Mandy ist ein britisches Spielfilmdrama aus dem Jahre 1952 von Alexander Mackendrick um ein kleines, taubes Mädchen.

Handlung Harry und Christine Garland lieben ihre gerade erst sechsjährige Tochter über alles. Doch sie hat ein Problem, das besonders den Eltern zu schaffen macht: Mandy ist taub. Am Anfang herrscht blanke Verzweiflung, dann unternehmen Harry und Christine alles, um der Ursache dafür auf den Grund zu gehen und ihren kleinen Sonnenschein so gut zu fördern wie irgend möglich. Christine sucht für sie eine spezielle Schule aus, die sich auf derlei Fälle spezialisiert hat. Unausgesprochenes Ziel ist, Mandy zum Sprechen zu bringen. Doch im Kampf um Mandys Fortschritte kommt es zu allerlei Auseinandersetzungen, die irgendwann einmal auch die Ehe der Eltern zu gefährden drohen, denn Vater Harry ist dagegen, Mandy wegzugeben.

Zu allem Überfluss scheint sich an dieser Ehekrise auch noch eine Liebesaffäre zwischen Christine und Dick Searle, dem verständigen und klugen Leiter der auf taube Kinder spezialisierten Sonderschule, anzubahnen. Eines Tages macht sich bei Mandy ein erster Erfolg bemerkbar: Sie, die bislang nur Laute von sich geben konnte, spricht erstmals ihren Namen aus. Diesen Erfolg erreichte man in der Schule mit Hilfe eines Ballons, denn Mandy konnte die Vibrationen der Töne und damit auch die Existenz ihrer eigenen Stimme auf dem Ballon spüren und somit begreifen, wie man Töne erzeugt. Fortan gibt es Hoffnung für das kleine Mädchen, eines Tages vollständig sprechen zu können.

Produktionsnotizen Mandy entstand im Frühjahr 1952 und wurde am 29. Juli 1952 uraufgeführt. Die deutsche Erstaufführung erfolgte am 25. September 1953. Von der Evangelischen Filmgilde wurde der Film als Film des Monats Dezember 1953 gewürdigt. Am 28. November 1964 wurde das Melodram erstmals im deutschen Fernsehen, dem ZDF, gezeigt.

Die zur Drehzeit gerade erst siebenjährige Mandy Miller wurde durch diesen Film schlagartig bekannt, konnte aber mit keiner der Anschlussrollen auch nur annähernd diesen Erfolg wiederholen. Noch nicht einmal volljährig und nach einer Reihe wenig spektakulärer Fernsehauftritte zog sich Miller 1963 aus dem Schauspielgeschäft zurück und ließ sich in den USA nieder.

Die Filmbauten wurden von Jim Morahan, die Kostüme von Anthony Mendleson entworfen. Paul Beeson stand beim zweiten Regieteam hinter der Kamera.

Kritiken

Einzelnachweise

Weblinks Vollständige Kritik in der New York Times

Kategorie:Filmtitel 1952 Kategorie:Britischer Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Filmdrama Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Gehörlosigkeit im Film