Grądzkie () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Wydminy (Widminnen) im Powiat Giżycki (Kreis Lötzen). mini|rechts|Ruine der Holländermühle in Grądzkie mini|(2023) Geographische Lage Grądzkie liegt am Nordufer des Gablick-Sees () in der östlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 23 Kilometer östlich der Kreisstadt Giżycko (Lötzen).
Geschichte Das kleine 1785 Gruntzken, 1818 Gronsken und bis 1938 Grondzken genannte DorfDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Funken war von 1874 bis 1945 in den Amtsbezirk OrlowenRolf Jehke, Amtsbezirk Orlowen/Adersdorf () eingegliedert. Er gehört zum Kreis Lötzen im Regierungsbezirk Gumbinnen (1905 bis 1945: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen. Im gleichen Zeitraum war Grondzken dem Standesamt Orlowen zugeordnetGrondzken.
Im Jahre 1910 zählte Grondzken 523 Einwohner, 1933 waren es 498.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Grondzken gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Grondzken stimmten 400 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfiel keine Stimme.Herbert Marzian; Csaba Kenez: "Selbstbestimmung für Ostdeutschland - Eine Dokumentation zum 50 Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920"; Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 81
Am 3. Juni (amtlich bestätigt am 16. Juli) des Jahres 1938 wurde Grondzken im Zuge der Umbenennung von Orten in Ostpreußen im Jahr 1938 in „Funken“ umbenannt. 1939 zählte das Dorf 453 Einwohner.
In Kriegsfolge kam der Ort 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und trägt seither die polnische Namensform „Grądzkie“. Er ist jetzt Sitz eines Schulzenamtes () und somit eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Wydminy (Widminnen) im Powiat Giżycki (Kreis Lötzen), vor 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religionen Bis 1945 war Grondzken in die evangelische Kirche OrlowenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 492 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union und in die katholische Pfarrkirche St. Bruno Lötzen im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Grądzkie zur evangelischen Kirchengemeinde Wydminy, einer Filialgemeinde der Pfarrei Giżycko in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen bzw. zur katholischen Pfarrkirche St. Kasimir in Orłowo im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen.
Verkehr Grądzkie ist lediglich auf zwei zum Teil recht unwegsamen Nebenstraßen zu erreichen: aus nördlicher Richtung von Wolisko () über Lipowo (), aus südlicher Richtung von Gawliki Wielkie ().
Bis 1945 war Grondzken resp. Funken Bahnstation an der Bahnstrecke Kruglanken–Marggrabowa (Oletzko)/Treuburg (). Aufgrund der Zerstörungen durch Kriegseinwirkung wurde die Strecke nicht mehr reaktiviert.
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Wydminy