Dieser Artikel behandelt die von der ehemaligen Luftverkehrsgesellschaft Swissair verwendeten Flugzeuge und Flugzeugtypen.
FlugzeugAnzahlvonbisAnmerkungenFokker VII a119311950Die Maschine war zwischen 1931 und 1950 im Europa-Einsatz. Anfängliches Luftfahrzeugkennzeichen CH-157. Die Fokker F VIIa kam 1927 als CH-157 zur Balair, 1931 zur Swissair. Sie wurde anfänglich hauptsächlich auf der Poststrecke Dübendorf – Le Havre – Cherbourg eingesetzt. 1933 Austausch des 420 PS Jupiter Motors gegen 500 PS Wright Cyclone. 1934 neues Kennzeichen HB-LBO. Im Winter 1938/39 wurde der 720 PS Cyclone Reserve Motor der 1936 am Rigi verunglückten Clark HB-ITU montiert, der Hecksporn durch das Heckrad der Clark ersetzt und die Haupträder mit Palmer Bremsen ausgerüstet, die 8 Passagiere Korbsessel mit 10 neuen Sitzen ausgetauscht. 1939–1948 Schul-, Rund- und Keuchhustenflüge. 1948 zu Farnerwerke Grenchen. 1950 ausser Betrieb genommen und im Bider Hangar Bern-Belp eingelagert. 1966 durch das Fokker Team restauriert. Seit 1972 im Verkehrshaus der Schweiz ausgestelltFokker VII b819311935dreimotorige Version, übernommen von Ad Astra Aero und Balair; CH-193 1931 während Betankung in Paris Le Bourget abgebrannt; CH-192 wurde 1934 an die abessinische Regierung verkauft und nach Addis Abeba überführt; HB-LAK 1935 nach Notlandung in Promasens für Ersatzteile zerlegt; die restlichen fünf Maschinen wurden 1935 an die italienische Ala Littoria verkauftDornier Merkur219311931übernommen von Ad Astra Aero; wurden aber nie im Linienbetrieb eingesetztMesserschmitt M18 d119311938hatte eine spezielle Vorrichtung für Luftaufnahmen, in erster Linie für Rund-, Alpen- und Sonderflüge eingesetztComte AC-4119311947übernommen von Ad Astra Aero, in erster Linie für Rund-, Alpen- und Sonderflüge eingesetzt. Das erste in Serie gebaute Flugzeug der Schweiz und zudem das älteste noch fliegende Flugzeug im Originalzustand in Europa. Wegen ihrer gutmütigen Flugeigenschaften und der geschlossenen Kabine bekam sie den Übernamen «Gentleman». Wurde 1947 an eine Privatperson in Deutschland verkauft. Für das 1981 anstehende 50-Jahr-Jubiläum kaufte die Swissair die Maschine wieder zurück und wurde als HB-IKO registriert. Ab 2002 im Besitz der SR Technics. Seither als Geschenk im Verkehrshaus der Schweiz, Lager Rain LULockheed 9 Orion219321936schnellstes Verkehrsflugzeug seiner Zeit; beide an die spanische Regierung verkauft, wurden im Spanischen Bürgerkrieg eingesetztClark GA-43219341936erstes Ganzmetallflugzeug in der Swissair-Flotte; erstes Flugzeug mit Funksprechanlage; zehn Passagierplätze; HB-LAM wurde 1936 an die spanische Regierung verkauft und wurde im Spanischen Bürgerkrieg eingesetzt; HB-ITU war zuvor durch einen Absturz an der Rigi verloren gegangenCurtiss AT-32C Condor119341934erster Doppeldecker in der Flotte mit 15 Passagierplätzen und erstmals mit Flugbegleiterin betrieben; nach bloss drei Monaten Einsatz in Wurmlingen abgestürztDouglas DC-2619351952gebaut in Lizenz von Fokkerwerken; Platz für 14 Passagiere; erstes Flugzeug in der Flotte mit schalldichter Kabine; HB-ITI musste nach einer Bruchlandung in Dübendorf abgeschrieben werden. HB-ISA wurde im gleichen Jahr nach Spanien verkauft und flog für Iberia und die spanische Luftwaffe; HB-ITA wurde 1939 in Frankreich nach Absturz zerstört; HB-ISI wurde 1944 in Stuttgart nach einem Bombenangriff zerstört. Die restlichen zwei Maschinen (HB-ITE und ITO) wurden zuletzt für Rundflüge eingesetzt und 1952 an die südafrikanische Phoenix Airlines verkauftJunkers Ju 86 B-021936193910 Passagierplätze; ursprünglich mit Jumo-Dieselmotoren ausgerüstet; HB-IXI schied nach Bruchlandung im August 1936 aus der Flotte aus und wurde durch die HB-IXE ersetzt, die später mit neuen BMW-Motoren ausgerüstet wurde; mit neuem Kennzeichen HB-IXA nach Absturz im Juli 1939 abgeschriebenDe Havilland DH.89 Dragon Rapide319371954zweimotoriger Doppeldecker für sechs Passagiere; erstes britisches Flugzeug der Flotte; übernommen von der Ostschweizerischen Aero-Gesellschaft. Wurde mehrheitlich als Verbindungsflugzeug, für kleinere Materialtransporte und für Rundflüge eingesetztDouglas DC-3161937196921 Passagierplätze in 2/1 Bestuhlung, nach Einführung der Touristenklasse auf 26 erweitert. Die ersten zwei Maschinen wurden im Juni 1937 nach Cherbourg verschifft und danach in die Schweiz überflogen. Die 1938 angeschaffte HB-IRO wurde erstmals mit einer Flügelenteisungsanlage ausgerüstet. Die zwei ersten Maschinen wurden 1938 nachträglich mit leistungsstärkeren Wright-Cyclone G-102-A Motoren ausgerüstet. HB-IRU wurde 1940 an die A/B Aerotransport verkauft. Nach dem Weltkrieg wurden zwei fabrikneue Maschinen angeschafft (HB-IRB und IRC) sowie drei Dakotas mit Typbezeichnung C-47-B-5-DK aus amerikanischen Armeebeständen übernommen (HB-IRD, IRF und IRG). Vier weitere Dakotas kamen etwas später dazu: HB-IRL, M, N und X. Letztere nach der Übernahme der ALPAR. HB-IRD musste 1950 zur Sicherung der Liquidität an die Israelische Luftwaffe verkauft werden. Die vier ältesten Maschinen (HB-IRA, E, I und O) wurden 1955 in die USA verkauft und flogen für Ozark Airways. Die verbleibenden Maschinen wurden ab Ende der 1950er Jahre vorwiegend zu Schulungszwecken und vereinzelt für den Zubringerdienst eingesetzt. HB-IRK stürzte 1957 bei einem Schulungsflug zwischen Romanshorn und Arbon in den Bodensee. HB-IRF und G wurden 1960 an die spanische Spantax verkauft. Um den technischen Betrieb zu entlasten, wurden die verbliebenen Maschinen ab 1960 von einer Drittfirma gewartet. HB-IRL wurde 1961 nach Katanga, Kongo verkauft und HB-IRM im selben Jahr nach Marokko. Die letzten Einheiten dienten bis 1969 als Schulungsflugzeuge. HB-IRC wurde nach Südafrika verkauft und flog für Protea Airways als ZS-FRJ. Danach für Swazi-Air als 3D-ABI. Später noch bei der Air Force of Zimbabwe als R7310. Ab 1991 in Harare abgestellt. HB-IRN wurde an das Verkehrshaus der Schweiz geschenkt, wo sie heute noch ausgestellt ist. HB-IRX ging an Ethiopian Airlines mit der Immatrikulation ET-ADC. Am 31. Mai 1976 in Massaua nach Explosion durch Feuer zerstörtde Havilland DH.98 Mosquito119451945von der Schweizer Armee übernommen, um Postflüge durchzuführen. Wurde auch zum Pilotentraining verwendet. Ging nach Kriegsende wieder zurück an die Armee. War ursprünglich von der Schweizer Armee interniert worden, nachdem die Maschine 1942 in Bern-Belp notlanden mussteDouglas DC-4519461959erstes 4-motorige Flugzeug der SR mit 55 Passagierplätzen; HB-ILA, ILE, ILO und ILI wurden fabrikneu erworben. Erstes Langstreckenflugzeug der Swissair, das über den Atlantik flog. HB-ILE musste 1950 nach einer Bruchlandung in Sydney, NS abgeschrieben werden, HB-ILO ein Jahr später nach Bruchlandung in Amsterdam. Als Ersatz wurde 1952 eine gebrauchte Maschine von Pan Am angeschafft und als HB-ILU in den Dienst gestellt. HB-ILI wurde 1958 an die Syrian Airways verkauft. Die letzten zwei Flugzeuge (HB-ILA und HB-ILU) wurden 1959 an Balair verkauft. Die ehemalige HB-ILA stürzte ein Jahr später im Djebel Marr Gebirge im Sudan ab. Die Maschine «Unterwalden» mit dem Kennzeichen HB-ILU verliess die Schweiz 1969, kehrte kurz 1987 zurück und steht heute als Luftbrückendenkmal in Frankfurt.Mraz M-65 Cap119481950tschechische Lizenzversion der Fieseler Storch. Wurde für Photo- und Funkmessflüge verwendet. Im Oktober 1950 an Lindt & Sprüngli verkauftNord 1000119481953französische Version der Messerschmitt ME-108 Taifun. 4-plätziges, einmotoriges Verbindungsflugzeug. Wurde an das Eidgenössische Luftamt verkauftConvair CV-240819491957Zweimotoriges Kurzstreckenflugzeug mit 40 Passagierplätzen in 2/2 Bestuhlung. Erstes Flugzeug der Swissair mit Druckkabine. HB-IRP, S, T und V wurden fabrikneu geliefert und ab April 1949 Im Europaverkehr eingesetzt. Drei weitere Maschinen (HB-IRW, X und Y) wurden 1953 von KLM übernommen. HB-IRW nach Notwasserung im Ärmelkanal im folgenden Jahr abgeschrieben. Als Ersatz wurde eine weitere Maschine (HB-IMA) von KLM übernommen. Alle Maschinen wurden 1956 an die amerikanische Mohawk Airlines verkauft, wobei zwei Maschinen noch bis 1957 zurückgemietet wurden. HB-IMA flog später noch für Trans Florida Airlines.Douglas DC-6B819511962ausgelegt für 69 Passagiere. Erstes Langstreckenflugzeug mit Druckkabine. HB-IBA und HB-IBE wurden vom Bund gekauft und bis 1955 an die Swissair vermietet, bevor sie in deren Besitz übergingen; sie waren ab 1951 auf der Paradestrecke nach New York im Einsatz. HB-IBE wurde am 10. Mai 1952 von einer Stratocruiser der Pan Am am Flughafen Idlewild (später John F. Kennedy International Airport) gerammt und erheblich beschädigt und fiel mehrere Wochen aus. Die dritte DC-6 (HB-IBI) wurde Ende 1952 in den Dienst gestellt und war bereits mit Slumberette-Bestuhlung und Betten ausgerüstet. Drei weitere fabrikneue Maschinen (HB-IBO, U und Z) wurden 1953 geliefert. Ab 1956 wurden alle Maschinen mit Bordradaranlagen nachgerüstet. Ab 1960 wurden die DC-6 auch im Europaverkehr eingesetzt. HB-IBC wurde 1961 an LAB nach Bolivien verkauft wo sie als CP-707 am 15. März 1963 in Peru abstürzte. HB-IBZ wurde im gleichen Jahr an Balair verkauft und flog später noch als 9T-TLB in der Luftwaffe von Zaire. 1962 wurde die restlichen Maschinen verkauft: Drei gingen an Sterling Airways: HB-IBA wechselte danach noch mehrmals den Besitzer – unter anderem war sie als Löschflugzeug in Kalifornien im Einsatz; der letzte war Everts Air Fuel in Fairbanks, Alaska. HB-IBI musste nach einer Bruchlandung am 13. April 1963 in Kopenhagen abgeschrieben werden und HB-IBE ereilte das gleiche Schicksal am 23. Dezember 1967 auf dem Flughafen Göteborg/Torslanda. HB-IBO wurde zunächst an Finlantic vermietet, bevor sie 1963 an Olympic verkauft wurde. HB-IBU wechselte zur Balair und flog später humanitäre Einsätze im Biafra-Krieg. Später wurde sie an Span East Airlines in Florida verkauft, darauf an Lukas Air als 9Q-CVM und ist nun seit Jahren in Kinshasa am VerrottenConvair CV-440 Metropolitan1219561968Weiterentwicklung der Convair CV-240 mit einer Reichweite von rund 3000 Kilometern. Erstes Flugzeug der Swissair mit Wetterradar, das es ermöglichte, Schlechtwetterzonen frühzeitig und bei Nacht zu erkennen und auszuweichen. Die Triebwerke waren identisch mit denjenigen der DC-6B. Die ersten sieben Maschinen (HB-IMB, C, F, G, H, K und L) wurden 1956 in Dienst gestellt. Eine Maschine (HB-IMD) verunfallte beim Ablieferungsflug in der Nähe von Shannon. Vier weitere Einheiten (HB-IMM, N, P und R) kamen 1957 hinzu. Nach Einführung der DC-9 wurden die Maschinen schrittweise verkauft: HB-IMC ging 1966 an Martinair, wurde später zu einer Convair CV-640 umgebaut und an Redwing Airways (Century Airlines) veräussert. HB-IMH wurde ebenfalls 1966 verkauft und flog danach als HR-SAP, später CP-1314. HB-IMR wurde 1966 an die Deutsche Luftwaffe verkauft und flog später für Pan Adria (Transadria, Croatia Airlines) als YU-ADV, wo sie 1971 bei einer Bruchlandung verloren ging. 1967 verkleinerte sich die Flotte um zwei weitere Einheiten: HB-IMF stürzte am 10. Februar 1967 während eines Schulungsfluges an der Lägern ab. HB-IMB wurde wie die HB-IMR an die Deutsche Luftwaffe verkauft und flog später ebenfalls für Pan Adria (Transadria, Croatia Airlines) als YU-ADU und später noch für Aero Leon in Mexico als XA-HEK; sie zerschellte in den 80er Jahren in der Nähe von Oaxaca an einem Berg. 1968 verliessen die letzten Einheiten die Flotte: HB-IMG und HB-IMK flogen danach für Great Lakes Airlines als CF-GLC (später C-FGLC), respektive CF-GLD (später C-FGLD), Zweitere ging danach an Key Airlines. HB-IML ging vorerst an SAHSA nach Honduras als HR-SAU, danach flog sie für San Francisco Aervicios Aereos (CP-1332) und North East Bolivian Airways. Seither im La Paz abgestellt. HB-IMM ging an SATA, wurde zu einer Convair CV-640 umgebaut und am 17. Juli 1973 nach einem Landeunfall in Tromso schwer beschädigt und verschrottet.Douglas DC-7C Seven Seas519561962Erstes Flugzeug der Swissair, das Nonstop-Atlantiküberquerungen ermöglichte.