Michael Magnus Anton Welz (* 18. März 1953 in Skellefteå, Schweden) ist ein österreichischer Schauspieler.

Leben Michael Welz wurde als Sohn des Bildhauers und Medailleurs Ferdinand Welz und der Rechtsanwaltssekretärin Edith Welz in Schweden geboren. Seine aus Preußen und Tschechien stammenden Eltern waren nach dem Zweiten Weltkrieg dorthin emigriert. 1955 kam er nach Wien, als sein Vater eine Professur an der Akademie der bildenden Künste Wien annahm. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien und absolvierte eine Meisterschule für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste.

Anfang der 1980er Jahre gab Welz die bildende Kunst auf und widmete sich Performance-Projekten im öffentlichen Raum.

Er nahm privaten Schauspiel- und Gesangsunterricht (Ingrid Sturm, Ute Lasch, Uwe Falkenbach und andere) und wurde Schauspieler in der freien Theaterszene Wiens.

1985 wurde Michael Welz zum Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien ernannt.

2005 gründete er die „Gruppe Spielzeit“, mit der er Bruchstücke.Paarweise von Linde Prelog und Lederfresse mit der VRROOMMM Kettensäge von Helmut Krausser auf die Bühne brachte. Die Gruppe beteiligte sich auch an den vier Folgen der „Vollgas!“-Serie des Das Off Theaters, die Welz gemeinsam mit Ernst Kurt Weigel ins Leben gerufen hatte. Dabei verfasste er auch Stücke und führte Regie.

2008 wurde Michael Welz Mitglied des Wiener Bernhard Ensembles von Grischka Voss und Ernst Kurt Weigel.

Er hat zwei Söhne.

Auszeichnungen 1979: Meisterschulpreis der Akademie der bildenden Künste Wien, 1979 1979: Würdigungspreis des Wissenschaftsministers, 1979 2014: mit dem Bernhard-Ensemble für den NESTROY in der Kategorie „Beste Off-Produktion“ 2014 nominiert (für „Wiener.Wald.Fiction“) 2019: mit dem Bernhard-Ensemble für den NESTROY in der Kategorie „Beste Off-Produktion“ 2019 nominiert (für „LILIOM.CLUB“)

Theater (Auswahl) 2004: Fenn, von Caryl Churchill, Regie: John Colton 2005: Bruchstücke.Paarweise, von Linde Prelog, Regie: Helmut Gebeshuber 2006: Faust ist tot, von David Weiss 2007: Kompakt, Performance 2008: Faust, von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Barbara Crobath 2009: Sylvins Finale, Performance 2010: Kreschpek, Regie: Michael Welz 2011: Educating Rita, von Willy Russell, Regie: Peter Strauss 2013: Bird.Shit.Island, Regie: Grischka Voss und Ernst Kurt Weigel 2014: Skinned, Autor und Regie: Grischka Voss 2014: Wiener.Wald.Fiction, Autor und Regie: Ernst Kurt Weigel 2015: The.Big.Lumpazi, Autor und Regie: Ernst Kurt Weigel 2015: Kz.Imaginaire, Autor und Regie: Ernst Kurt Weigel 2016: Welt.unter.Melancholia, Autor und Regie: Ernst Kurt Weigel 2017: Taxi.Speiber, Autor und Regie: Ernst Kurt Weigel 2017: Beet.Symph.Fünf, Choreographie: Anna Hein, Regie: E.K. Weigel 2018: Liliom.Club, Regie: Ernst Kurt Weigel 2019: This is what happened in the Telephone Booth, Choreographie: Leonie Wahl 2020: The Heldenplatz Thing, Regie: Ernst Kurt Weigel 2021: Der Besuch vom kleinen Tod, Regie: Michael Scheidl 2022: Karneval der Tiere, Regie: Stéphanie Troehler 2023: Alt sein, Regie: Sybille Falkenbach

Als Regisseur 2007: Post Für A.S 2007: Anatol, von Arthur Schnitzler 2008: Zwangsvorstellungen 2008: Über die Jahre, von Michael Welz 2009: Katzen haben sieben Leben, von Jenny Erpenbeck, drama.academy 2011: Aufnahmezustand, drama academy 2012: Nackt Und Gratis!, drama academy 2023: Der Impresario von Schmierna, Autor: Franzobel, Stadtsaal Zwettl 2024: Der Talisman, Autor: Johann Nestroy, Stadtsaal Zwettl

Filmographie (Auswahl) 2005: Kuh, Regie: Vienzenz, Kurzfilm 2007: Eine Minute, Regie: Therese Illiasch 2008: Potio, Regie: Vienzenz 2008: Alyssas Spiegel, Regie: Diego Breit Lira, Kurzfilm 2009: Den Löwen auch spielen, Regie: Corinna Pumm, Kurzfilm 2009: Fladerantenschau, Episode 11, Regie: Louis-Jeremy Spiess, Short, Okto TV 2010: Der Räuber, Regie: Benjamin Heisenberg 2011: Wie man leben soll, Regie: David Schalko, Dor-Film 2012: Erdbeermund, 3D-Eigenproduktion mit Günter Macho 2013: Die Werkstürmer, Regie: Andreas Schmied 2014: Hin und weg, Musikvideo, Julian & der Fux 2015: Die blauen Stunden, Regie: Marc Jago, NonPlusFilm 2015: Kleine Grosse Stimme, Regie: Wolfgang Murnberger 2015: All over me, Musikvideo, Loretta Who 2019: Ein Kind aus Schmerz und Spucke, Regie: Stefan Manuel Eggenweber

Weblinks Michael Welz Homepage Michael Welz in der IMDB Michael Welz bei Castforward

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann