Jörg Reimers (* 1954 in Echem) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben Der diplomierte Schauspieler Jörg Reimers erlernte sein künstlerisches Handwerk ab 1975 an der Schule für Schauspiel Hamburg (Abschluss 1979)Jörg Reimers bei castforward.de, abgerufen am 29. Mai 2023. Dort stand er im Thalia Theater in Frank Wedekinds Frühlings Erwachen zum ersten Mal auf der Bühne. Es schloss sich 1979 ein dreijähriges Gastspiel am Stadttheater Ingolstadt an, ehe Reimers 1982 an das Schlosstheater Moers wechselte. Von 1988 bis 2001 folgte eine längere Verpflichtung an die Wuppertaler Bühnen, zwischendurch trat er daneben gastweise an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und am Theater Magdeburg auf. In der Spielzeit 2001/02 war Reimers am Schauspiel Leipzig engagiert, in den Folgejahren spielte er an Tourneebühnen. Seit 2010 ist er regelmäßig bei den Bad Hersfelder Festspielen zu Gast.
Bekannte Rollen Reimers' waren der Ferdinand in Friedrich Schillers Kabale und Liebe, Ruprecht im Zerbrochnen Krug von Heinrich von Kleist, in dem er in späteren Jahren auch den Dorfrichter Adam verkörperte. In Wuppertal war Reimers in den Titelrollen von Heinrich VI. von William Shakespeare, Schillers Wilhelm Tell oder als kommunistischer Bürgermeister Peppone in Don Camillo und Peppone nach dem Roman von Giovannino Guareschi zu sehen. In Bad Hersfeld stand Reimers unter anderem wiederholt als Ubertin von Casale in einer Bühnenfassung von Umberto Ecos Roman Der Name der Rose auf der Bühne. Bekannte Regisseure, mit denen er zusammenarbeitete, waren Klaus Emmerich, Thomas Gimbel, Jochen Busse und häufig Holk Freytag, dem langjährigen Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele.
Seit Anfang der 1990er Jahre ist Reimers daneben ein vielbeschäftigter Film- und Fernsehschauspieler, überwiegend in Gastrollen bekannter Serien wie Die Camper, Kommissar Stolberg, Mord mit Aussicht oder SOKO Köln. Tom Tykwer besetzte ihn in einer kleinen Rolle in seinem Film Der Krieger und die Kaiserin, ebenso Johannes Fabrick in dem Fernsehfilm Der letzte schöne Tag.
Jörg Reimers lebt in Wuppertal.
Filmografie (Auswahl) 1992: Eurocops – Das Omega Programm 1994: Die Wache – Heiße Ware 2000: Der Krieger und die Kaiserin 2000: Der Clown – Hetzjagd 2002: SK Kölsch – Die letzte Runde 2002: Nachts im Park 2004: Die Sitte – Das Ende vom Lied 2005: Nicht von dieser Welt – Der Konkurrent 2005: Arnies Welt 2006: Die Camper – Frau am Steuer 2006: Rohtenburg 2007: Hilfe! Hochzeit! – Die schlimmste Woche meines Lebens – Sonntag 2007: Die Anruferin 2007: Kommissar Stolberg – Gekauftes Glück 2008: Mord mit Aussicht – Marienfeuer 2008: Maddin in Love 2008: Dr. Psycho – Die Bösen, die Bullen, meine Frau und ich – Gammelfleisch 2008: Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei – Am Ende der Jugend 2009: Bleib bei mir 2010: Mord mit Aussicht – Sonne, Mond und Sterne 2011: Tatort – Herrenabend 2011: Ein Tick anders 2011: SOKO Köln – Früchte des Zorns 2011: Der letzte schöne Tag 2012: Verbotene Liebe – In Trauer vereint 2013: King Ping – Tippen Tappen Tödchen 2015: Und dann noch Paula – Otternase ist kein Name 2017: SOKO Köln – Mülheimer Dämmerung 2019: Tatort – Lakritz 2020: Helen Dorn: Atemlos
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Einzelnachweise
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