Wysoka [] ( Wissek) ist eine Stadt mit 2500 Einwohnern im Powiat Pilski (Kreis Schneidemühl) der polnischen Woiwodschaft Großpolen.

Geographische Lage Die Stadt liegt etwa 25 Kilometer östlich der Stadt Piła (Schneidemühl) und 60 Kilometer westlich der Stadt Bydgoszcz (Bromberg).

Geschichte mini|Wissek östlich der Stadt Schneidemühl und westlich der Stadt Bromberg auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung). Die Ersterwähnung der Ortschaft stammt von 1260. Im Jahre 1505 erhielt Wissek Magdeburger Stadtrecht, das 1722 nach einem großen Stadtbrand, dem die Urkunden zum Opfer fielen, von der Grundherrin Apolinara von Tuczynska, geb. Smogolicka, erneuert wurde.Wuttke (1864), S. 467–468.

Im Rahmen der ersten polnischen Teilung 1772 kam Wissek zu Preußen. Anschließend gelangte die Stadt in Besitz des Ministers von Görne; nach der Einziehung von dessen Gütern gehörte sie dem Domänenamt, wurde dann aber wieder weggegeben. Im 19. Jahrhundert befand sich die Stadt im Besitz eines Herrn Wiese.

Von 1807 bis 1815 zählte die Stadt zum Herzogtum Warschau. Durch den Wiener Kongress wurde Wissek wieder an Preußen zurückgegeben. Von 1818 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte sie zum Kreis Wirsitz im Regierungsbezirk Bromberg der Provinz Posen.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Wissek drei Schulen, für jede der drei Konfessionen eine eigene. Eine Telegrafenanstalt wurde 1878 eingerichtet.81 neue Telegraphen-Anstalten in Deutschland. In: Leipziger Tageblatt und Anzeiger. Jg. 72. Nr. 201 vom 20. Juli 1878, S. (16) (online bei Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden).

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Wissek 1920 auf Grund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an die Zweite Polnische Republik, wo die Stadt bis 1939 Teil des polnischen Powiat Wyrzysk war. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte sie zum besatzungsamtlichen neuen Landkreis Wirsitz.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region und die Stadt wurde wieder Teil Polens.

Einwohnerzahlen 1783: 266, größtenteils Polen, darunter 87 evangelische DeutscheGoldbeck (1789), Teil I, S. 98, Nr. 2.) 1788: 346 1816: 208, darunter 121 Katholiken, 82 Evangelische und fünf Juden 1837: 755 1843: 250 1850: 1055, darunter 504 Katholiken, 423 Evangelische und 128 Juden 1858: 1174 1861: 1151 1885: 1071, darunter 410 Evangelische, 624 Katholiken und 37 Juden 2011: 2741Główny Urząd Statystyczny, Ludność - struktura według ekonomicznych grup wieku Stand vom 31. März 2011, abgerufen am 11. Dezember 2025 2024: 2506 Polska w Liczbach, Wysoka w liczbach, abgerufen am 1. März 2026

Städtepartnerschaft Wysoka unterhält seit 2002 eine Partnerschaft mit der deutschen Gemeinde Jesberg im Schwalm-Eder-Kreis.

Verkehr Zwischen Wysoka und Białośliwie verkehrte eine Schmalspurbahn.

Söhne und Töchter der Stadt Margarethe Jonass (1890–nach 1945), deutsche Ärztin Johannes Jahn (1892–1976), Kunsthistoriker Karl-Gustav Sauberzweig (1899–1946), SS-Gruppenführer Radosław Orchowicz (* 1970), Weihbischof in Gniezno

Gmina

Die Stadt-und-Land-Gemeinde Wysoka umfasst ein Gebiet von 123 km² mit 6.900 Einwohnern.

Weblinks Offizielle Website der Gemeinde (polnisch) Informationen über die Gemeinde (deutsch, polnisch, englisch) William Remus: Wissek (Wysoka), Kreis Wirsitz, West Prussia (2008) (englisch)

Fußnoten

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Großpolen Kategorie:Gmina Wysoka Kategorie:Ersterwähnung 1260