mini|Osttor Die Burg Takasaki (, Takasaki-jō) befindet sich in der Stadt Takasaki in der Präfektur Gumma. In der Edo-Zeit residierten dort zuletzt die Matsudaira Ōkōchi mit einem Einkommen von 72.000 Koku als größere Fudai-Daimyō.
Burgherren in der Edo-Zeit Ab 1604 ein Zweig der Sakai mit 50.000 Koku, ab 1616 die Toda-Matsudaira mit 20.000 Koku, ab 1617 die Fujii-Matsudaira mit 50.000 Koku, ab 1619 die Andō mit 56.000 Koku, ab 1695 ein Zweig der Ōkōchi mit 52.000 Koku, ab 1701 die Manabe mit 50.000 Koku, ab 1717 wieder die Ōkōchi mit 72.000 Koku.
Geschichte Als Tokugawa Ieyasu nach der Eroberung der Burg Odawara das Kantō-Gebiet übernahm, überließ er seinem Hausältesten, Ii Naomasa (1561–1602), die Burg Minowa (). Ieyasu gab ihm dann aber mit Hinblick auf die wichtige Fernstraße Nakasendō im Jahr 1598 die Burg Wada (), die dieser ausbaute und dann Burg Takasaki nannte. Naomasa wurde 1601 nach Sawayama () in der Provinz Ōmi versetzt; stattdessen übernahm 1604 Sakai Ietsugu (; 1564–1618) die Burg. Es folgten dann weitere Burgherren,Im Jahr 1632 wurde Tokugawa Tadanaga (der jüngere Bruder des dritten Shogun Tokugawa Iemitsu) auf dieser Burg festgesetzt. Er beging im folgenden Jahr Seppuku, Selbstmord. bis Ōkōchi Terusada (; 1665–1747) die Burg übernahm. Die Ōkōchi blieben dann Burgherren bis zur Meiji-Restauration 1868.
Die Anlage mini|links|Burg Takasaki, siehe Text Die Burg befand sich auf einer erhöhten Stufe am Ostufer des Flusses Karasu (, Karasugawa; K) und bildete fast ein Rechteck. Dessen östlicher Teil bildete der dritte Burgbereich, das San-no-maru (, 3), das, zusammen mit dem Westbereich (, N), den zweiten Bereich (, Ni-ni-maru; 2) und den zentralen Bereich, das Hommaru (, 1) umschloss. Einen Burgturm (, Tenshu) gab es nicht, seine Funktion übernahm ein dreistöckiger Wachturm (Yagura), im Burgplan rot markiert.
Die Bereiche waren durch Erdwälle (, dorui) – gelegentlich durch Steinwälle verstärkt – und Wassergräben (, mizubori) getrennt. Am Ostrand des dritten Bereiches befand sich das Haupttor (, Ōte-mon; H) und das Osttor (, San-no-maru higashi-mon; S).
Heute befinden sich auf dem innersten und zweiten Bereich des Burggeländes Bauten der Verwaltung, vom dritten Burgbereich sind ungefähr 1 Kilometer des Grabens und der Erdwälle erhalten geblieben. Erhalten geblieben sind, wenn auch nicht an ursprünglicher Stelle, auch der Inui-Wachturm aus dem HommaruInui (bzw. ) bedeutet die Nordwest-Ecke einer Burganlage. (im Burgplan orange markiert) und das Osttor. Diese beiden Bauten sind aus Privatbesitz zurück erworben worden.
Anmerkungen
Literatur Sugai, Yasuo: Takasaki-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Tokoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604378-5, S. 62. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Takasaki-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.
Weblinks
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