Alfred Ybarra (* 11. Dezember 1906 in Mexiko; † 18. Mai 1986 in Burbank, Kalifornien, Vereinigte Staaten)Die in IMDb angegebenen Lebensdaten – “26. März 1905 bis 25. März 2001” – sind komplett falsch, siehe auch California Death Index war ein mexikanischstämmiger Maler, Architekt und Filmarchitekt mit 32 Jahre umfassender Karriere in Hollywood.

Leben und Wirken Alfred Ybarra begann seine berufliche Laufbahn als Zeichner in einem Architekturbüro und wirkte in diesen Funktion in Mexiko-Stadt und mehreren amerikanischen Städten. Seine Gemälde wurden u. a. von dem damaligen Staatspräsidenten Mexikos gekauft. In New York City war er an der Entstehung des Empire State Buildings beteiligt.Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 490.

In Hollywood begann er als Zeichner (zuletzt 1943 bei Als du Abschied nahmst), ehe er 1943 zum Chefarchitekten berufen wurde. 1947 rückte er mit seinen in der mexikanischen Heimat gestalteten Entwürfen zu John Fords Befehl des Gewissens in die A-Liga der amerikanischen Szenenbildner auf. Anschließend war er zwölf Jahre lang für John Waynes Produktionsgesellschaft Batjac tätig. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören nicht nur Wayne-Klassiker wie das Flugzeugdrama Es wird immer wieder Tag und der Durchhaltewestern Alamo, sondern auch anderer bekannter Regisseure Arbeiten wie der ebenfalls in Mexiko spielende Revolutionswestern Vera Cruz (von Robert Aldrich) und Sierra Charriba (von Sam Peckinpah). Ybarra gestaltete aber auch Bauten zu gänzlich anderen Filmgenres wie beispielsweise zu der Jules-Verne-Verfilmung Fünf Wochen im Ballon und zu dem in der Maya-Kultur spielenden Drama Könige der Sonne.

Mit dem Ausklang der 1960er Jahre beendete Ybarra seine Karriere und zog sich auf sein Altenteil zurück.

Filmografie 1944: Goin’ to Town 1944: Three is a Family 1945: Music in the Sky 1947: Befehl des Gewissens (The Fugitive) 1948: Abenteuer auf Sizilien (Adventures of Casanova) 1948: Sofia 1949: Borderline 1949: One Way Street 1950: The Bullfighter and the Lady 1952: The Fabulous Senorita 1952: Bal Tabarin 1952: Marihuana (Big Jim McLain) 1953: Das geheimnisvolle Testament (Plunder of the Sun) 1953: Wilde Glut (Blowing Wild) 1953: Man nennt mich Hondo (Hondo) 1954: Es wird immer wieder Tag (The High and the Mighty) 1954: Vera Cruz 1954: Spur in den Bergen (Track of the Cat) 1955: Der gelbe Strom (Blood Alley) 1956: Der Sonne entgegen (Run for the Sun) 1956: Gun the Man Down 1957: Die Stadt der Verlorenen (Legend of the Lost) 1957: Quantez, die tote Stadt (Quantez) 1958: Sturm über Eden (Raw Wind in Eden) 1958: Patrouille westwärts (Escort West) 1960: Alamo (The Alamo) 1961: Teufelskerle in Fernost (Marines Let’s Go) 1961: Die Comancheros (The Comancheros) 1962: Fünf Wochen im Ballon (Five Weeks in a Balloon) 1963: Könige der Sonne (Kings of the Sun) 1964: Sierra Charriba (Major Dundee) 1965: Rancho River (The Rare Breed) 1966: Sturm auf Höhe 404 (The Young Warriors) 1967: Die fünf Geächteten (Hour of the Gun) 1967: Die Schurken vom Bolivar (The Pink Jungle) 1969: Das Gold der Madonna (Desperate Mission)

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 490.

Einzelnachweise

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