Lichtenfels ist ein ehemaliger Ortsteil von Friedersbach.
Geografie Die Ortslage, die über die Böhmerwald Straße leicht erreicht werden kann, wird heute an drei Seiten vom Ottensteiner Stausee umspült, wo auch die Burgruine Lichtenfels steht.
Geschichte Bald nachdem die Burgruine Lichtenfels im Jahr 1628 an die Herrschaft Rastenberg gelangte, wurde der zugehörige Meierhof in Lichtenfels aufgelassen. Die Felder gab man fünf neuangesiedelten Holden, die nordwestlich der Burg fünf Bauernhöfe errichteten, die dem Ort und der Pfarre Friedersbach angehörten. Der heutige Wald Hofbreiten diente als Ackerland, aber auch in der Flur Schacher wurde ein Teil der Wälder gerodet und als Schacherreith-Überlände den einzelnen Höfen zugeteilt.
Im Jahr 1822 wurde der Ort mit zwei einzelnen Häusern genannt, die nach Friedersbach eingepfarrt waren, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Rastenberg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.
Wegen des häufig auftretenden Wassermangels verkauften die Bauern 1895 ihre Höfe wieder an die Herrschaft, die die Äcker mit Wald ansetzte. Heute steht im Gebiet des ehemaligen Ortes nurmehr ein Haus, das im Winter unbewohnt ist: Es gehört zum hier befindlichen Campingplatz.
Literatur
Hans Hakala, Walter Pongratz: Zwettl-Niederösterreich. Die Gemeinde. 2. Band, Zwettl 1982, S. 147 und 152 (zwettl.gv.at).
Weblinks Webseite des Campingplatzes Lichtenfels
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Zwettl-Niederösterreich) Kategorie:Ort im Bezirk Zwettl Kategorie:Wüstung in Niederösterreich Kategorie:Aufgelöst 1895