mini|Block 55 und 56 von der Greifswalder Straße mini|Blick von der Eugen-Schönhaar-Straße zum Torhaus an der Greifswalder Straße
Die Grüne Stadt ist ein Wohnensemble in der gleich benannten Ortslage im Berliner Bezirk Pankow, Ortsteil Prenzlauer Berg.
Angeregt von der Gartenstadt-Bewegung wurde beim Bau der Wohnkarrees mehr Stadtgrün zwischen den und um die Wohnblöcke vorgesehen, im Gegensatz zum bis dahin wenig begrünten, dicht bebauten sonstigen Innenstadtbezirk.
Lage Die Grüne Stadt entstand mit Planungen der 1920er Jahre zur Besiedlung des Gebiets nördlich der dichten Innenstadtbebauung von Prenzlauer Berg, die in den Gründerzeiten seit 1870 dicht mit Mietskasernen ohne nennenswertes Grün errichtet wurde. Im erweiterten Sinne wird die Stadtfläche zwischen Danziger, Greifswalder Straße, Ringbahn und Kniprodestraße zusammengefasst. Die zentrale Straße in Nord-Süd-Richtung ist der nördliche Abschnitt der Bötzowstraße. Mit dem Projekt „Stadtumbau Ost“Das Fördergebiet Prenzlauer Berg geriet dieses Viertel mit Bauten der 1930er Jahre wieder ins Blickfeld der Stadtplaner. In der Systematik der „Lebensweltlich orientierten Räume (LOR) - Planungsräume“ wird die beschriebene Ortslage als „Anton-Saefkow-Park“ notiert. Die angrenzenden Planungsräume sind von Westen beginnend im Uhrzeigersinn die „Räume“ (mithin Viertel) Thälmann-Park, Erich-Weinert-Straße, Greifswalder Straße (intern auch Mühlenviertel), Volkspark Prenzlauer Berg, Conrad-Blenkle-Straße, Barnimkiez, Bötzowstraße, Winsstraße.FIS-Broker (Geoportal Berlin): Lebensweltlich orientierte Räume (LOR) - Planungsräume
Die Lage der Grünen Stadt wird durch folgende Randlinien begrenzt. Der Anton-Saefkow-Park bildet den Abschluss nach Norden. Er wurde 1955 geschaffen aus dem 1948–1950 aufgeschütteten Trümmerberg der „Toten Stadt“. Außer Erholungsgebiet der Anwohner ist es die lärmmindernde Grünzone zur Eisenbahntrasse der Ringbahn und der auf dem ehemaligen Güterbahnhof liegenden Gewerbefläche. Südlich begrenzt die Danziger Straße, mit dem anschließenden Bötzowviertel und dem Arnswalder Platz. Die im Westen liegende Ausfallstraße B 2 trennt vom gegenüberliegenden Ernst-Thälmann-Park, auf dessen Fläche bis in die 1960er Jahre das Gaswerk mit entsprechender Geruchsbelastung lag. Im Osten grenzt die nach dem Hobrecht-Plan von 1862 ursprünglich durch Weißensee als Ausfallstraße nach Bernau vorgesehene Kniprodestraße. Östlich davon liegt die Wohnbebauung der 1950er Jahre um die Conrad-Blenkle-Straße mit dem Velodrom zur Landsberger Allee hin.
mini|Bötzowstraße vom Volkspark aus Zum System der Grünen Hauptwege Berlins gehörend kreuzen sich der Innere Parkring (Nummer 18), der hier Friedrichshain und Pankow verbindet, und der Hönower Weg (Nummer 7), der hier vom Volkspark Friedrichshain zum Volkspark Prenzlauer Berg führt. mini|Anton-Saefkow-Straße von der Kniprodestraße
Straßen und Plätze Die Straßennamen mit Bezug zu Ostpreußen wurden (vorzugsweise 1974) vom Ost-Berliner Magistrat durch Namen von Personen aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus ersetzt. östlich und westlich begrenzend Greifswalder Straße: Zur Straße gehören in der Ortslage die Grundstücke 48–80L (fortlaufend) an der Ostseite. Die Nummer 80A–80L sind Gewerbeobjekte nördlich der Anton-Saefkow-Straße bis an die Bahnlinie auf ehemaligen Güterbahnhofsgelände. Kniprodestraße (1974 bis 1995 als Artur-Becker-Straße): Zur Ortslage gehören an der Westseite die Grundstücke 111A–97 mit Wohnhäusern bebaut. Die 190 m am Volkspark sind nicht im Nummernsystem. südlich begrenzend Danziger Straße (1950 bis 1995 als Dimitroffstraße): Zur Ortslage gehören an der Nordseite die Grundstücke 179–119 (ungerade). Ost-West durchgehend John-Schehr-Straße (bis 1974 Kurische Straße). Die Grundstücke der Straße sind mit 1–73 (ungerade, Nordseite) und 2–70 (gerade, Südseite) nummeriert. Anton-Saefkow-Straße (bis 1955 Gumbinner Straße): Die Straße ist an der Südseite mit Wohnhäusern bebaut auf den Grundstücken sind 2–70 (gerade). Die Gärtnerei auf 27 und 33 liegt im Park. Südwest nach Nordost (teilweise aus vom Friedrichshain kommend) Bötzowstraße: (bis 1936 hieß der zum Quartier gehörende Straßenabschnitt Trakehner Straße). Sie liegt (am Friedrichshain beginnend) zwischen Danziger Straße und Volkspark / Anton-Saefkow-Straße im Viettel. Die Grundstücke in der Ortslage sind mit 55–89 (ungerade, Westseite) und 54–88 (gerade, Ostseite) nummeriert. Hans-Otto-Straße (bis 1974 Braunsberger Straße): Der Abschnitt von Danziger bis zur John-Schehr-Straße ist mit 49–53 (ungerade, Westseite) und 50–60 (gerade, Ostseite) nummeriert. Der Beginn liegt Am Friedrichshain / Käthe-Niederkirchner Straße. Werner-Kube-Straße (bis 1974 Pregelstraße). Sie liegt 60 m östlich versetzt zum Straßenzug der Hans-Otto-Straße mittig im Wohnkarree (Block 609/608 westlich, 644/641 östlich) von John-Schehr-Straße zum Volkspark mit den Hausnummern 5–19 (ungerade, Westseite) und 2–20 (gerade, Ostseite) nummeriert. Wohnkarrees westlich der Bötzowstraße Bernhard-Lichtenberg-Straße (bis 1974 Rastenburger StraßeDurch die Teilung der Stadt und unabhängige Behörden für Straßenbenennungen besteht seit 1962 auch im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Ortsteil Charlottenburg-Nord unter Nr. 522 eine Bernhard-Lichtenberg-Straße.): Mit den Hausnummern 1–11 (fortlaufend ab Greifswalder Straße, Südseite) und 12–23 (rückläufig, Nordseite) nummeriert. Eugen-Schönhaar-Straße (bis 1974 Wehlauer Straße): Sie führt nach Osten schräg im Viertel durchgehend an den Volkspark mit den Grundstücken 1–27 (ungerade, Westseite) und 2–30 (gerade, Ostseite) nummeriert. Olga-Benario-Prestes-Straße (bis 1974 Neukuhrer Straße) Sie liegt zwischen Greifswalder und Egon-Schönhaar-Straße zentral im Karree mit dem Wohnblock 1–13 (ungerade, ab Greifswalder Straße, Nordseite) und 2–12 (gerade, Südseite, 14 unbebaut) nummeriert. Margarete-Walter-Straße (bis 1974 Bartensteiner Straße): Sie liegt im Winkel zwischen Anton-Saefkow- und Bötzowstraße. Ab Bötzowstraße sind die südlichen Grundstücke 1 und 3 unbebaute Grünflächen und nach Nord zur Anton-Saefkow-Straße liegend an der Westseite die Häuser 5–13 (ungerade). Nordseite von der Bötzowstraße steht der Block 2–10 (gerade) und um die Ecke 12 und 14 mit Anschluss an den Block der Anton-Saefkow-Straße 34/36.
Wohnkarree zwischen Bötzow- und Kniprodestraße östlich der Bötzowstraße Heinz-Kapelle-Straße (bis 1974 Goldaper Straße): Sie liegt südlich der John-Schehr-Straße mittig mit den Häusern 5–11 (ungerade, nördlich) und 2–12 (gerade, südlich). Rudolf-Schwarz-Straße (bis 1974 Ermländische Straße): Sie ergänzt das nördlich der John-Schehr-Straße liegende Wohnkarree. Mittig mit den Wohnblöcken 1–15 (ungerade, nördlich) und 2–16 (gerade, südlich) an die Walter-Kube-Straße und weiter 17–35 sowie 18–32 an die Häuser der Kniprodestraße 102 bzw. 103. Dabei bilden 25/25A und 27/27A an der Nordseite und 24/24A mit 26/26A Durchgänge über den Wohnhof zu symmetrischen Wohnhaustoren an der Anton-Saefkow- (62A zu 64A) und der John-Schehr-Straße (63A zu 65A). mini|Rudolf-Schwarz-Straße nahe Kniprodestraße
Einteilung für die Stadt-Statistik Für die unterschiedlichen Planungsaufgaben wird neben dem RBS-Geoportal (regionales Bezugs-System) in Berlin und somit für den Bezirk Pankow unterschiedlich klassifiziert. Für statistische Auswertungen, die sich an den Straßen und den Quartieren und Vierteln orientieren, gehört die Ortslage zum Gebiet 118. Dieses wird nach Lagen in Blöcke unterteilt, diese sind teilweise noch weiter untergliedert.Blockkarte 1:5000 (ISU5) In dieser Block-Systematik sind die Kniprode-, Danziger und Greifswalder Straße als Hauptstraßen ausgelegt und zudem die Abschnitte der Straßenbahnwendeschleife in der Hans-Otto- und John-Schehr-Straße. Alle anderen Verkehrswege im öffentlichen Raum sind als Nebenstraßen kategorisiert. Block 34: Eugen-Schönhaar-Straße 18–30 (gerade), John-Schehr-Straße 23–35 (ungerade), Margarete-Walter-Straße 1–13 (ungerade), dessen Ostseite ist die Bötzowstraße ohne Grundstücksnummer (an der Kita). Dabei ist die Wohnbebauung als Teilblock 1 und Schule und Kita als (statistischer) Teilblock 34/2 gegliedert. mini|Heinz-Kapelle-Straße zur Durchfahrt Hans-Otto-Straße, links Block 606 und rechts Block 607
Block 35: liegt in der Nordostecke von 34: Anton-Saefkow-Straße 34, 36, Bötzowstraße 83–89 (ungerade), Margarete-Walter-Straße 2–14. Block 36: Bernhard-Lichtenberg-Straße 20–23 (fortlaufend), Eugen-Schönhaar-Straße 5–9 (ungerade), Greifswalder Straße 50, 51, John-Schehr-Straße 2–18 (gerade). Block 37: Bernhard-Lichtenberg-Straße 12–19 (fortlaufend), Bötzowstraße 63, Eugen-Schönhaar-Straße 6, 6A, 8, John-Schehr-Straße 20–36. Block 38: Bernhard-Lichtenberg-Straße 1, 2, 3, Danziger Straße 119–127 (ungerade), Eugen-Schönhaar-Straße 1, 3, Greifswalder Straße 48, 49. Block 39: Bernhard-Lichtenberg-Straße 4, 4A, 5B, 5C, 6A–6D, 7–11, Danziger Straße 129–147 (ungerade), Eugen-Schönhaar-Straße 2, 4. Block 41: Anton-Saefkow-Straße 54–70, Kniprodestraße 97–102 (fortlaufend), Rudolf-Schwarz-Straße 17–35, Werner-Kube-Straße 1–20. Block 42: Bötzowstraße 54, 56, Danziger Straße 153–159A, Hans-Otto-Straße 49, 51, 53, John-Schehr-Straße 38 (in Breite der Schule). Block 44: John-Schehr-Straße 55–73 (ungerade), Kniprodestraße 103–108 (fortlaufend), Rudolf-Schwarz-Straße 18–32, Werner-Kube-Straße 2–10. Block 45: Anton-Saefkow-Straße 2–26, Eugen-Schönhaar-Straße 19–27, Greifswalder Straße 57–62 (fortlaufend), Olga-Benario-Prestes-Straße 1–13. Block 46: Eugen-Schönhaar-Straße 11–17 (ungerade), Greifswalder Straße 52–56 (fortlaufend), John-Schehr-Straße 1–21, Olga-Benario-Prestes-Straße 2–14. Block 606: Danziger Straße 161–179, Hans-Otto-Straße 50, 52, 54, Heinz-Kapelle-Straße 2–12, Kniprodestraße 110A–111A. Block 607: Hans-Otto-Straße 56, 58, 60, Heinz-Kapelle-Straße 5–11, John-Schehr-Straße 50–70, Kniprodestraße 109–110. Block 608: Anton-Saefkow-Straße 38–52, Bötzowstraße 78–88, Rudolf-Schwarz-Straße 1–15, Werner-Kube-Straße 13–19 Block 609: Bötzowstraße 68–76 (gerade), John-Schehr-Straße 37–53, Rudolf-Schwarz-Straße 2–16, Werner-Kube-Straße 5 und 7. Block 610: Darunter zusammengefasst sind die Gewerbebauten Anton-Saefkow-Straße 27 und 33 (Straßen- und Grünflächenamt: Stützpunkt), sowie Greifswalder Straße 80A und 60B (Bau der ehemaligen VVB Kohle und Energie, jetzt verschiedene Büroräume), 80C, 80E (Centro Italia und anderes Handel und Gewerbe), 80L (Zementmischer und Baufirma HoBa). Diese Grundstücke 80 sind als Teilblock 610/002 zusammengefasst, während der Teilblock 001 der Volkspark mit dem Gärtnerstützpunkt ist. Am Rand der Ortslage befindet sich der statistische Block 108-901 der Bahnfläche mit den Teilblöcken südlicher Randbereich von bahneigenem Gelände als 001, der Gleisbereich 003, der S-Bahnhof als 004. Der Teilblock 108-901/2 liegt bereits jenseits der Kniprodestraßenbrücke an den Bahnhof Landsberger Allee hin.
Durch die LOR-Systematik (Lebensweltlich orientierte Räume) wurde beabsichtigt Homogenität bei gleichzeitiger Wahrung einer Vergleichbarkeit der Planungsraumeinheiten zu erreichen. In dieser Systematik gehört die Ortslage zum Prognoseraum (Ebene 3) 06 Nördlicher Prenzlauer Berg, der Bezirksregion (Ebene 2) 14 Prenzlauer Berg Ost und dem Planungsraum (Ebene 1) 34 Anton-Saefkow-Park.
Geschichte mini|Schulgebäude von 1914, jetzt „Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Schule“, Ludwig Hoffmann zugeschriebenFelix-Mendelssohn-Bartholdy-Schule. Informationen zum Gebäude der an seiner Sanierung beteiligten Firma Pilcher Ingenieure, abgerufen am 1. Januar 2021. mini|Die „Tote Stadt“Text nach Bundesarchiv: mini|Neubau an der Kniprodestraße Ecke Braunberger Straße (1956)Zentralbild Zühlsdorf 7.2.1956: mini|Bebauung der Kniprode-/ John-Schehr-Straße 2016