Kurfürstendamm ist ein deutscher Stummfilm von Richard Oswald mit Conrad Veidt als Satan, Asta Nielsen in einer Dreifachrolle und Erna Morena in einer weiteren Hauptrolle.

Handlung Der Teufel langweilt sich in der Hölle zu Tode und will sich daher in Berlin herumtreiben. Auf dem von lauter Sündern bevölkerten Kurfürstendamm glaubt der hässliche Hinkefuß, besonders prächtige zukünftige Exemplare für seine Unterwelt begutachten zu können. Des Teufels Großmutter gibt ihrem satanischen Sohn sogar eine Banknotenpresse mit in die Hand, damit er sich vor Ort im Sündenpfuhl austoben kann. Der Teufel begegnet sehr verschiedenartigen Menschen, darunter das kesse Girl Lissy und die Köchin Marie, die unbedingt zum Film will und dort schließlich auch Karriere macht. Der Teufel erfährt Menschliches und Allzumenschliches, verliebt sich, wird ausgelacht und betrogen, sogar bestohlen und stellt am Ende sogar einen Film auf die Beine. Eines Tages werden ihm die menschlichen Abgründe aber zu viel und er sehnt sich nach seiner höllischen Heimat zurück. Freudig kehrt er heim zu Großmutter in die Hölle.

Produktionsnotizen Kurfürstendamm, Untertitel: „Ein Höllenspuk in 6 Akten“, entstand im Frühjahr 1920, war 2424 Meter lang, verteilt auf sechs Akte, und erhielt beim Passieren der Filmzensur am 12. Juli 1920 Jugendverbot. Die Uraufführung erfolgte am 30. Juli 1920.

Die Filmbauten entwarf Hans Dreier. Die Uraufführung in den Richard-Oswald-Lichtspielen Berlineröffnet 1916 als Prinzeß-Theater (Berlin); im Jahr 1919 kaufte Richard Oswald das Unternehmen und führte es zunächst gemeinsam mit den Brüdern Georg und James Köttner unter der Bezeichnung Richard Oswald Lichtspiele GmbH, danach bis 1926 als Oswald-Lichtspiele fort. begleitete der Wiener Komponist Hans May (eigtl. Johannes Mayer) am Klavier.vgl. filmportal.de "Solist: Hans May (Klavier; bei der Uraufführung)"

Kritik

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1920 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Stummfilm Kategorie:Filmkomödie