Die Burg Kameyama (, Kameyama-jō) ist eine japanische Burg in der Stadt Kameyama, vormals Provinz Ise, heute Präfektur Mie. In der Edo-Zeit residierten dort nacheinander neun kleinere und mittelgroße Daimyō, zuletzt die Ishikawa mit einem Einkommen von 60.000 Koku.

Burgherren in der Edo-Zeit

Geschichte mini|links|Burg Kameyma: 1: Hommaru mit Burgturm (Rot),2: Ni-no-maru,3: San-no-maru,D: Nishi-demaru, N: Nishi-no-maru,T: Haupttor, K: Kyoguchi-Tor,Braun: Wall, Grün: trockener Graben Die Geschichte der Burg Kameyama geht – ähnlich wie die der Burg Tsu – bis in die Kamakura-Zeit zurück. Im Jahr 1264 baute Seki Sanetada () die Burg Wakayama (), unweit westlich der heutigen Burg Kameyama. Diese war nun Wohnsitz der Seki, bis 1590 Seki Kazumasa (; 1564–1620), Kamō Ujisato (; 1556–1595) nach Nordjapan folgte. Danach baute dessen Vasall Okamoto Munenori (; 1544–1600) südwestlich davon auf einer Anhöhe am Nordrand des Suzuka-Flusses () die jetzige Burg Kameyama. Auf dem Bergrücken wurde der zentrale Burgbereich, das Hommaru () und die weiteren Bereiche Ni-no-maru () und im Osten das San-no-maru () sowie das südliche San-no-maru () angelegt.

Im Jahr 1632 gab das Shogunat die Anweisung, die Burg Kameyama in der Provinz Tamba auszubessern. Der Beauftragte, Horio Tadaharu (; 1599–1633), fing irrtümlich an, die gleichnamige Burg hier in Ise zu reparieren und den Burgturm (Tenshu) auseinanderzunehmen. Trotz des Irrtums verweigerte das Shogunat die Genehmigung zum Wiederaufbau des Tenshu. Ab 1641 übernahm ein neugebauter dreistöckiger Wachturm (Yagura) die Tenshu-Funktion.

1873 wurden gemäß den Regierungsverordnungen infolge der Meiji-Restauration die meisten der noch erhaltenen Burggebäude abgerissen.

Sonstiges mini|Die Burg rechts oben auf der 46. Station der 53 Stationen des Tōkaidō Auf der Steinbasis vom Tenshu ist ein auf der Mauer aufgesetztes Burggebäude, ein „gestreckter Yagura“ (), als Eckgebäude erhalten. Abgesehen von dem Tamon-yagura sind nur noch die Ruinen der 15 Meter hohen Mauern erhalten (Siehe Bild oben). Auf dem Burggelände befinden sich der neuere buddhistische Tempel Ōmoto-ji, ein öffentlicher Park, welcher von einer Grund- und einer Mittelschule genutzt wird sowie das Geschichtsmuseum der Stadt Kameyama. Seit 2001 findet auf dem Burggelände jährlich das „Kameyama Castle Cherry Blossom Festival“ statt.

Südlich der Burg führte die historische Verbindungsstraße von Edo, dem heutigen Tokyo, nach Kyōto vorbei, der Tōkaidō. So erscheint Kameyama auf Holzschnitt-Serien der Edo-Zeit mit den Poststationen dieser Straße (Siehe: 53 Stationen des Tōkaidō). Besonders bekannt ist ein Holzfarbschnitt von Utagawa Hiroshige, der die Burg auf der 46. Station zeigt.

Die Burg liegt heute ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt von dem JR Central Bahnhof Kameyama.

Literatur Kato, Masafumi: Kameyama-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604379-2. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Isekameyama-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.

Weblinks

Kameyama Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Mie Kategorie:Erbaut in den 1590er Jahren Kameyama #Ise Kategorie:Kameyama (Mie)