Die RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm gGmbH (bis 2006: Rehabilitationskrankenhaus Ulm) waren eines von drei Krankenhäusern auf dem Oberen Eselsberg in Ulm (neben dem Universitätsklinikum Ulm und dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm).
Zum 1. Januar 2026 wurden die RKU vollständig Teil des Universitätsklinikums Ulm integriert und in diesem Rahmen in Campus Nord Oberer Eselsberg des Universitätsklinikums Ulm umbenannt. Nach einer Einigung der damaligen Gesellschafter im Jahr 2021 waren die RKU bereits 100-prozentiges Tochterunternehmen des Klinikums.
Es handelte sich um ein Haus der Maximalversorgung mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie. Gemeinsam mit der Akuttherapie im Klinikbereich vereinte es außerdem die anschließende medizinische und berufliche Rehabilitation unter einem Dach. Die neurologische und orthopädische Abteilung des RKU waren gleichzeitig Kliniken des Universitätsklinikums Ulm und in die praktische Ausbildung von Studierenden der Humanmedizin der Universität Ulm eingebunden.mini|336x336px
Geschichte Die Planungen für das RKU gehen auf das Jahr 1969 zurück, als der damalige Rektor der Universität Ulm die Einrichtung einer Rehabilitationsklinik für Unfallgeschädigte am Universitätsklinikum Ulm anregte. Auf diesen Vorschlag hin wurde ein Arbeitskreis aus Vertretern der Stadt Ulm, der Stiftung Rehabilitation Heidelberg, der Universität Ulm, der Landesversicherungsanstalt Baden-Württemberg, den Berufsgenossenschaften und dem Landesarbeitsamtes Baden-Württemberg ins Leben gerufen.
Durch den Bau des Rehabilitationskrankenhauses Ulm wurde zum einen dem Wunsch nach einer Nachsorgeklinik für die Universität Ulm entsprochen, zum anderen wurde der akuten Nachfrage nach neurologischen und orthopädischen Betten für das Universitätsklinikum Rechnung getragen. Der klinische Betrieb am RKU wurde im Jahr 1984 aufgenommen.
Am 6. Dezember 2006 wurde der Name des Krankenhauses durch Eintrag im Handelsregister Ulm von Rehabilitationskrankenhaus Ulm in RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken geändert. Die Einrichtung verfügt heute über eine neurologische und eine orthopädische Abteilung (mit Querschnittgelähmtenzentrum), eine anästhesiologische Klinik, ein Zentrum für Integrierte Rehabilitation (ZIR) mit eigenem Wohnheimbereich, eine Röntgenabteilung und ein klinisches Labor. Mit rund 12.000 ambulanten und 3.500 stationären Patienten und 3.500 operativen Eingriffen in vier OP-Sälen gehört die orthopädische Klinik des RKU zu den größten und leistungsstärksten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland.
Das Haus stand bis zum 1. Dezember 2021 unter einer gemeinsamen Trägerschaft der Sana Kliniken AG (50 %) und des Universitätsklinikums Ulm (50 %), seitdem war das Universitätsklinikum Ulm alleiniger Gesellschafter. Seit dem 1. Januar 2026 gehören die ehemaligen RKU vollständig zum Universitätsklinikum Ulm und bilden als „Campus Nord (Oberer Eselsberg)“ einen weiteren Standort. Mit der Integration wurden Kliniken für Neurologie und Orthopädie vollständig in das Universitätsklinikum eingegliedert. Geschäftsführer war zuletzt Alexander Schwabe, Leitender Ärztlicher Direktor ist der Orthopäde Heiko Reichel. miniatur|250x250px|Hauptgebäude mit Haupteingang und Bettenhaus des RKU auf dem Ulmer Oberen Eselsberg. miniatur|250x250px|Erweiterungsbau des RKU aus dem Jahr 2011.
Zahlen und Fakten (Quelle: ) Fallzahlen
Klinikbereich: stationär: ca. 7.100 ambulant: ca. 19.700 ganztägig ambulante Reha-Behandlung: ca. 700
Medizinische Rehabilitation: stationär: ca. 1.100
ganztägig ambulante Reha-Behandlung: ca. 300
Betten Klinikbereich: 268 Betten Medizinische Rehabilitation: 123 Betten ganztägig ambulante Reha-Behandlung: 60 Plätze Medizinisch-Berufliche Rehabilitation: 115 Plätze
Mitarbeiter insgesamt: ca. 550 davon Ärzte: ca. 90 davon Pflegepersonal: ca. 200
Klinikstruktur Orthopädische Universitätsklinik Querschnittgelähmtenzentrum Sektion Biochemie der Gelenks- und Bindegewebserkrankungen Neurologische Universitätsklinik Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Eigenblutbank Immunhämatologisches Labor Klinisches Zentrallabor
Zentrum für Integrierte Rehabilitation (ZIR) Klinik für Physikalische und Rehabilitative Medizin Klinik für Neurogeriatrie und Neurologische Rehabilitation Abteilung für Medizinisch-Berufliche Rehabilitation Abteilung für Berufliche Rehabilitation Abteilung für Radiologie und Neuroradiologie Funktionsbereich Innere Medizin
Berufliche Bildung Die Berufliche Bildung am RKU vereinte die Berufsförderung und berufliche Rehabilitation, die den Menschen beim Einstieg und Wiedereinstieg ins Arbeitsleben unterstützt.
2015 wurden die Berufsfachschulen Pflege gegründet. Hier werden zwei Mal jährlich Gesundheits- und Krankenpfleger (3 Jahre) sowie Gesundheits- und Krankenpflegehelfer (1 Jahr) ausgebildet.
Komplettiert wird die berufliche Bildung durch die RKU-Akademie, welche interne und externe Fort- und Weiterbildungen anbietet und so die Fachkompetenz der Mitarbeiter am RKU stärkt.
Weblinks Internetpräsenz der RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm
Einzelnachweise
Ulm Ulm Kategorie:Universität Ulm Kategorie:Rehabilitationsklinik Kategorie:Unternehmensgründung 1984