mini|Kaspar Freuler(Museum des Landes Glarus, Freulerpalast) Kaspar Freuler (* um 1593 in Näfels, Kanton Glarus; † 4. November 1651 zwischen Bourges und Poitiers) war ein Schweizer Soldat und Truppenführer.
Familie Kaspar Freuler wurde 1593 in Näfels, Kanton Glarus, als Sohn des Christoph Freuler und Enkel des berühmten Söldnerführers Kaspar Gallati, der Kommandant des Schweizer Garderegiments von 1616 bis 1619 war, geboren.
Freuler war zweimal verheiratet: einmal mit Margareta Hässi, Tochter des Fridolin Hässi, der Kommandant des Schweizer Garderegiments von 1628 bis 1635 war, und danach mit Anna von Reding, Tochter des Heinrich von Reding.
Kaspar Freuler verstarb am 4. November 1651 zwischen Bourges und Poitiers und liegt begraben in Saint-Savin-sur-Gartempe (Poitou).
Militärische Karriere Er trat 1613 im Regiment Gallati in französische Dienste, wurde 1613 Leutnant und 1619 Hauptmann der ColonelleDie erste Kompanie des Regiments, im Besitz des Regimentskommandanten des Schweizer Garderegiments sowie 1635 bis 1651 dessen Kommandant. Sein Nachfolger im Kommando von 1651 bis 1655 war sein Schwager Johann Melchior Hässi.
Er nahm an zahlreichen FeldzügenFeldzugsteilnahmen von Kaspar Freuler (nach Abbé Girard):mini|Feldzüge 1621–22 Ludwigs XIII. 1620 Schlacht bei Les Ponts-de-Cé; 1621 Belagerungen von Saumur, St-Jean d’Angély, Clairac und Montauban; 1622 Expedition zur Île de Ré, Belagerungen von Royan, Nègrepelisse, St-Antonin und weiteren; 1628 Belagerung von La Rochelle; 1629 Belagerungen von Suze und Privas; 1638 Belagerung von Montmélian; 1641 Belagerung von Aire-sur-la-Lys; 1644 Belagerung von Gravelines; 1648 Kämpfe der Fronde um Paris; 1649 Feldzug in die Picardie; 1651 Einsatz gegen einen Aufstand in den Gassen von Paris, wo er eine Verwundung erlitt, an der er einige Tage später verstarb. Ludwigs XIII. teil, so an der Belagerung von La Rochelle, in Südfrankreich gegen die Hugenotten, gegen Spanien und bei der Besetzung des kaiserfreundlichen Lothringen 1633 im Rahmen des Dreissigjährigen Krieges. Er beschützte mit der Garde Ludwig XIV. während der Fronde und wurde 1651 bei Kämpfen in den Gassen von Paris verwundet. Einige Tage später erlag er dieser Verwundung. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich in Saint-Savin-sur-Gartempe zwischen Bourges und Poitiers.
Er war 1637 geadelt und 1646 Ritter des St.-Michael-Ordens geworden.
Der Freulerpalast Er erbaute von 1642 bis 1648 den Freulerpalast in Näfels.
Literaturverzeichnis Abbé Jean-François Girard: Histoire abrégée des officiers suisses qui se sont distingués aux services étrangers dans des grades supérieurs: rangée par ordre alphabétique sur des mémoires & ouvrages autentiques, depuis le commencement du XVIe siècle jusqu’à nos jours, avec des notes généalogiques sur chaque famille. Tome 1, chez B. Louis Piller imprimeur, Fribourg 1781. . Jürg Davatz: Der Freulerpalast in Näfels. Bäschlin Verlag, Glarus 1993.
Siehe auch
Schweizer Truppen in französischen Diensten für das Königshaus der Bourbonen 1589–1792 Freulerpalast
Weblinks Museum des Landes Glarus
Einzelnachweise
Kategorie:Schweizer Offizier in fremden Diensten Kategorie:Person (Kanton Glarus) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1651 Kategorie:Mann Kategorie:Ritter des Michaelsordens