Walter Tröger (* 2. Mai 1926 in Vohenstrauß; † 6. Februar 2004) war ein deutscher Hochschullehrer und Bildungsforscher. Als ordentlicher Professor für Pädagogik wirkte er ab 1972 an der Universität Regensburg.

Leben Frühe Jahre und Ausbildung Walter Tröger wurde als Sohn von Maria Tröger, geborener Seibert, und des Lehrers Josef Tröger in der Oberpfalz geboren. Er leistete 1944 und 1945 seinen Kriegsdienst ab und kam in Kriegsgefangenschaft. Nach einer Lehrerausbildung und Lehramtstätigkeit als Volksschullehrer von 1947 bis 1952 studierte er von 1952 bis 1954 am Berufspädagogischen Institut in München. Danach war er von 1954 bis 1955 als Berufsschullehrer tätig. Von 1951 bis 1957 studierte er Psychologie und Pädagogik an der philosophisch-theologischen Hochschule Regensburg und erhielt 1956 sein Diplom als Psychologe. Er wurde 1959 an der Universität München mit dem Thema Die Bedeutung des Films für den werktätigen Jugendlichen zum Dr. phil promoviert und erhielt dort 1965 die Habilitation.

Forschung, Lehre und späte Jahre Tröger war von 1957 bis 1960 Assistent am Wissenschaftlichen Institut für Jugendfragen in München und von 1960 bis 1965 am Pädagogischen Seminar an der Universität München. Von 1962 hatte er ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten. Anschließend war er ab 1965 außerordentlicher, ab 1968 ordentlicher Professor an der Pädagogischen Hochschule und von 1972 bis 1994 ordentlicher Professor für Pädagogik an der Universität Regensburg.

Daneben war Tröger viele Jahre Vorstandsmitglied des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München.

Walter Tröger war katholisch, ab 1961 verheiratet mit Gertraud Tröger, geborener Schuller, und hatte zwei Kinder (Monika und Wolfgang). Er starb mit 77 Jahren nach schwerer Krankheit.

Schriften (Auswahl) Der Film und die Antwort der Erziehung. 1963. Elitenbildung. Überlegungen zur Schulreform in einer demokratischen Gesellschaft. E. Reinhardt, München 1968, . Chancen der Schulreform heute. 1968. Jugend rebelliert. Was sagen die Erzieher? Tatsachen, Analysen und Überlegungen zur Situation der heutigen Jugend. Arena-Verlag, Würzburg 1969, . Totale Medienpädagogik: kritische Anmerkungen zu einem marxistischen Ansatz. Wiss. Inst. für Jugendfragen in Film und Fernsehen, München 1971, . Erziehungsziele. Ehrenwirth, München 1976, ISBN 3-431-01656-1, . Lernziel Frieden. In: Chr. Küpper (Hrsg.): Friedenserziehung. Eine Einführung, mit Beiträgen von B. Claußen, W. Maser und W. Tröger. 1979.

Literatur Tröger, Walter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1261. Klaus-Peter Horn: Erziehungswissenschaft in Deutschland im 20. Jahrhundert. Zur Entwicklung der sozialen und fachlichen Struktur der Disziplin von der Erstinstitutionalisierung bis zur Expansion. Verlag Julius Klinkhardt, 2003, ISBN 978-3-78151-271-9, S. 359 (Google-Snippet). Nachruf Walter Tröger. In: Merz. Nr. 2, 2004 (online).

Weblinks

Einzelnachweise Horn 2003, S. 359. Merz 2004/02.

Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Regensburg) Kategorie:Bildungsforscher Kategorie:Sachbuchautor (Pädagogik und Psychologie) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Mann