Jean Roland Quignon (* 19. Dezember 1897 in Paris; † 12. Mai 1984 in Nesles-la-Vallée) war ein französischer Filmarchitekt und Filmregisseur.

Leben und Wirken Jean Roland Quignon ließ sich als junger Mann von seinem künstlerisch tätigen Vater, dem Maler Fernand Quignon, in der Malkunst unterrichten. Anschließend besuchte er in seiner Heimatstadt Paris die École des Beaux Arts, wo er auch das theoretische Rüstzeug erhielt. Ab 1923 arbeitete Quignon ein Jahrzehnt lang als Bühnenbildner, kurzzeitig auch in Deutschland.

1933 wechselte er zum Film. Hier entwarf er in den kommenden zwei Jahrzehnten die Bauten zu einer Fülle von Unterhaltungsproduktionen, die zwar beliebt waren, filmhistorisch aber keine Bedeutung besitzen. Seine Filmbauten gestalteten überwiegend Dramen, hin und wieder lieferte er auch die Szenenbilder zu Kostümstoffen, Leinwandoperetten und Komödien wie Atoll K, den letzten Film mit Stan Laurel und Oliver Hardy. Seit Mitte der 1950er Jahre hatte sich Quignon auch hin und wieder mit nicht allzu großer Resonanz als Filmregisseur versucht.

Filmografie als Filmarchitekt

als Regisseur oder Co-Regisseur: 1955: Les main liées 1956: Ah! Quelle équipe 1965: Les enquiquineurs / Bon Weekend 1969: Au frais de la princesse

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 370.

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