mini|Findling an Stelle des historischen Friedhofes an der heutigen Anderter Straße in Misburg-Nord

Das Misburger Urnengräberfeld in Hannover war ein im 4. und 5. Jahrhundert belegtes Gräberfeld der germanischen Siedlung „Mudisa“. 1958 wurden bei einer stadtarchäologischen Grabung dort 38 Bestattungsurnen an der heutigen Anderter Straße im Stadtteil Misburg-Nord gefunden.Juan Carlos Blanco Varela, Wolfgang Illmer: Anton Scholand entdeckte Urnenfriedhof, in Wolfgang Illmer (Hrsg.) et al.: Chronik Misburg. Ursprung bis Gegenwart („Chronik Misburg“), 1. Auflage, Hannover-Misburg: W. Illmer, 2012, ISBN 978-3-00-038582-7, S. 91.

Geschichte mini|Auf dem Gedenkstein eingelassene Inschriftentafel

Noch vor dem Beginn der Völkerwanderung in der Spätantike war an Stelle des heutigen Misburgs etwa um das Jahr 250 die Siedlung „Mudisa“ entstanden.„Chronik Misburg“, S. 46f. 1958 legte der Heimatforscher und Archäologe Anton Scholand auf einer Düne vor dem Seckbruch, wo sich die heute wiederum ehemalige Hofstelle 11Vergleiche die Angaben auf der Inschriftentafel des Gedenksteins" des Bauern Tegtmeier befand, gemeinsam mit Rudolf Niemeyer und F. W. Lüttje ein etwa im 4. und 5. Jahrhundert genutztes Gräberfeld frei. Als Artefakte wurden dabei 38 Urnen aus Keramik gefunden.

An Stelle des ehemaligen Friedhofes wurde später ein Gedenkstein mit einer Inschriftentafel aufgestellt.

Literatur Anton Scholand: Ein Urnenfriedhof der nachchristlichen Eisenzeit von Misburg bei Hannover. In: Die Kunde. Mitteilungen des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte, Neue Folge, Band 9 (1958) S. 221–238.

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Einzelnachweise

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