Die Burg Tsuwano (, Tsuwano-jō) befindet sich in Tsuwano in der Präfektur Shimane. In der Edo-Zeit residierten dort zuletzt die Kamei als kleinere Tozama-Daimyō.
Burgherren in der Edo-Zeit Ab 1601 Sakazaki Narimasa (), eigentlich Ukita Akiie (). Ab 1617 die Kamei.
Geschichte mini|links|hochkant|Burg Tsuwano: 1: Hommaru, 2: Ni-no-maru, 3: San-no-maru, 4: Taiko-maru, 5: Burgturm-Basis, 6: Hitojichi-kuruwa,7: Oribe-maru mini|rechts|Hitojichi-kuruwa von unten
Im Jahr 1601 erhielt Sakazaki Narimasa, Dewa-no-kami (), aus dem Ukita-Klan die Burg und begann mit einer weitgehenden Modernisierung der überkommenen Anlage. Als dann im 1616 sein Plan, Senhime, die Braut Honda Naotokis (; 1596–1626), zu entführen, aufgedeckt wurde, beging er Seppuku. Danach übernahm Kamei Masanori (; 1590–1619) die Burg. Sie blieb weiter im Besitz der Kamei bis zur Meiji-Restauration 1868.
Anlage Die Burg befindet sich auf dem 367 m hohen Berg Reiki (, Reiki-san). An der höchsten Stelle wurde der zentrale Bereich, das Hommaru () angelegt, eine Stufe tiefer die Basis für den Burgturm (, Tenshukaku). Im Nordwesten befand sich der zweite Bereich, das Ni-no-maru (), das bis zum Taiko-maru () im Norden reichte. Vom Westen bis zur Südspitze erstreckte sich der dritte Bereich, das San-no-maru (). Zwischen dem Hommaru und dem südlichen Teil des San-no-maru befand sich vorgebaut ein kleiner Bereich mit der Bezeichnung Hitojichi-kuruwa (, Hitojichi-kuruwa), also „Bereich für Geiseln“. Abgesetzt im Norden befand sich auf dem Bergkamm eine Befestigung, Oribe-maru () genannt. Auf dem Berg gab es auch eine kleine Residenz. Der Burgturm ging 1668 durch Blitzeinschlag verloren.
Am Fuße des Berges wurde eine weitere Residenz gebaut, von der ein Wachturm (Yagura) als zweistöckiger Langbau (, Tamon-yagura) mit der Bezeichnung Monomi-Wachturm (, Monomi-yagura) und der Wachturm Babasaki-yagura () erhalten sind. In der Residenz gab es einen Garten mit dem Namen Karakuen (), ein gleichnamiger kleiner Park befindet sich heute an anderer Stelle.
Literatur Kato, Masafumi: Tsuwano-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jin’ya. Saikoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604379-2. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Tsuwano-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.
Weblinks
Tsuwano Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Shimane Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Japan Kategorie:Erbaut in den 1600er Jahren Tsuwano Kategorie:Tsuwano (Shimane)