Christian Beckmann (auch: Christianus Beckmannus oder Beckman oder Becman;Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek nebst Querverweisen * 1569 in Rehburg-Loccum; † 6. Dezember 1606 in Hannover)Beckmann, Christian in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, zuletzt abgerufen am 15. Juli 2016 war ein deutscher Theologe, Dozent, Lehrer und Rektor der hannoverschen Lateinschule.Sabine Wehking: DI 36: Stadt Hannover (1993) / Nr. 227† / Nikolaifriedhof / 1600 auf der Seite inschriften.net; Deutsche Inschriften Online

Leben mini|Grabstele der auf dem Nikolaifriedhof der im Jahr 1600 bestatteten Ehefrau Beckmanns, Catharina Romels; gezeichnet von Johann Heinrich Redecker, abgebildet in seiner ab 1723 erstellten Chronik Historische Collectanea…

mini|Die Nikolaikapelle als Ziel einer Leichnams-Prozession aus dem Steintor heraus bis zum Alten St. Nikolai-Friedhof im „Steintorfeld“; Kupferstich um 1740 von I. G. Schmidt nach E. E. Braun, aus Grupens Origines Et Antiqvitates

Christian Beckmann wurde in Rehburg geboren, als Sohn des dortigen Bürgermeisters Gerd Beckmann († 1606 oder später).Matthias Bollmeyer: Lateinisches Welfenland …, passim; großteils online über Google-Bücher

Beckmann immatrikulierte sich für das Fach Theologie am 8. Juni 1587 in Helmstedt unter dem damaligen Konrektor Tilman Hesshusen an der Academia Julia (Carolina) helmstadiensis, wo er am 23. Oktober 1595 mit dem Abschluss Magister promovierte.

Zeitweilig war Beckmann Lehrbeauftragter an der Universität Helmstedt.

Beckmann stand in Korrespondenz mit Heinrich Scheilken oder Henricus Scheylken sowie mit dem zuletzt in Hannover tätigen Magister Samuel Scernicovius.

Laut dem Kirchenbuch der hannoverschen Marktkirche ging Beckmann spätestens 1596 nach Hannover, wo er seitdem und bis 1598 zunächst Konrektor, ab 1598 und bis zu seinem Tode im Jahr 1606 die Stellung des Rektors der hannoverschen Lateinschule wahrnahm. Nach der Übernahme der Lateinschule ließ Beckmann 1599 eine Schulordnung drucken, durch die er den Lebenswandel seiner Schüler regelte, insbesondere ein das eigentlich ohnehin bereits durch die Stadtordnung verbotene Glücksspiel untersagte, namentlich das Würfelspiel und das Kartenspiel. Aber auch Kaltbaden, Eislaufen und Schneeballschlachten waren nun verboten.Siegfried Müller: Das Innere der Stadt, in Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein: Geschichte der Stadt Hannover, Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, Hannover: Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, 1992, ISBN 3-87706-351-9, S. 101–119; hier: S. 119; online über Google-Bücher

Beckmann heiratete am 24. Juni 1599 in der Aegidienkirche in Hannover die Katharina Rommel. Ein der Gratulanten in Form eines später gedruckten Gedichtes war der hannoversche Konrektor Samuel Scernicovius († 1606). Ein anderer Autor war der Kantor und Pastor David Meier. Doch schon rund Jahr nach der Hochzeit starb Beckmanns Ehefrau am 21. Juni im Jahr 1600 bei der Geburt eines gemeinsamen Kindes. Sie wurde als Catharina Romels auf dem damaligen Nikolaifriedhof bestattet, wie eine Grabstele mit ihrem und dem Familien-Wappen ihres Witwers dokumentierte: Für die Familie Beckmann stand ein „im Bach stehender Mann mit einem Fisch in der Hand“, für Rommel das geteilte Wappenschild, in dem oben ein goldener Löwe in grün zu sehen war, während die untere Hälfte gold/grün gerautet war.

Schon im Folgejahr 1601 heiratete Christian Beckmann seine zweite Ehefrau Dorothea, geborene Leuchtmeier oder Leuchtemeier, auch Luchtemeier geschrieben, die Tochter eines hannoverschen Ratsherrn. Mit ihr sollte Beckmann zwei Töchter und zwei Söhne zeugen, „[…] von denen noch jeweils ein Kind“ den Vater überlebte.

Christian Beckmann starb nach längerer Bettlägerigkeit. Zwei Tage nach seinem Tod wurde er am 8. Dezember 1606 auf dem Nikolaifriedhof begraben unter Teilnahme zahlreicher Personen bestattet. Seine Leichenpredigt hielt der Marktkirchen-PastorRupertus Erythropilus: Christliche Leichpredigt/ Gehalten bey dem Volckreichen Begräbnis des … Herrn M. Christiani Beckmanni Rectoris scholae Hannoveranae: Welcher Anno 1606. den 6. Decembris … in Gott seliglich eingeschlaffen/ Und Folgends den 8. Decembris auff den Gottesacker zu S. Nicolaus ehrlich begraben, Jacob Lucius: Helmstedt 1607; online und Rektor Rupert Erythropel.

Ungeklärt ist bisher, ob ein am 21. Juni 1616 ebenfalls in Helmstedt immatrikulierter Christian Beckmann ein Sohn des hannoverschen Rektors der Lateinschule war.

Literatur (Auswahl) Matthias Bollmeyer: Lateinisches Welfenland. Eine literaturgeschichtliche Kartographie zur lateinischen Gelegenheitsdichtung im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg im 16. und 17. Jahrhundert (= Noctes Neolatinae, Bd. 20), Hildesheim; Zürich; New York, NY: Olms, 2014, ISBN 978-3-487-15113-7 und ISBN 3-487-15113-8, passim; großteils online über Google-Bücher Digitalisate der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (in lateinischer Sprache): Nicolaus Laspenius: Carmen Elegiacum de gloriosa et salutifera resurrectione domini ac Saluatoris nostri Jesu Christi ; De gloriosa et salutifera resurrectione domini ac Saluatoris nostri Jesu Christi, Monografie, Jacob Lucius: Helmstadii, 1591: online Alexander Arnoldi, Johannes Frida: Carmina In Honorem Nvptiarvm Dn. M. Christiani Bechmani, Scholae Hannoveranæ Rectoris dignissimi, Sponsi, Et … Virginis Catarinæ, Ornatißimi Viri Thomæ Romels p.m. filiæ, Sponsæ, Hochzeitsschrift der beiden hannoverschen Schüler, Konrad Horn: Henricopoli, 1599; online

Weblinks

Beckmann, Christian (1569 - 1606) bei CERL Thesaurus

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Theologe (16. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Theologe (17. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Helmstedt) Kategorie:Person des Christentums (Hannover) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1569 Kategorie:Gestorben 1606 Kategorie:Mann