Die Burg Hagi (, Hagi-jō) befindet sich in der Stadt Hagi, Präfektur Yamaguchi. In der Edo-Zeit residierten dort die Mōri mit einem Einkommen von 369.000 Koku als große Tozama-Daimyō.

Geschichte Nachdem Daimyō Mōri Terumoto (毛利 輝元) nach der Schlacht von Sekigahara im Jahr 1600 zu den Verlierern gehört hatte, verlor er den größten Teil seiner Besitzungen mit einem Einkommen von 1.200.000 Koku. Nur die Provinzen Suō und Nagato, verbunden mit einem Einkommen von knapp 370.000 Koku, blieben ihm noch. Als neuen Wohnsitz wählte Terumoto ein Gelände am Fuße des Berges Shizukiyama (), der eine Halbinsel bildet, die in die Japan-See hineinragt. Nachdem Terumoto 1603 von Tokugawa Ieyasu die Erlaubnis zu Bau einer Burg dort erhalten hatte, begann er 1604 damit. Die Burg war vier Jahre später, 1608, fertiggestellt.

Die Anlage mini|links|hochkant|1: Hommaru 2: Ni-no-maru T: Tenshu-kuruwaN: Ni-nokurua S: San-no-kuruwa Rot: Burgturm Die Burg am südlichen Fuß des Shizukiyama erhielt einen fünfstöckigen Burgturm (, tenshukaku), wobei das oberste Stockwerk mit Betonung der Aussichtsfunktion (, bōrō-gata) angelegt wurde. Nach Süden wurde der zentrale Bereich, das Hommaru () durch den inneren (, uchibori), mittleren (, nakabori) und äußeren Graben (, sotobori) dreifach geschützt. Auf den anderen drei Seiten schütze das Meer. Zur Zeit der Flut füllten sich die Gräben bis zum Fuße der Mauern mit Wasser, so dass man fast von einer Wasserburg sprechen kann. Nach Norden hin schützte der 143 m hohe Shizukiyama, auf dessen Spitze Terumoto eine eigene kleine Burg für den Notfall, das Tsumu-no-maru (), bauen ließ. Dies war wie die untere Burg in einen Hommaru und einen Ni-no-maru () gegliedert und besaß fünf zweistöckige Wachtürme.

Das Hommaru am Fuße des Berges wird auch „Burgturm-Bereich“ (, tenshu-kuruwa) genannt, das dortige Ni-no-maru entsprechend Ni-no-kuruwa (). Die Mauer um das Ni-no-kuruwa war über eine Kilometer lang und besaß 12 Wachtürme. Weiter vorgelagert ist dann noch das San-no-kuruwa (), das auch „Innerhalb der ehrenwerten Burg“ (, go-jōnai) genannt wurde.

Nach der Meiji-Restauration wurden die Gebäude der Burg abgetragen. Nur Mauern und der innere Graben sind erhalten geblieben. Das Burggelände wurde Park unter dem Namen „Hagi-Burgruinen-Shizuki-Park“ (, Hagijō-ato Shizuki Kōen). Auf dem Gelände befindet sich neben dem Shizukiyama-Schrein () das vormalige Haupthaus der Fukuhara, das Fukuhara-ke Shoin (). Die Fukuhara waren die Leiter der Verwaltung des Han und verfügten über ein einem Einkommen eines kleinen Daimyō, nämlich über 11.000 Koku.

Bilder

Literatur Kato, Masafumi: Hagi-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604379-2. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Hagi-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.

Weblinks

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