Erich Schickling (* 19. April 1924 in Býkov (dt. Pickau), Tschechoslowakei; † 16. Februar 2012 in Eggisried bei Ottobeuren) war ein deutscher Maler und Bildender Künstler.

mini|Osterfenster, Hauskapelle der Erich-Schickling-Stiftung

Leben Erich Schickling studierte von 1947 bis 1952 an der Kunstakademie München und war Meisterschüler bei Josef Hillerbrand. 1956 gewann er den Ersten Preis beim Ideenwettbewerb für die Glasfenster in der Elisabethkirche (Marburg). Dieser erste Wettbewerb öffnete Erich Schickling den Weg für ca. 80 Auftragsarbeiten zur Gestaltung von Glasfenstern und Wandmalereien in kirchlichen und öffentlichen Gebäuden in Bayern, Deutschland und Brasilien. Parallel dazu entstand ein umfangreiches Werk von Hinterglasbildern mit Themen aus dem Alten und Neuen Testament, Bilder mythischen Charakters, Landschaften, Blumenstillleben und in seinem späteren Schaffen großformatige Gemälde mit Themen aus der griechischen Mythologie.1990: ZDF-Porträt zum Gründonnerstag in der Sendereihe Tele-Illustrierte2002 Bayer. Fernsehen: Porträt im Bayern-Journal2009 Bayern III: Portrait zu Palmsonntag in der Sendung Aus Schwaben und Altbayern, ein Beitrag von Georg Bayerle.2014 Bayern 2: Doppelporträt von Christoph Thoma über Erich Schickling und Fritz Koenig (Bildhauer)

Erich Schickling arbeitete mit zahlreichen Architekten zusammen, u. a. Wilhelm Wichtendahl, Walter Schlegel (Schweiz) und Josef Naumann. Zum Künstler- und Freundeskreis von Erich Schickling sowie der heutigen Erich-Schickling-Stiftung zählen Arthur Maximilian Miller, Eugen Biser, Julius Berger, Peter Lika, Hartmut Höll, Peter Härtling und Helmut Magg.

Schickling war verheiratet; seine Ehefrau Inge wurde am 19. März 1925 geboren und verstarb am 22. September 2016.

mini|Ausschnitt aus Orpheus und Eurydike, Malerei auf Hartfaserplatte (2003) mini|Allgäuer Höfe, Hinterglasbild (1975) mini|Sonne – Symbol des Urlichtes, Bronzeskulptur (2005) mini|Glockenturm auf dem Gelände der Erich-Schickling-Stiftung in Eggisried Preise und Auszeichnungen 1953: Paris-Stipendium und Jubiläumsstiftung der Stadt München 1956: Erster Preis beim Ideenwettbewerb für Glasfenster in der Elisabethkirche (Marburg) 1993: Medaille der Masaryk-Akademie der Künste, Prag 2009: Preis Pro Suebia der Eugen-Liedl-Stiftung für das künstlerische Lebenswerk

Werke (Auswahl) Krypta der Basilika St. Alexander und Theodor (Ottobeuren); Bruder-Klaus-Meditationsfenster, auf pfarrei-ottobeuren.de St. Paul (Regensburg); Glasfensterzyklus St. Ulrich in St. Peter Ording; Glasfensterzyklus und Altarkreuz Stadtpfarrkirche Mariä Geburt, Nittenau; Zwei große Glasfenstergiebel sowie eine GlasrosetteBildergalerie, auf pfarrei-nittenau.deDie Kirchenfenster - Das alte Testament, auf pfarrei-nittenau.de Kloster St. Gabriel, München-Pullach; Schöpfungsfenster Bronzeskulptur Sonne – Symbol des Urlichtes (2005); Eingang zur Erich-Schickling-Stiftung, Eggisried Haus St. Bonifatius der Deutschen Gemeinde, Rio de Janeiro, Brasilien: Bonifatius-Wandbild St. Peter und Paul, Schweinfurt: Altarkreuz in Mosaik und Hinterglas St. Petrus, Augsburg-Lechhausen: Glasfenster (1964) Grundschule Buxheim; Wandbild (1966) Stadtpfarrkirche Rain, Glasfenster, 1974Pfarreiengemeinschaft Rain zu den Glasfenstern in der Stadtpfarrkirche, abgerufen am 4. April 2022Erich Schickling: Ausstellung im Gempfinger Pfarrhof 2022 katholisch1tv, Bericht: Stefan Fischer, Kamera: Sebastian Herzog, abgerufen am 5. Februar 2026

St. Johannes Evangelist (Diesenbach) (Architekt: Alexander von Branca); 14 Kreuzwegbilder (1985) Pfarrkirche St. Josef, Neunburg vorm Wald; Glasfensterzyklus (1991)

Erich-Schickling-Stiftung Erich Schicklings Bilder sowie Entwürfe zu seinen Glasfenstern sind heute überwiegend in der 1999 gegründeten Erich-Schickling-Stiftung in Eggisried bei Ottobeuren in der von ihm selbst geschaffenen Architektur und Parklandschaft inmitten des Günztales zu sehen.Erich Schickling, sein Werk und die Stiftung Beitrag von Klaus Röder, Bayerisches Fernsehen in der Reihe „Unter unserem Himmel“, 2021, ab Laufzeit 35:10, abgerufen am 9. Februar 2026. An diesem Ort kultureller Begegnung finden neben Bildführungen und Bildbetrachtungen auch Lesungen, Konzerte und Vorträge statt. Ein vollständiges Werkverzeichnis ist im Aufbau. 2024 wurde anlässlich des 100. Geburtstags der Bildband Erich Schickling 1924–2012. Werke – Wirken – Licht herausgegebenBildband Erich Schickling 1924–2012. Werke – Wirken – Licht. Kunst-Verlag Josef Fink, 2024, ISBN 978-3-95976-469-8, 240 Seiten, 200 Abbildungen. und bei allgäu.tv erschien ein Videobeitrag.Bianca Wölfle, Anna Baiz: Zum 100. Geburtstag von Erich Schickling. Allgäu TV. 2024, abgerufen am 5. Februar 2026.

Einzelnachweise

Weblinks

Erich-Schickling-Stiftung

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