The Breeders sind eine amerikanische Alternative-Rock-Band, die 1988 als Nebenprojekt von Kim Deal von den Pixies und Tanya Donelly von den Throwing Muses gegründet wurde. Zu ihnen gesellten sich die britische Bassistin Josephine Wiggs und der Schlagzeuger von Slint, Britt Walford, unter dem Pseudonym „Shannon Dorton“.

Geschichte Gründung und Namensgebung Unzufrieden mit ihrer untergeordneten Rolle als Bassistin bei den Pixies, tat sich Kim Deal 1988 mit der mit ihrer Rolle bei den Throwing Muses ebenfalls nicht glücklichen Tanya Donelly zusammen. Als Namen für ihre ursprünglich als reines Nebenprojekt geplante Band entschieden sich die beiden Musikerinnen für The Breeders, welcher von Deal bereits vor den Pixies für eine Band mit ihrer Schwester Kelley verwendet worden war. Der Ausdruck , ist im Englischen eine abfällige Bezeichnung von Homosexuellen für Heterosexuelle.

Pod und Last Splash Für das erste Album rekrutierten Deal und Donelly die britische Bassistin Josephine Wiggs von der Band The Perfect Disaster und Britt Walford (unter dem Pseudonym Shannon Doughton) von Slint am Schlagzeug. Pod wurde von Steve Albini produziert und während einer Großbritannien-Tour der Pixies in Edinburgh aufgenommen. Der Stil des Albums lehnt sich stark an den der Pixies an, mit laut schallenden Gitarren, bedrohlich wirkenden Melodien und kompromisslosen Texten. So ist das Lied Hellbound aus der Sicht eines abgetriebenen Fötus geschrieben, während Iris graphisch die weibliche Menstruation beschreibt.

Nach der Aufnahme von Pod beschäftigten sich die Bandmitglieder wieder mit ihren jeweiligen Hauptbands. Erst 1992 folgten weitere Aufnahmen, bei denen erstmals Kims Schwester Kelley Deal als zusätzliche Gitarristin mitwirkte, obwohl sie das Instrument dafür erst lernen musste. Die vier entstandenen Lieder wurden als EP unter dem Namen Safari veröffentlicht.

Nach der Trennung der Pixies rekrutierte Kim Deal den Schlagzeuger Jim Macpherson aus der örtlichen Band-Szene ihrer Heimatstadt Dayton, Ohio, wodurch die Breeders endlich eine vollwertige Band waren. Allerdings stieg Donelly aus der Band aus, weil sie sich wie bei den Throwing Muses zu wenig beachtet fühlte. In der Besetzung Deal / Deal / Wiggs / Macpherson absolvierten die Breeders 1992 ihre ersten hochkarätigen Konzerte, indem sie für Nirvana als Vorband auf deren Europa-Tournee spielten. 1993 erschien schließlich das kommerziell erfolgreichste Album der Breeders, Last Splash, mit der Hitsingle Cannonball, bei deren Musikvideo Spike Jonze Regie führte. Das Album wurde auch bei den Kritikern gelobt, welche Kim Deals gereifte Songschreiber-Qualitäten priesen, und machte die Band zu echten Alternative-Rock-Stars. 1994 wurde Last Splash von der RIAA mit Platin ausgezeichnet – für über eine Million verkaufte Einheiten.

Spätere Jahre In den folgenden Jahren tourten die Breeders ausgiebig und widmeten sich anschließend anderen Projekten; Kim Deal z. B. der Band The Amps. Erst im Jahr 2002 erschien das Album Title TK, bei dem wieder neue Mitglieder mitwirkten.

Am 4. April 2008 veröffentlichte die Band das Album Mountain Battles, auf dem neben englischsprachigen Stücken auch Titel auf Deutsch und Spanisch zu finden sind.

2012 formierten sich die Breeders erneut in der Besetzung, die das Album Last Splash eingespielt hatte. In dieser klassischen Besetzung mit den Deal-Schwestern, Wiggs und Macpherson ging die Band auf Tour, um die im folgenden Jahr erscheinende 20th Anniversary Edition von Last Splash zu promoten. In der Folge arbeiteten die Breeders an neuen Liedern, um schließlich am 2. März 2018 das erste Studioalbum seit zehn Jahren zu veröffentlichen. All Nerve wurde wie alle anderen Studioalben der Band auf dem britischen Independent-Label 4AD veröffentlicht und beinhaltet elf Tracks, darunter die Single Wait In The Car, welche bereits im Jahr 2017 erschienen war. Von den Kritikern wurde das neue Werk durchaus positiv aufgenommen, AllMusic und der Rolling Stone vergaben 4 von möglichen 5 Sternenhttps://www.allmusic.com/album/all-nerve-mw0003140587 und der Record Collector sogar 5 von 5https://recordcollectormag.com/reviews/nerve.

Diskografie

Studioalben

Livealben 1994: Live in Stockholm 1994

EPs

Weitere EPs 2009: Fate to Fatal

Singles

Weitere Singles 1994: No Aloha 1994: Saints 1997: Climbing The Sun 2002: Off You 2002: Huffer 2008: Bang On 2008: We’re Gonna Rise 2008: Walk It Off 2017: Wait In The Car

Soundtrackbeiträge 1999: Collage (auf dem Soundtrack des Kinofilms Mod Squad – Cops auf Zeit) 2003: Little Town (Hedwig version) (auf der Kompilation Wig in a Box)

Auszeichnungen für Musikverkäufe Silberne Schallplatte

1993: für die Single Cannonball

Goldene Schallplatte

1996: für das Album Last Splash

1994: für das Album Last Splash

1994: für das Album Last Splash

Literatur

Weblinks

Offizielle Website The Breeders bei 4AD

Einzelnachweise

Kategorie:US-amerikanische Band Kategorie:Indie-Band Kategorie:Alternative-Rock-Band