Marian Kazda (* 22. März 1957 in Dačice) ist ein tschechisch-österreichischer Forstwissenschaftler. Er war bis 2023 Professor für Systematische Botanik und Ökologie an der Universität Ulm und Leiter des Botanischen Gartens Ulm.

Leben und Wirken Marian Kazda wuchs in Brünn in der Tschechoslowakei auf. Von 1980 bis 1983 studierte er Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien und schrieb seine Diplomarbeit über die Schwermetallanreicherung im Boden der Buchenbestände. 1985 folgte die Promotion zu Schwermetalldepositionsvorgängen im Wienerwald, und 1989 wurde er im Fach Forstliche Standortslehre habilitiert.

Seit 1995 hatte Kazda die Professur für Systematische Botanik und Ökologie an der Universität Ulm inne. 2006 übernahm er als Nachfolger von Gerhard Gottsberger die Leitung des Instituts für Systematische Botanik und Ökologie und 2008 ebenso die Leitung des Botanischen Gartens. Ende März 2023 ging er in den Ruhestand.

Forschung Kazda forschte unter anderem an der Verwendung von Bioabfällen als Substrat zur Produktion von brennbarem Biogas. In der institutseigenen Biogasanlage untersuchte Kazdas Arbeitsgruppe die Gasbildung, den pH-Wert, die Pufferkapazität und den Abbau der unterschiedlichen organischen Substanzen im Bioreaktor.

Ehrungen 1984: Rupert-Hatschek-Preis für die Diplomarbeit über Schwermetallanreicherung im Boden der Buchenbestände 1987: Sonderpreis der Dr. Karl Schleinzer-Stiftung für Forschungsarbeiten zum Nährstoffhaushalt von Waldökosystemen 2002: Lehrbonus der Universität Ulm für hervorragende Leistungen in der Lehre

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

Kategorie:Hochschullehrer (Universität Ulm) Kategorie:Absolvent der Universität für Bodenkultur Wien Kategorie:Forstwissenschaftler Kategorie:Forstbotaniker Kategorie:Waldökologe Kategorie:Person (Brünn) Kategorie:Tscheche Kategorie:Tschechoslowake Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Mann