mini|Wiebke Puls beim Münchner Literaturfest 2025

Wiebke Puls (* 12. Dezember 1973 in Husum) ist eine deutsche Schauspielerin und Sängerin.

Leben und künstlerische Karriere Schon während der Schulzeit spielte Wiebke Puls Theater und trat mit 14 Jahren in einem Musical an einem Schüler- und Studententheater auf. Später sang sie Pop und Jazz in Kneipen. Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für ein Studium der Bildenden Kunst, wurde dann aber gleich für die Schauspielausbildung angenommen. Von 1993 bis 1998 absolvierte Wiebke Puls ihre Ausbildung an der Schauspielschule der Berliner Hochschule der Künste., abgerufen am 19. August 2023 Von 1997 bis 1999 war sie festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover; zur Spielzeit 2000/2001 wechselte sie ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Bekannt wurde sie durch die Rolle der Brünhild bei den Nibelungenfestspielen 2003 und 2004 in Worms. Seit der Spielzeit 2005/2006 gehört Wiebke Puls zum Ensemble der Münchner Kammerspiele.Wiebke Puls bei den Münchner Kammerspielen, abgerufen am 11. Februar 2024 Dort war sie zuletzt unter anderem in „Orpheus steigt herab“ (2012), „Onkel Wanja“ (2013), „Das schweigende Mädchen“ (2014), „Die Zofen“ (2014), und „Nichts von Euch auf Erden“ (2015) tätig. In der Spielzeit 2016/2017 war sie u. a. in „América“ von Stefan Pucher und „Point Of No Return“ von Yael Ronen zu sehen. mini|Wiebke Puls mit Martin Lindow und Joachim Król auf den Nibelungenfestspielen 2004 Neben ihren festen Theaterengagements nimmt die Arbeit in Fernseh- und Kinofilmen einen geringeren Raum ein.Katrin Kaiser: Die Große. In: Ca:st – das Schauspieler-Magazin 1-2011, S. 28. So spielte sie jeweils unter der Regie von Dieter Wedel in den Fernsehfilmen Mein alter Freund Fritz (2007) und Gier (2010) mit. Ihre erste größere Rolle in einem Kinofilm hatte sie als Bhagwan-Anhängerin Chandra in Marcus H. Rosenmüllers Komödie Sommer in Orange aus dem Jahr 2011. In Jan Fehses Zweipersonen-Kammerspiel Jasmin (2011) war sie als Psychiaterin im Dialog mit einer Kindsmörderin zu sehen.Wiebke Puls: „Ich sehne mich nach Hamburg“ In: Hamburger Abendblatt, 12. Juni 2012.

Für ihre Theaterarbeit erhielt Puls mehrere Preise. Im Jahr 2003 wurde sie mit dem Boy-Gobert-Preis für besondere künstlerische Leistungen ausgezeichnet. 2005 bekam sie den Alfred-Kerr-Darstellerpreis und wurde als Schauspielerin des Jahres der Zeitschrift Theater heute ausgezeichnet. Im Jahr 2008 bekam sie den Preis der Förderer der Münchner Kammerspiele.

Theater (als Schauspielerin)

junges theater spectaculum e. V. »Zoff« (1989) »Mensch, Menschin« (1993)

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz »Das tägliche Leben« (1997)

Schauspiel Hannover »Ein Mann zuviel« (1998) »Adam Geist« das Mädchen (1998) »Professor Unrat« Rosa Fröhlich »King Kongs Töchter« Meggie »Barbaren« Lidia »Der Sturm« (als Caliban) »Berliner Geschichte« Er (2000)

Deutsches Schauspielhaus (Hamburg) »The show must go on!« (2000) »Haltestelle Geister« (2000) »Denn alle Lust will Ewigkeit« (2000) »Struwwelpeter« La Chanteuse (2000) »Berliner Geschichte« Er (2001) »Best of Schauspielhaus« (2001) »Die Frau vom Meer« Ellida Wangel (2001) »Ein Sturm« Ariel (2001) »Push Up 1-3« Sabine (2001) »Vor langer Zeit im Mai« (2001) »Jour Nix« Wiebke (2002) »Fische, die die Welt bedeuten« (2002) »Vorher/Nachher« (2002) »Leonce und Lena«Prinzessin Lena vom Reiche Pipi (2002) »Porträts 360 sek« (2002) »Hedda Gabler« Hedda Gabler (2002) »Andy Warhols Velvet Underground« Gastauftritt (2003) »Wie es euch gefällt« Celia (2003) »Money makes me cry« (2003) »Mann trifft Frau« (2004) »Der Menschenfeind« Elifante (2004) »Der zerbrochne Krug« Marthe Rull (2004) »Warten auf Godot« Lucky (2004) »Spezialmensch« (2005) »Ein spanisches Stück« Aurelia (2005) »Dunkel lockende Welt« Corinna Schneider (2009)

Nibelungenfestspiele Worms

Die Nibelungen (als Brünhild, Königin von Isenland) (Sommer 2003, 2004, 2005)

Münchner Kammerspiele »Die Nibelungen« Kriemhild (2004) »Die Bakchen« (2005) »Dunkel lockende Welt« Corinna Schneider (2006) »Stadt, Land, Fisch« (2006) »Denn alle Lust will Ewigkeit« (2007) »Land ohne Worte/Berliner Geschichte« (2007) »Hiob« Mirjam (2008) »Furcht und Zittern« Stephanie Meier (2008) »Peter Pan« Wendy (2008) »Drei Farben: Blau, Weiß, Rot« (2009)»Konzert zur Revolution« (2009) »Endstation Sehnsucht« Blanche Dubois (2010) »Der Krieg« Helena und Donna Aspasia (2010) »Erfolg« (2010) »Die Hermannsschlacht« (2010) – Thusnelda »Alles nur der Liebe wegen« Ein Projekt von Andreas Kriegenburg (2011) »Winterreise« (2011) »Alpsegen« (2011) -Cécilia »Bitten an Karl« (2011) »Atropa. Die Rache des Friedens. Der Fall Trojas« (2011) – Klytämnestra »John Gabriel Borkman« (2012) – Ella Rentheim »Orpheus steigt herab« (2012) – Lady Torrance „Onkel Wanja“ (2013) – Jelena „Ilona.Rosetta.Sue“ (2013) – Sue „The Rest is Noise“ – Alex Ross „Liliom“ (2013) – Frau Muskat „Das schweigende Mädchen“ „Die Zofen“ (2014) – Gnädige Frau „Nichts von Euch auf Erden“ (2015) – Io „Rocco und seine Brüder“ (2015) – Frau Parondi „Point of no return“ (2015) – W.Puls „América“ (2016) – Kyra Mossbacher „Das Erbe“ (2017) „Luegen“ (2017) – W.Puls 2017: Trüffel Trüffel Trüffel (als Mme Rationier). Von Eugène Labiche. Inszenierung: Felix Rothenhäusler 2017: Trommeln in der Nacht (als Mutter Balicke). Von Bertolt Brecht. Inszenierung: Christopher Rüping 2023: Im Menschen muss alles herrlich sein (als Lena). Musikalisches Ensemblestück über Mütter und Töchter nach dem Roman von Sasha Marianna Salzmann. Inszenierung: Jan Bosse 2025: Was ihr wollt (als Olivia). Nach William Shakespeare. Inszenierung: Lies Pauwels 2025: Bevor ich es vergesse (als Tochter). Nach dem Roman Abschied vom Vater von Anne Pauly. Inszenierung: Wiebke Puls 2025: Play Auerbach! - Eine Münchner Erinnerungsrevue (als Antisemitismusbeauftragte). Von Avishai Milstein. Inszenierung: Sandra Strunz 2026: Meister und Margarita (als Woland/Teufel). Nach dem Roman von Michail Afanassjewitsch Bulgakow. Inszenierung: Jette Steckel

Theater (als Regisseurin) »Messe« (2001) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg »Jour Nix« (2002) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg »Mann trifft Frau« (2004) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg „Das weiße Album“ (2012) – Theater Augsburg „Klein Zaches, mein Zinnober“ (2017) – Münchner Kammerspiele

Lesungen »Japanische Märchen« (2001) – Norddeutscher Rundfunk (das neue werk) »Es wird mir fehlen das Leben« (2002) – Museum der Arbeit, Hamburg »Electronic City« (2003) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg »Also bin ich froh« (2004) – Literaturhaus Hamburg »Meine Lieblingsbücher« (2004) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg/Thalia Buchhandlung »Nachrichten aus der Schwabinger Bohème« (2007) – Bayern2Radio »Erzähl mir Meer« (2007) – Fleetstreet, Hamburg + Stauerei, Bremen »Neid« (2008) – Literaturhaus München »japanisches rückwärtstagebuch« (2008) – Bayern2Radio »Die Wiedergänger« (2009) – Bayern2Radio

Musik »Zoff« (1989) – junges theater spectaculum e. V. »Mensch, Menschin« (1993) – junges theater spectaculum e. V. »Denn alle Lust will Ewigkeit« (2000) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg »Struwwelpeter« (2001) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg »Jour Nix« (2002) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg »Mann trifft Frau« (2004) – Deutsches Schauspielhaus in Hamburg »Denn alle Lust will Ewigkeit« (2007) – Münchner Kammerspiele

Hörbücher »Der Geldkomplex« (2004) – Hörbuch Hamburg »Wahre Leidenschaft Pubertät« (2004) – Tonkombinat »Gutenachtgeschichten« (2005) – Hörbuch Hamburg »Wassermusik« (2005) – NDR/Der Hörverlag »Gegen das Sommerlicht« (2007) – Hörbuch Hamburg »Gegen die Finsternis« (2008) – Hörbuch Hamburg »Das Lügenhaus« (2009) – Hörbuch Hamburg »Für alle Ewigkeit« (2010) – Hörbuch Hamburg »Orlando« (2013) – der Hörverlag »Die juristische Unschärfe einer Ehe« (2014) – Hörbuch Hamburg »Durch Mauern gehen« (2017) – Bonnevoice Hörbuchverlag München »Der Gott jenes Sommers« (2018) – Hörbuch Hamburg »Radio Activity« (2019) – Bonnevoice Hörbuchverlag München »I dissent – ich widerspreche: Ruth Bader Ginsburg« (2020) – Bonnevoice Hörbuchverlag München »Feuer der Freiheit: Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten 1933–1943« (2020) – Der Audio Verlag Berlin

Hörspiele 2012: Virginia Woolf, Jacobs Zimmer. Hörspiel in vier Teilen. Rolle: Erzählerin 2. Regie: Katja Langenbach. Produktion: BR Hörspiel und Medienkunst. Als Podcast/Download im BR Hörspiel Pool.BR Hörspiel Pool – Woolf, Jacobs Zimmer 2013: Jörg Albrecht, Hell of Fame. Rolle: Esoterikerin. Regie: Bernadette Sonnenbichler. BR Hörspiel und Medienkunst. Als Podcast/Download im BR Hörspiel Pool.BR Hörspiel Pool – Albrecht, Hell of Fame 2014: Björn Bicker: Urban Prayers – Realisation: Björn Bicker (Hörspiel – BR) 2015: Elfriede Jelinek: Wirtschaftskomödie – Regie: Leonhard Koppelmann Hörspiel (6 Teile) – BR/DKultur 2016: Helmut Heißenbüttel, Zwei oder drei Porträts. Regie: Ulrich Lampen. BR Hörspiel und Medienkunst. Als Podcast/Download im BR Hörspiel Pool.BR Hörspiel Pool – Heißenbüttel, Zwei oder drei Porträts 2022: Elena Ferrante: Neapolitanische Saga (15h 30min, Die Hörspiele – Meine geniale Freundin – Die Geschichte eines neuen Namens – Die Geschichte der getrennten Wege – Die Geschichte des verlorenen Kindes) Rolle: Professoressa Galiani (Elenas Lehrerin am Gymnasium) – Bearbeitung und Regie: Martin Heindel, Komposition: Ulrike Haage (als Podcast/Download im BR Hörspiel Pool)

Filmografie

Auszeichnungen 2003: Boy-Gobert-Preis für besondere künstlerische Leistungen 2005: Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die Rolle der Kriemhild an den Münchner Kammerspielen 2005: Schauspielerin des Jahres der Zeitschrift Theater heute 2008: Preis der Förderer der Münchner KammerspieleFörderpreis - Förderverein der Münchner Kammerspiele abgerufen am 8. April 2026 2018: 3sat-Preis für ihre darstellerische Leistung in der Inszenierung Trommeln in der Nacht

Einzelnachweise

Weblinks

Wiebke Puls bei den Münchner Kammerspielen Wiebke Puls beim Alfred-Kerr-Preis

Wiebke Puls bei der Agentur scenario

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