Margarete Salbach (* 1926; † 2005) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.

Leben Margarete Salbach absolvierte ihre künstlerische Ausbildung an der Schauspielschule des Deutschen Theaters zu Berlin, die sie 1948 beendete. Dort, am Deutschen Theater, gab sie auch ihr Debüt. Weitere Stationen ihrer Bühnenlaufbahn waren Halberstadt und die Städtischen Bühnen Erfurt, wo Salbach von 1953 bis 1960 engagiert war. 1960 siedelte sie in die Bundesrepublik über und konnte ihre Karriere fortsetzen., abgerufen am 17. Juni 2016Website der Berliner Schauspielschule, abgerufen am 17. Juni 2016

Bereits 1948 hatte Margarete Salbach in dem Film Affaire Blum zum ersten Mal vor der Kamera gestanden. Nach Angaben des DEFA-Sternstunden-Forums war sie noch an weiteren DEFA-Produktionen beteiligt, unter anderem in dem Film Dr. Semmelweis – Retter der Mütter. Zumindest in der IMDb-Datenbank sind keine weiteren filmischen Aktivitäten in den 1950er Jahren nachgewiesen. Auch in der Bundesrepublik arbeitete Salbach wiederholt für Film und Fernsehen. Insbesondere in den 1990er Jahren wurde sie einem breiteren Publikum bekannt, als sie in einigen Folgen der Reihe Tatort die Filmmutter von Andreas Hoppe alias Mario Kopper verkörperte.

Ausgesprochen umfangreich waren Margarete Salbachs Arbeiten für den Hörfunk. Nachdem sie bereits 1950 die Titelrolle in Anna Seghers’ Hörspiel Der Prozeß der Jeanne d’Arc gesprochen hatte, wirkte sie zwischen 1965 und 2005 in über 200 Produktionen des Südwestfunks und späteren Südwestrundfunks mit.

Filmografie 1948: Affaire Blum 1963: Penthesilea 1969: Hürdenlauf 1970: Der Mann, der den Eiffelturm verkaufte 1970: Recht oder Unrecht – Der Schuß 1972: Ein Toter stoppt den 8 Uhr 10 1973: Unser Dorf 1991: Tatort – Tod im Häcksler 1993: Magic Müller 1995: Tatort – Die Kampagne 1996: Die Aktion 1996: Nadine, nackt im Bistro 2006: Tatort – Tatort: Bienzle und der Tod im Weinberg Tatort-Folgen als Elvira Kopper 1996: Der kalte Tod 1997: Nahkampf 1998: Jagdfieber 1999: Mordfieber

Hörspiele (Auswahl) 1950: Der Prozeß der Jeanne d’Arc – Autorin: Anna Seghers – Regie: Herwart Grosse 1965: Das Fräulein Marohn – Autor: Ken Kaska – Regie: Wolfgang Spier 1967: Das Attentat – Autor: Isaac Asimov – Regie: Reinhard Zobel 1968: Der blutsaugende Teufel – Autor: Terayama Shuji – Regie: Günther Sauer und Lothar Timm 1969: Crawatzow & Co. – Autor: Wolfgang Kirchner – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1970: Etwas ist aus – Autor: Klaus Roehler – Regie: Hartmut Kirste 1971: Der Wunschtraum – Autor: Issac Asimov – Regie: Andreas Weber-Schaefer 1972: La Boutique – Autor: Francis Durbridge – Regie: Dieter Munck 1974: Pentakinin – Autoren: Michael Krausnick und Reimar Rudolph – Regie: Andreas Weber-Schaefer 1975: Wo blieb der 631. Tag? – Autorin: Eva Maria Mudrich – Regie: Andreas Weber-Schaefer 1978: Der Polizistenmörder – Autoren: Maj Sjöwall und Per Wahlöö – Regie: Peter Michel Ladiges 1979: Und die Großen läßt man laufen – Autoren: Maj Sjöwall und Per Wahlöö – Regie: Peter Michel Ladiges 1980: Der Unruhestifter – Autor: Henrik Ibsen – Regie: Thomas Köhler 1981: Mit leicht gestutzten Flügeln – Autor und Regie: Hein Bruehl 1982: Der fromme Pilger – Autor: Johann Peter Hebel – Regie: Thomas Köhler 1983: Ich gehe zum Hannes – Autoren: Hans Georg Thiemt und Hans Dieter Schreeb – Regie: Lothar Schluck 1984: Sterben wie ein Mann – Autor: Wolfgang Kirchner – Regie: Eberhard Klasse 1985: Fröhliche Ostern – Autor: Konrad Wühr – Regie: Heiner Schmidt 1986: Die Fahrt nach Melbeck – Autor: Adolf Schröder – Regie: Heinz von Cramer 1987: Einfache Hinfahrt – Autor: Michael Springer – Regie: Bernd Lau 1988: Ein wahrer Freund – Autor: Oscar Wilde – Regie: Thomas Köhler 1989: Ein Sommer auf dem Lande – Autor: Iwan Alexejewitsch Bunin – Regie: Sigurd König 1990: Leider war es Mord – Autor: Janwillem van de Wetering – Regie: Peter Michel Ladiges 1991: Aller Anfang ist schwer – Autor und Regie: Urs Widmer 1992: Eine Jüdin für Charles Allen – Autorin: Irene Dische – Regie: Irene Schuck 1993: Kindeskind – Autor und Regie: Patrick Roth 1994: Keine weiteren Fragen – Autorin: Chris Paul – Regie: Hans Gerd Krogmann 1995: Happy End – Autor: Peter Meisenberg – Regie: Ulrich Lampen 1996: Die Segel morgens, die Segel abends – Autor: Wilhelm Genazino – Regie: Ulrich Lampen 1996: Maigret stellt eine Falle – Autor: Georges Simenon – Regie: Patrick Blank 1997: Die Häsin – Autor: Roderich Feldes – Regie: Ulrich Lampen 1998: Der Mann, der den Zügen nachsah – Autor: Georges Simenon – Regie: Walter Adler 1999: Die Geisterhand – Autor: Andreas Schlüter – Regie: Patrick Blank 2000: In einem tiefen, dunklen Wald – Autor: Paul Maar – Regie: Christoph Dietrich 2001: Wächterlied – Autor: Sebastian Goy – Regie: Annette Berger 2002: Dauerkleingartenverein „Frohsinn“ – Autorin und Regie: Marlene Streeruwitz 2003: Zockerbräute – Autorin: Sandra Kellein – Regie: Iris Drögekamp 2004: Der Novembermann – Autor: Magnus Vattrodt – Regie: Jobst Christian Oetzmann 2005: Shaft beim Kongress der Totengräber – Autor: Ernest Tidyman – Regie: Annette Kurth

Theatrografie (Auswahl) Städtische Bühnen Erfurt 1953: Friedrich Schiller: Wilhelm Tell (Berta von Bruneck) – Regie: Willy Semmelrogge 1953: Maxim Gorki: Die Feinde (Tatjana Bardin) – Regie: Hans Dieter Mäde 1954: Jean Baptiste Molière: Tartuffe (Elmire Pernelle) – Regie: Helfried Schöbel 1954: Miguel Cervantes: Das wundertätige Puppentheater (Teresa Repolla) – Regie: Willy Semmelrogge 1954: Alexander Kron: Das tote Tal (Marina Getmanowa) – Regie: Hans Dieter Mäde 1955: A. E. Scribe: Ein Glas Wasser (Anna, Königin von England) – Regie: Horst Bonnet 1955: Julius Hay: Haben (Frau des Schulmeisters) – Regie: Fritz Wendel 1955: Horst Ulrich Wendler: Des Teufels drei goldene Haare (Hofdame) – Regie: Horst Bonnet 1955: Karlheinz Kipphardt: Shakespeare dringend gesucht (Paula Glück, Theatersekretärin) – Regie: Karlheinz Carpentier 1955: William Shakespeare: Die Komödie der Irrungen (Adriana, Frau des Antipholus von Ephesus) – Regie: Hans Dieter Mäde 1955: Juri Burjakowski: Julius Fucik (Gusta Fucik) – Regie: Hans Dieter Mäde 1955: Friedrich Gentz: Liebe ist nicht immer blind (Genevieve Dalvaux) – Regie: Eugen Schaub 1956: Bertolt Brecht: Der Kaukasische Kreidekreis (Bittstellerin/Händlerin/Nachbarin/Ludowika) – Regie: Eugen Schaub 1956: Gabriela Zapolska: Die Moral der Frau Dulski (Frau Manja Juliasiewicz, geb. Dulski) – Regie: Wolf Goette 1956: Wolfgang Martin Schede: Goldmarie und Pechmarie (dünne Gevatterin) – Regie: Eugen Schaub 1956: Nordahl Grieg: Die Niederlage (Tänzerin Sylvie Gerard) – Regie: Georg Leopold 1956: Günther Weisenborn: Zwei Engel steigen aus (No, eine reizvolle Wissenschaftlerin) – Regie: Georg Leopold 1956: Henrik Ibsen: Nora oder Ein Puppenheim (Frau Linde) – Regie: Arno Wolf 1957: Heinrich Spoerl: Der Maulkorb (Paula Pulvermann) – Regie: Georg Leopold 1957: Boris S. Romaschow: Die feurige Brücke (Warwara Muchina) – Regie: Eugen Schaub (deutsche Erstaufführung) 1958: Frances Goodrich / Albert Hackett: Das Tagebuch der Anne Frank (Frau von Daan) – Regie: Arno Wolf 1958: Harald Hauser: Am Ende der Nacht (Eva Brandt) – Regie: Thomas Ruschin 1958: Hans Lucke: Kaution (Vivian Deshields) – Regie: Arno Wolf 1958: Adolf Wilbrandt: Dame Kobold (Donna Angela) – Regie: Arno Wolf 1958: Pavel Kohout: So eine Liebe (Lida Petrus) – Regie: Georg Leopold 1959: Curt Goetz: Ein Abend bei Curt Goetz, in „Hund im Hirn“ (Frau Professor) – Regie: Eugen Schaub (Fernsehinszenierung, wurde von der DEFA gefilmt) 1959: Hans Rehfisch: Oberst Chabert (Diane) – Regie: Arno Wolf 1959: Friedrich Schiller: Wilhelm Tell (Hedwig, Tells Gattin) – Regie: Eugen Schaub 1959: Nikolai Gogol: Der Revisor (Anna Andrejewna Skwosnik-Dmuchanowskij) – Regie: Eugen Schaub

Synchronsprecher 1958: An der Endstation – Jana Dítětová als Maruna

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Einzelnachweise

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