Plouëc-du-Trieux (bretonisch: Ploueg-Pontrev) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Guingamp und zum Kanton Bégard. Die Bewohner nennen sich Landebaëronais(es).

Geografie Plouëc-du-Trieux liegt rund 13 Kilometer (Luftlinie) nördlich von Guingamp im zentralen Norden der Bretagne. Die östliche Gemeindegrenze bildet über weite Strecken der Fluss Trieux, die westliche Gemeindegrenze der Fluss Théoulas.

Durch den Ort führt die Bahnstrecke Guingamp–Paimpol.

Geschichte Der Ort war eine Garnison in gallo-römischer Zeit. Im Jahr 1034 vermachte der bretonische Herzog Alain III. Castellum super Triticum mitsamt der Festung Chàteau fort de Châteaulin-sur-Trieux seinem jüngsten Sohn. Daraus wurde die Vogtei Pont Treu, die 1160 erstmals erwähnt wird. Am 5. Dezember 1132 übertrug Herzog Jean III. die Festung Châteaulin-sur-Trieux in einem Tauschgeschäft Jean de Rais. 1345 brannte der Herzog von Northampton als Statthalter des englischen Königs die Festung nieder. Die Festung wurde nach der Rückeroberung durch die Bretonen neu aufgebaut. Im Jahr 1330 wurde die Gemeinde unter dem Namen Ploec erstmals erwähnt. Bis zur Französischen Revolution verwalteten verschiedene Adelsgeschlechter das Gebiet der heutigen Gemeinde. Von 1793 bis 1801 war Plouëc-du-Trieux ein Teil des Distrikts Pontrieux. Plouëc-du-Trieux ist zudem seit 1801 Teil des Arrondissements Guingamp.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2019Einwohner 1356 1280 1105 1106 1087 1086 1120 1108 1140Quellen: Cassini und INSEE Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und die zahlreichen Toten des Ersten Weltkriegs führten zu einem Absinken der Einwohnerzahlen.

Sehenswürdigkeiten Schloss Kercabin, erbaut 1845 Herrenhaus Manoir de Keralbin (18. Jahrhundert; Pforte aus dem 16. Jahrhundert) Herrenhaus Manoir de Kercabin aus dem 18. Jahrhundert Herrenhaus Manoir de Kerprovost aus dem 18. Jahrhundert Kirche Notre-Dame (erbaut 1895–1897) Kapelle Saint-Jorant (auch Saint-Jorand) aus dem 15. und 16. Jahrhundert Kapelle Notre-Dame-des Neiges in Kerprovost aus dem 14.–17. Jahrhundert alte Häuser in Kergostard (erbaut 1746) und Kerfouler-Bras (erbaut 1636) Menhir von Camarel im Tal der Théoulas Brunnen Saint-Jorant aus dem 17. Jahrhundert in Belle-Eglise Kreuz von Kerprovost neben der Kapelle fünf wasserbetriebene Mühlen in Châteaulin, Coz-Kercabin, Brélidy, Kernavalet und Caramel

Literatur Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 1095–1097.

Einzelnachweise

Weblinks

Foto der Kirche Notre-Dame Infos zu den Sehenswürdigkeiten

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