Die Burg Takatori (, Takatori-jō) ist eine japanische Burg in der Stadt Takatori, Präfektur Nara. In der Edo-Zeit residierten dort zuletzt die Uemura als kleinere Fudai-Daimyō. Die Burg Takatori ist eine der „Drei großen Bergburgen Japans“ ().Die anderen beiden sind Burg Iwamura und Burg Matsuyama (Bitchū).

Burgherren in der Edo-Zeit Ab 1600 ein Zweig der Honda mit 25.000 Koku, ab 1640 die Uemura mit 25.000 Koku.

Geschichte Die Burg wurde auf 583 m über dem Meer, beziehungsweise 390 m über dem Tal auf dem Berg Takatoriyama () angelegt. Es war Honda Toshitomo (; † 1566), ein höherer Vasall Toyotomi Hidenagas (; 1540–1591), der die aus dem Beginn des Mittelalters stammende Bergburg ausbesserte. Auch nach Hidenagas Tod blieben die Honda Burgherren. Im Jahr 1600 erhöhte Tokugawa Ieyasu das Einkommen der Honda auf 25.000 Koku. Das war die Zeit, in der die Burg ihre endgültige Gestalt erhielt. Im Jahr 1640 übernahmen die Uemura die Burg und residierten dort bis zur Meiji-Restauration 1868.

Die Anlage mini|links|Burg Takatori: 1: Hommaru mit Burgturn (Rot), 2: Ni-no-maru3: San-no-maru T: Tsubozakaguchi-kuruwa Y: Yoshinoguchi-kuruwaS: Samurai-Quartiere Eigentlich verbot die Verordnung zum Verhalten der Buke, also des Schwertadels, das Buke Shohatto (), ausgedehnte Burganlagen zu errichten. Aber unter bestimmten Umständen war es möglich, sich auf „übliche Renovierung“ () zu berufen. Und so wurde eine ungewöhnlich komplexe Anlage errichtet. Die in Weiß gestrichenen Gebäude auf dem Berg waren Anlass für den Spruch „Wenn Du Schnee auf dem Takatori im Südwesten siehst, dann ist das die Burg von Tosa.“Auf Japanisch: , wobei „Tosa“ für die Burgstadt Takatori steht.

Auf der Höhe zogen sich der zentrale Bereich, das Hommaru (), der zweite und dritte Bereich Ni-no-maru () und San-no-maru () entlang. Im Hommaru stand der dreistöckige Tenshukaku (), Burgturm, ergänzt durch einen weiteren, kleineren dreistöckigen Tenshu. Die Vorbereiche Tsubozakaguchi-kuruwa () und Yoshinoguchi-kuruwa () schützten die entsprechenden Zugänge. Weiter gab es Wachtürme (Yagura) mit etwas ausgefallenen Namen; den Enshō-Wachturm (), den „Blei-Wachturm“ () und den „Rüst-Wachturm“ (). Sie waren über mit Langhäusern besetzten Bastionen verbunden.

Heute sind die vollständig erhaltenen Mauern als „Nationales Geschichtsspuren“ () registriert. Auch Reste der Erdwälle und Gräben sind sichtbar. Ein Burgtor wurde in die Stadt Takatori umgesetzt.

Anmerkungen

Literatur Hashiba, Akira: Takatori-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604379-2. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Takatori-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.

Weblinks

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