon prallte bei der Internationalen Flugpost-Ausstellung in Wien, A gegen den Donauturm. US-Pilot Francis Shields, Ministerialrat Guntram Pammer und APA-Journalist Dieter Kasper starben beim Absturz des Korbs aus einer Höhe von 150 Metern im freien Fall, nachdem die alten Verbindungsseile zum Ballon abgerissen waren; ein Ausstieg mit Fallschirm war nicht mehr möglich.DiePresse.com: Chronologie: Die schwersten Unfälle mit Ballonen vom 26. Februar 2013.Ballonabsturz: wer ist schuld? In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 8. Juni 1968, S. 7.Wien: kein Prozeß um Ballonabsturz. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 12. Mai 1970, S. 5. Eisenstäbe hatten die Hülle aufgeschlitzt. 20. September 1970 3 0 Der Ballon Free Life musste beim Versuch einer Atlantiküberquerung notwassern. Die drei Insassen Malcolm Brighton, Rodney Anderson und Pamela Brown kamen ums Leben. 19. Februar 1974 1 0 Der Ballon Light Heart verschwand beim Versuch einer Atlantiküberquerung. Er wurde zuletzt von einem Frachter etwa 1610 km westlich der Kanarischen Inseln gesehen. Pilot war Thomas Leigh Gatch Jr. 2. Juli 1982 0 0 Larry Walters wollte mit etwa 45 Wetterballons (Cluster Ballooning) an einem Alu-Gartenstuhl von San Pedro bei Los Angeles, Kalifornien, USA nur 30 Meter über Grund gefesselt aufsteigen. Nachdem die Fesselung abriss, stieg er auf 4900 m Höhe auf, drang in den Luftraum des Long Beach Airport ein (zwei Linienflieger meldeten die Sichtung), konnte einige Ballons zerstören, sank und verfing sich mit herabhängenden Ballonleinen in einer Stromleitung. Ein Stromausfall wurde verursacht und er konnte unverletzt zu Boden klettern. Er wurde festgenommen und verurteilt. 3. Oktober 1982 4 5 Die Explosion an Bord eines Heißluftballons auf einem Festival bei Albuquerque, New Mexico, USA tötete vier Menschen und verletzte weitere fünf. 8. März 1989 1 0 Mit einem selbstgebauten Gasballon versuchte Winfried Freudenberg vom Ost- in den Westteil Berlins zu fliehen. Über dem West-Berliner Ortsteil Zehlendorf stürzte er ab und erlitt tödliche Verletzungen.. 13. August 1989 13 0 Kollision zweier Heißluftballons in Alice Springs, Australien. Aus ungeklärter Ursache befanden sich zwei Ballons genau übereinander, dabei wurde die Oberseite der Hülle des unteren Ballons vom Korb des oberen Ballons berührt und aufgeschlitzt. Der obere Ballon konnte später sicher landen. Der untere verlor durch das Loch in der Hülle das Traggas Heißluft und damit Auftrieb, daher an Höhe und stürzte ab; alle 13 Korbinsassen kamen ums Leben. Dies war 24 Jahre lang das schwerste Ballonunglück, bis es vom Absturz bei Luxor am 26. Februar 2013 überholt wurde. 6. Oktober 1990 4 3 Absturz eines Heißluftballons durch Ausfall des Brenners bei Groß-Schweinbarth, Niederösterreich, A. Vier Tote, drei Schwerverletzte. 19. Mai 1991 2 0 In St. Michael ob Bleiburg, Kärnten, A gerät der Ballon zweier Salzburger in eine Starkstromleitung. Beide sterben. 19. Juli 1992 2 3 Bei Gorspen-Vahlsen stürzte ein Gasballon ab, als er beim Landen mit einer Hochspannungsleitung kollidierte. Es gab zwei Tote und drei Schwerverletzte. 23. November 1992 1 0 Yoshikazu Suzuki startete an 23 Heliumballons hängend (Cluster Ballooning) vom Biwa-See, Japan, wurde zuletzt am 25. November von einem Flugzeug der japanischen Küstenwache 800 km weit über dem Pazifik in 2500 bis 4000 m Höhe gesehen und ging verschollen. 21. Mai 1993 4 0 In der Nähe von Laa an der Thaya, Niederösterreich, A misslingt bei Schlechtwetter eine Notlandung, der Ballon stürzt ab, vier Tote. 15. Januar 1994 3 1 Beim Landeversuch eines Heißluftballons bei Osterburken, D kommt es zu einer Verpuffung des Brenners mit anschließendem Brand. Drei Korbinsassen sterben, ein vierter kann sich durch einen Sprung aus dem Korb retten und wird leicht verletzt. 31. Januar 1996 5 0 Bei einem der schwersten Ballonunglücke der Schweiz kommen bei Lauterbrunnen BE, CH fünf Menschen ums Leben, als ihr Heißluftballon durch Turbulenzen zum Absturz gebracht wird. 18. Oktober 1997 4 0 Absturz eines Gasballons bei Nauen, D, vier Tote. Die Untersuchungen ergaben, dass elektromagnetische Strahlung durch die Großfunkstelle Nauen die Hülle zum Brennen und die Schnüre zum Schmelzen brachte, was zur Separation des Korbs von der Hülle führte. 16. Juni 1999 4 0 Kollision eines Heißluftballons mit einer Hochspannungsleitung bei Ibbenbüren, D, vier Tote.
21. Jahrhundert