Die Burg Ueda (, Ueda-jō, weitere Namen sind Amagafuji-jō () und Matsuo-jō ()) befindet sich in der Stadt Ueda (Präfektur Nagano). In der Edo-Zeit residierten dort zuletzt ein Zweig der Fujii-Matsudaira als Fudai-Daimyō.
Burgherren in der Edo-Zeit
Geschichte mini|links|Burg Ueda: 1: Hommaru,2: Ni-no-maru, 3: San-no-maru, Braun: Erdwälle, Grün: trockene Gräben (Weitere Angaben im Text) Die Burg Ueda wurde im Jahr 1583 von Sanada Masayuki (; 1547–1611) so gut erbaut, dass sie den beiden Belagerungen der Tokugawa in den Jahren 1585 und 1600 erfolgreich widerstand.
Nach der gewonnenen Schlacht von Sekigahara wurde Masayuki versetzt, die Tokugawa ließen die Burg abreißen. Nach dem Abriss erhielt jedoch Masyukis Sohn Nobuyuki (; 1566–1658) das Gebiet. Er baute sich einen Wohnsitz, Oyakata () genannt, auf dem hinteren Teil des ehemaligen San-no-maru-()-Bereiches. Die inneren Bereiche, das Hommaru () und das Ni-no-maru () bauten dann die Sengoku ab 1626 wieder auf.
Anlage Die Burg Ueda ist auf einer Anhöhe über einem Seitenarm des Flusses Chikuma (), dem Amagafuchi (), erbaut worden. Das Hommaru besaß sieben zweistöckige Wachtürme, in den Ecken des Ni-no-maru finden sich Basen für Wachtürme. In der Edo-Zeit existierte keine Residenz im Hommaru und im Ni-no-maru, sie befand sich im San-no-maru.
Die Nordostecken im Hommaru und Ni-no-maru sind jeweils zurückgenommen, das könnte die Bedeutung eines Kimon-yoke () haben, das heißt, „dem Teufel kein Einfallstor im Nordosten geben“. Im Hommaru standen daher im Nordosten statt eines Eckturms zwei eng benachbarte Türme. Im San-no-maru lagen die Residenz [R], ein Arbeitsbereich [A] und ein Kräutergarten [G]. Dort befand sich auch das Haupttor [H], das die Burg mit der Außenwelt verband. An der Westseite wurde die Burg durch den Koizumi-Bereich (, Koizumi-kuruwa) geschützt.
Heute existieren an der Südseite des Hommaru noch der Nord-, West und Süd-Wachturm, in dem Plan orange markiert. Der Nord- und Südwachturm war in der Meiji-Zeit abgerissen und nach draußen umgesetzt worden. Sie wurden aber im Zuge von Bauarbeiten ab 1943 wieder an ihren alten Platz zurückversetzt. 1994 wurde das östliche Tor, Higashi-Koguchi yaguramon (Koguchi (), wörtlich Tigermaul, bezeichnet eine Torform, die geradezu ins Innere führt.), des Hommaru und ein Stück des der trockenen Grabens wiederhergestellt.
Im Sanada-Schrein (, Sanada-jinja) im Hommaru werden die Vorfahren der Sanada verehrt. Ein weiterer Schrein im Ni-no-maru ist der Shōkon-sha ().In der Meiji-Zeit gegründeter Schrein zur Verehrung der Toten, die ihr Leben für das Vaterland gelassen haben. Dieser Schreintyp wurde 1939 in Gogoku-Schrein umbenannt, in Tokyo ist heißt dieser der Yasukuni-Schrein. Das Gelände der Residenz im San-no-maru wird heute von der Ueda-Oberschule genutzt.
Bilder
Anmerkungen
Literatur Takada, Toru: Ueda-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Tokoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604378-5, S. 100. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Ueda-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.
Weblinks
Ueda Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Nagano Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Japan Kategorie:Erbaut in den 1580er Jahren Ueda Kategorie:Ueda