miniatur|Beschreibung Bjalynitschys im mittleren Absatz auf S. 221 eines Faksimiles (1995) der Originalausgabe (1855) von von Mikhail Osipovich Byez-Kornilovich (; 29. September 1796 – 7. Januar 1856), einem russischen Historiker und militärischem Topografen. Bjalynitschy bzw. Belynitschi (, Białyničy; ) ist eine Stadt im Nordwesten des Mahiljouskaja Woblasz in Belarus. Es ist das administrative Zentrum des Rajon Bjalynitschy.

Das Wappen von Bjalynitschy zeigt eine Hodegetria.

Geografie Bjalynitschy liegt etwa 42 km westlich von Mahiljou (der Hauptstadt der Woblasz) und rund 142 km ostnordöstlich von Minsk. Es liegt etwa bei Kilometer 145 an der Fernstraße M4.

Der Fluss Drut fließt an Bjalynitschy vorbei.

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Bjalynitschy im Jahr 1577. Am Ort wurde 1624 ein Karmeliter-Kloster gegründet. Zu einer Minderstadt mit Magdeburger Recht wurde Bjalynitschy am 4. Oktober 1634.

Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts ließen sich jüdische Siedler in Bjalynitschy nieder.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt am 6. Juli 1941 von deutschen Truppen besetzt und am 29. Juni 1944 von der Roten Armee befreit.

Vorsitzender des Exekutivkomitees bzw. des Bezirksvorstandes ist Nikolai Mikhailovich Kodatenko (), der 2013 Aleksandr Nikolajewitsch Voronin () ablöste.

Bevölkerungsentwicklung

JahrBevölkerung 1785 831 1846 940 1939 ~3.124 1968 7.300 1979 8.073 1989 10.625 1999 11.200 2009 10.688 2012 10.639

Im Januar 1939 lebten 781 Juden in Bjalynitschy, was etwa 25 % der Gesamtbevölkerung ausmachte.

Historische Bilder von Kirche und Kloster

Zeitgenössisches Bjalynitschy

Persönlichkeiten Aljaksandr Sjaljawa (* 1992), Fußballspieler Juryj Kawaljou (* 1993), Fußballspieler Dsmitryj Nabokau (* 1996), Hochspringer

Siehe auch Jüdischer Friedhof (Bjalynitschy)

Weblinks

Offizieller Webauftritt von Bjalynitschy

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Mahiljouskaja Woblasz Kategorie:Ersterwähnung 1577